Kulturverein mit ambitioniertem Programm

Haben sich viel vorgenommen: Johannes Schneider (1. Vorsitzender), Irene Lühdorff (2. Vorsitzende, r.) und Ann Kristin Schäcke (Schatzmeisterin).
Haben sich viel vorgenommen: Johannes Schneider (1. Vorsitzender), Irene Lühdorff (2. Vorsitzende, r.) und Ann Kristin Schäcke (Schatzmeisterin).

„Wir wollen dazu beitragen, dass Quickborn eine lebendigere und begehrenswertere Stadt wird!" Dieses Ziel hat der Kulturverein auf seiner ersten Mitgliederversammlung bekräftigt, zu der am Mittwoch, dem 8.6., rund 20 Gäste in den Musikraum des Schulzentrums Süd gekommen waren.

 

In den letzten Jahren sei einiges in der Stadt versäumt worden, erläuterte der 1. Vorsitzende Johannes Schneider. Jetzt gelte es, einen Blick über den Zaun zu werfen und Inspirationen von außen auch in Quickborn umzusetzen. Dafür suche man noch Mitstreiter, so die 2. Vorsitzende Irene Lühdorff, die nicht nur „Man müsste, man sollte, man könnte .." sagen würden, sondern die bereit und in der Lage seien, Ideen tatkräftig umzusetzen.

 

Zur Zeit zählt der Kulturverein 16 Mitglieder und ist damit seit der Gründung Anfang 2016 schon deutlich gewachsen. Neben Privatpersonen sind auch einige andere Vereine wie z.B. das Stadtmarketing im Kulturverein vertreten. Man könne sich auch vorstellen, einen Stammtisch zu organisieren, bei dem alle Vereine der Stadt zum Gedankenaustauch zusammenkämen.

 

Womit wir dann auch schon bei den vielen Projekten und Ideen  wären, über die Johannes Schneider berichtete. So werde gerade an einem Erscheinungsbild und einer Website für den Verein gearbeitet. Mit dem „Markt der Möglichkeiten" habe man eine erste Veranstaltung organisiert, die sehr gut angekommen sei. Bei dem Projekt „Quickborn macht sich hübsch!" seien mit der Anlage der Blumenwiese und der Boule-Bahn an der Ladestraße erste Erfolge zu verzeichnen. Auch die Idee, ein Schachbrett auf dem Forums-Platz anzulegen, sei in Kooperation mit der Stadtjugendpflege inzwischen umgesetzt. Gemeinsam mit den Stadtwerken sei eine sympathische Malaktion für Kinder geplant. Und am 3. November werde es eine Veranstaltung zur geschichtsträchtigen Allee Altona-Kiel geben. Bereits am 14. Oktober  wird der Kulturverein gemeinsam mit den Freunden der Kammermusik zu einem Konzert eines russischen Knabenchores  einladen und am 14. November folgt das Konzert eines Kammerchores aus St. Petersburg.

 

Langfristige Arbeit

Weil der Kulturverein langfristg plant, gibt es auch schon Überlegungen für 2017. So soll im April wieder der „Markt der Möglichkeiten” stattfinden und über eine Dokumentation der Denkmäler in Quickborn und vielleicht sogar einen Denkmals-Pfad wird nachgedacht. Ein großes Projekt ist eine Konzertreihe unter dem Arbeitstitel „Himmelmoor-Konzerte", von der sich der Verein eine Alleinstellung in der Region verspricht. Die Bandbreite solle von der Klassik bis zum Jazz reichen. Vielversprechende Gespräche gebe es mit einem Investor, um gemeinsam mit dem  Kunstverein einen Ort der Begegnung in Quickborn zu schaffen. Auch über einen Ausbau des kulturellen Netzwerks in Quickborn werde nachgedacht.  Geprüft werden soll auch, ob auf dem Forums-Platz eine Litfass-Säule errichtet werden kann, auf der auf die kulturellen Veranstaltungen in Quickborn aufmerksam gemacht werden.

 

Schatzmeisterin Ann Kristin Schäcke erstattete einen ersten Kassenbericht.  Neben den Beiträgen der Mitglieder, einer kleineren Spende und Fördermitteln des Kreises von 570 Euro steht dem Kulturverein projektbezogen eine Förderung der Stadt Quickborn in Höhe von 5.000 Euro in Aussicht. Der Verein wird sich um weitere Fördermittel bei relevanten Institutionen bemühen. Wer als Mitglied dabei sein möchte: Personen und Vereine zahlen einen Jahresbeitrag von 48 Euro, der ermäßigte Beitrag beträgt 24 Euro.  Damit auch in Zukunft alles seine Ordnung hat, wählten die Mitglieder einstimmig Bettina Schneider und Thomas Dänecke zu Kassenprüfern.

 

Musikalischer Auftakt

Was wäre die Mitgliederversammlung eines  Kulturverein bei allen handfesten Fakten zu Projekten und Plänen ohne einen Hauch von Kultur? Und so boten einige Solisten der Musikschule Quickborn unter Leitung von Lorenz Jensen nicht nur einen musikalischen Einstieg in die Veranstaltung, sondern legten auch Zeugnis ab von der kulturellen Arbeit in der Stadt. Jil Henne (Violine) und Jannis Reinke (Schlagzeug)  überzeugten u.a. mit einem eigenen Arrangement eines David Garrett- Stückes, Jakob Schilling ließ mit seiner Trompete „Feelings" aufkommen und Kilian Jensen bot am Flügel (wie praktisch, dass die Versammlung im Musikraum stattfand..) Improvisationen zu einem Pop-Song. Großer Beifall entließ die jungen Künstler nach ihrem Auftritt.


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Kommentare: 1
  • #1

    Knud Hansen (Freitag, 10 Juni 2016 14:53)

    Sehr geehrter Herr Kuchel,

    ich bitte um Richtigstellung der folgenden Aussage in Ihrem Artikel:
    "Neben Privatpersonen sind auch einige andere Vereine wie z.B. das Stadtmarketing im Kulturverein vertreten."

    Der Stadtmarketing Quickborn e.V.i.G ist kein Mitglied im Kulturverein, sondern folgte einer Einladung des Kulturvereins.

    Stadtmarkting Quickborn e.V.i.G.
    Knud Hansen
    -Öffentlichkeitsarbeit-