Eine Kreuzfahrt, die ist - vergnüglich!

Unterhaltung auf hohem Niveau bot das emBRASSment-Quintett in der Marienkirche.
Unterhaltung auf hohem Niveau bot das emBRASSment-Quintett in der Marienkirche.

21.6.2016 | Auf eine „Ostsee-Kreuzfahrt" nahm das Leipziger Blechbläser-Quintett „emBRASSment" die Zuhörer bei ihrem Konzert in der Quickborner Marienkirche mit - und diese folgten begeistert der musikalischen Tour in die Anrainerstaaten.

 

Schon zum vierten Male hatte Kirchenmusiker Michael Schmult als Organisator der Quickborner Musiktage das Ensemble nach Quickborn geholt - eine gute Entscheidung, wie nicht nur die bis auf den letzten Platz besetzte Marienkirche bewies, sondern auch der lang anhaltende Schlussapplaus.

 

Dieses Mal hatten die jungen Leipziger Musiker (Lukas Stolz und Christian Scholz an den Trompeten, Andreas Grün am Horn, Lars Proxa auf der Posaune und Tubist Niklas Kähler) etwas Besonderes mitgebracht:  Ein skandinavisches Programm mit dem Titel „Nordbetont“. Humorig nahm Nikolai Kähler in seiner Moderation die Zuhörer mit auf eine „Ostsee-Kreuzfahrt".

 

Die Reise startete in Lübeck, wo der in Dänemark geborene Barockkomponist Dietrich Buxtehude das Präludium samt Fuge in g-Moll für die Orgel geschaffen hatte. Die Musiker von emBRASSment stellten mit einer Transkription des Werkes gleich zu Beginn des Konzertes ihr Können unter Beweis. Zweite Station war Norwegen. Hier kam Griegs „Peer Gynt Suite Nr. 1“ zu Gehör. Ein Wirren und Surren in der Morgenstimmung, dramatische Klänge im Satz „Ases Tod“, dem „Anitras Tanz“ folgte und der mit einem weiteren Tanz in der „Halle der Bergkönigs“ endete.

Weiter ging es nach Stockholm. Hier wurde aus der Feder des Schweden Christer Danielsson der fanfarenartige 1. Satz aus seiner „Konsertant svit“ für Tuba und Quartett geblasen.

 

 

Der 1945 geborene dänische Komponist Morgen Andresen fand sich im Programm mit drei Norwegischen Tänzen wieder. Weiter ging es nach Aland, der Insel zwischen Schweden und Finnland. Dort wurde 1977 die Komponistin Soila Sariola geboren, deren „Nouse lauluni“ perfekt dargeboten wurde.

 

Die Ostseekreuzfahrt endete offiziell in Stockholm. Aus der schwedischen Hauptstadt brachten die Musiker ganz andere Töne mit, als die Zuhörer bis dahin gewohnt waren: Sie überraschten mit einem schwungvollen Potpourri vieler bekannter Abba-Songs, die man hätte mitsingen können. Weil sich die Kreuzfahrtgäste aber nicht von den Musikern trennen wollten, forderten sie mit stürmischem Applaus zwei Zugaben heraus. Mit Filmmusik der dänischen „Olsenbande“ und Solvejgs Lied aus der 2. Peer-Gynt-Suite verabschiedeten sich die Musiker. 


Kommentar schreiben

Kommentare: 0