Erfolgreiche Nachtfalter-Aktion der Torfbahn

Die Nachtfalter wurden vor Ort vorgestellt (Foto: Torfbahn AG)
Die Nachtfalter wurden vor Ort vorgestellt (Foto: Torfbahn AG)

28.7.2026 | Am vergangenen Wochenende stand das Himmelmoor ganz im Zeichen der Nachtfalter. Zur jährlichen Kartierung luden die Torfbahner gemeinsam mit dem Biologen Timo Zeimet ein – und das Interesse war so groß wie nie zuvor. Bereits kurz nach Veröffentlichung der Veranstaltung musste ein Anmeldestopp verhängt werden. Am Sonnabend nahmen schließlich 45 Interessierte an der nächtlichen Exkursion teil.

 

Die Veranstaltung ist Teil des kontinuierlichen Engagements der Torfbahner, die sich nicht nur um den Erhalt und Betrieb der historischen Bahn kümmern, sondern vorrangig aktiv in der Umweltbildung und im Naturschutz im Himmelmoor tätig sind. Regelmäßig werden Führungen, Themenabende, gemeinsame Entkusselungstage und Projekte organisiert, um Besucherinnen und Besuchern die besondere Natur des Moores näherzubringen.

 

Nach einer kurzen Einführung führte die Torfbahn die Gruppe in das Moor hinein, wo an mehreren Stationen spezielle Lichtquellen aufgebaut wurden. Diese lockten zahlreiche Nachtfalter an, die vor Ort bestimmt und anschließend wieder freigelassen wurden. Für die Teilnehmer bot sich dabei die Gelegenheit, die oft unscheinbaren Insekten aus nächster Nähe zu betrachten und mehr über ihre Lebensweise zu erfahren.

 

Nachtfalter machen den Großteil aller Schmetterlingsarten aus. Während in Deutschland rund 190 Tagfalterarten vorkommen, gibt es mehrere tausend Nachtfalterarten – viele davon sind bislang nur wenig bekannt. Anders als ihre tagaktiven Verwandten orientieren sich viele Nachtfalter am Mondlicht oder reagieren empfindlich auf künstliche Lichtquellen, was sie besonders gut für solche Kartierungen zugänglich macht. Gleichzeitig gelten sie als wichtige Indikatoren für den Zustand von Lebensräumen, da viele Arten sehr spezialisiert auf bestimmte Pflanzen und Umweltbedingungen sind.

 

„Viele Arten wirken auf den ersten Blick unspektakulär, entpuppen sich aber bei genauerem Hinsehen als erstaunlich vielfältig“, erklärte Dan Zelck während der Führung. Mit fachkundigen Erläuterungen und anschaulichen Beispielen vermittelte er Wissen, das sowohl Einsteiger als auch naturkundlich Interessierte ansprach.

 

Neben dem Erlebnis stand auch der wissenschaftliche Nutzen im Mittelpunkt: Die erhobenen Daten werden an die zuständige Naturschutzbehörde übermittelt und tragen dazu bei, den Zustand des Moores sowie die Entwicklung der Insektenbestände zu dokumentieren. Insgesamt wurden in dieser Nacht 41 verschiedene Arten entdeckt.

 

Die Kombination aus Naturerlebnis, Wissensvermittlung und der besonderen Atmosphäre des nächtlichen Moores machte die Veranstaltung für viele Teilnehmer zu einem eindrucksvollen Erlebnis.

 

Die Veranstalter danken der VR-Bank-Bürgerstiftung für die finanzielle Unterstützung sowie Timo Zeimet für die fachliche Begleitung des Abends.

Leuchten lockten die Nachtfalter an, die dann für die Kartierung eingefangen werden konnten (Foto: Torfbahn AG)
Leuchten lockten die Nachtfalter an, die dann für die Kartierung eingefangen werden konnten (Foto: Torfbahn AG)
So konnten die Nachtfalter von den Teilnehmern erfasst werden (Foto:Torfbahn AG)
So konnten die Nachtfalter von den Teilnehmern erfasst werden (Foto:Torfbahn AG)

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