FDP sieht sich durch Gutachten bestätigt: „Umzug der Goetheschule wider jede Vernunft!"

Die FDP-Fraktionsmitglieder Ines Glatthor (Foto) und Friederike Rübhausen plädieren für den Erhalt der Goetheschule.
Die FDP-Fraktionsmitglieder Ines Glatthor (Foto) und Friederike Rübhausen plädieren für den Erhalt der Goetheschule.

4.7.2016 | Die FDP Quickborn sieht sich durch das aktuelle Gutachten zur Bevölkerungsentwicklung bestätigt und plädiert erneut für den Erhalt der Goetheschule am jetzigen Standort.

 

„An den Quickborner Schulen soll es bald eng werden. Die Schülerzahl wird bis 2020 so stark steigen, dass einige Einrichtungen überlastet sein werden, sagt der Ingenieur Peter Kramer in seinem Gutachten zur „Bevölkerungs- und Gemeinbedarfsentwicklung der Stadt Quickborn bis zum Jahr 2030“ voraus.“ (Den Artikel finden Sie hier.) So zitieren die Fraktionsmitglieder Friederike Rübhausen und ines Glatthor die Tagespresse vom 2. Juli 2016.

 

Die FDP erinnert daran, dass sich die Fraktion seit 2014 dafür einsetze, dass die Goetheschule an ihrem jetzigen Standort erhalten bleibe und das Gebäude der ehemaligen Realschule Heidkamp komplett dem Elsensee-Gymnasium zugeschlagen werde. Begründet hätten die Liberalen dieses u.a. mit dem stetigen Anstieg der wachsenden Schülerzahlen am Elsensee-Gymnasium (ESG) (aktuell fünfzügig) und den gleichbleibenden Schülerzahlen an der Goetheschule (dreizügig).

 

Nun habe Quickborn sogar ein Gutachten, welches den großen Mehrbedarf an Klassenräumen bestätige. Die Planungsfehler der letzten Jahre würden immer deutlicher und brächten Quickborn zunehmend in Bedrängnis. „Eng wird es an der Goetheschule, die 2020 in das Schulzentrum-Süd umziehen soll. Sie soll eigentlich zweizügig geführt werden, müsste aufgrund der Schülerzahl aber mehrere Jahre lang jeweils drei Klassen einschulen.“ (Quickborner Tageblatt vom 02.07.2016) (...) „Am Elsensee-Gymnasium werden Kramer zufolge mittelfristig sechs Unterrichtsräume fehlen. Grund: Die Mittelstufe soll von 560 bis 2028 auf 760 Schüler wachsen. Notwendig sei dann eine Fünfzügigkeit, der aktuelle Umbau schafft aber nur Platz für drei Klassen pro Jahrgang. Ralf Gercken, Leiter des Teams Strategie-Management im Rathaus, betonte, dass das Raumkonzept für das ESG nur bei einer Dreizügigkeit funktioniere", zitieren Rübhausen und Glatthor erneut das Tageblatt.

 

In der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur und Freizeit vom 30. Juli2016 habe Fachbereichsleiter Ralf Gercken erläutert, „dass das derzeitig geplante Raumkonzept für das ESG nicht funktioniere“. Es fehlten schlichtweg die Räumlichkeiten. Nun könne man natürlich Gruppenräume streichen, ebenso die geplanten Räume für ein Berufsinformationszentrum, eine Lernwerkstatt usw. Alle Räume, die eine Schule erst attraktiv machten, würden nach Ansicht der FDP der Funktionalität zum Opfer fallen.

 

Tatsächlich fehlen dem Elsensee-Gymnasium insgesamt 9 Räume. Die Vorschläge der anderen Fraktionen lauteten: Man könne anbauen, neue Räume durch einen Teehaus-ähnlichen Neubau à la Dietrich-Bonhoeffer Gymnasium schaffen (SPD). Man solle vor allem ein genaues „Monitoring“ während der nächsten drei bis vier Jahre betreiben, um die Entwicklung im Auge zu behalten, so Verwaltung und CDU. Vielleicht müsse man sogar ortsfremde Schüler abweisen?

 

Innerhalb der nächsten drei bis vierJahre sei der Umbau des ESG für über 15 Millionen EUR fertiggestellt, so die FDP. Dabei sei zu überlegen, ob nicht allein schon die Gelder für den 2,5 Mio EUR teuren Zwischenbau sinnvoller verwendet könnten, wenn man das Realschulgebäude als neue Eingangs- und Mehrzweckraumlösung für das ESG mit einbeziehen könnte.

 

Die FDP-Fraktion stellt fest: „Quickborn hat ein funktionierendes Schulgebäude in der Goethestraße mit mind. 12 Schulräumen stehen plus ein Realschulgebäude, das annähernd über genauso viele Räume verfügt. Beide Schulen hätten ausreichend Platz. Die FDP möchte Geld in einen Umbau investieren, der Sinn macht und nicht in einen, der gefällt. Fakt ist: Wir stehen nach wie vor für

Gespräche bereit, die eine Gesamt-Lösung mit Erhalt der Goetheschule vorsehen."

 


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