Ab 2. September: Express-Bus-Linie nach Niendorf-Markt

Die Ratsherrn Luca Moriconi (Bündnis 90/Die Grünen) und Thomas Katlun (FDP), Bürgermeister Thomas Beckmann, stellvertretender Nah.SH-Geschäftsführer Jochen Schulz, AKN-Geschäftsführer Matthias Meyer, VHH-Geschäftsführer Dr. Lorenz Kasch sowie die Ratsfrauen Astrid Huemke (SPD) und Annegret Tegen (CDU) vor ihrer ersten Fahrt mit dem neuen Expressbus der AKN von Quickborn nach Niendorf Markt

22.6.2024 | Das war eine besondere Busfahrt: Auf Einladung von Bürgermeister Thomas Beckmann testeten am Montag örtliche Spitzenpolitiker unter Begleitung führender Vertreter des ÖPNV die neue Express-Buslinie von Quickborn nach Hamburg-Niendorf, die ab 2. September  den S5-Ersatzverkehr erweitert.

 

Auf Initiative der Stadt Quickborn baut die AKN Eisenbahn GmbH zur dritten Bauphase des S-Bahn-Neubaus der geplanten Linie S5 den Standard-Schienenersatzverkehr (SEV), der bislang der bisherigen Schienverbindung folgt, mit einer attrativen Alternative weiter aus. Bei der neuen, vom Land Schleswig-Holstein finanzierten Express-Bus-Linie starten die Busse am ZOB in Quickborn und fahren nach einem Halt in Ellerau/Bahnstraße  über die A7 direkt nach Niendorf-Markt.

 

Der Standard-SEV, den die AKN während der Bauzeit der S5 auf der Strecke einsetzt, benötigt von Quickborn nach Hamburg Hauptbahnhof etwa 53 Minuten. Hier sind mehrere Umstiege erforderlich. Der neue Expressbus bietet den Fahrgästen eine Alternative zu viel angefahrenen Zielen mit weniger Umstiegen, die insbesondere in der Hauptverkehrszeit eine Entlastung darstellen wird.Ab Niendorf Markt stehen den Fahrgästen direkte Umsteigemöglichkeiten zur U2 zum Hamburger Hauptbahnhof mit Halten zum Beispiel an den Messehallen und am Jungfernstieg sowie zur Buslinie 5 mit Halten unter anderem in Hoheluft, Eimsbüttel, Grindelhof, Uni/Stabi, Dammtor,Stephansplatz, Jungfernstieg und Hamburg Hauptbahnhof zur Verfügung.

 

 

Fahrzeiten bei Nutzung des Expressbusses

 Quickborn bis Hamburg Hbf über U2

  • Abfahrt Quickborn: 07:10, Ankunft Niendorf Markt: 07:44
  • Umstieg in die U2: Abfahrt 07:49
  • Ankunft Messehallen: 08:05, Ankunft Jungfernstieg: 08.08
  • Ankunft Hamburg Hbf: 08:09
  • Damit ist die Fahrt mit dem Express-Bus bis zum Hauptbahnhof rund 12 Minuten schneller als mit dem Standard-SEV über Eidelstedt.

 

Der Expressbus fährt stündlich von Montag bis Freitag zwischen 05:10 Uhr und 20:10 Uhr ab Quickborn sowie zwischen 05:50 Uhr und 20:42 Uhr ab Niendorf Markt. Die planmäßige Fahrzeit variiert je nach Tageszeit undVerkehrsaufkommen und beträgt ca. 30 Minuten.

 

 Die eingesetzten Niederflurbusse bieten mindestens 45 Sitzplätze, einen Platz für
Rollstühle oder Kinderwagen. Sie können mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis
zu 100 km/h fahren, was zügige Fahrten über die Autobahn ermöglicht.


Stimmen zum neuen Expressbus

Thomas Beckmann, Bürgermeister der Stadt Quickborn: „Für die Stadt Quickborn
bedeutet der neue Expressbus eine deutliche Verbesserung der Verkehrsanbindung nach Hamburg. Dafür haben wir lange gekämpft und freuen uns über das positive
Ergebnis unseres Engagements. Unsere Bürgerinnen und Bürger profitieren von
kürzeren Fahrzeiten und mehr Komfort.“


Matthias Meyer, Geschäftsführer AKN Eisenbahn GmbH: „Wir freuen uns, unseren
Fahrgästen eine weitere bequemere Alternative zum bisherigen SEV und damit
mehr Komfort während der Bauzeit anbieten zu können. Der Expressbus wird vor
allem die Pendler:innen entlasten, er reduziert die Anzahl der Umstiege und bietet
eine direkte Fahrt nach Hamburg, insbesondere während der Hauptverkehrszeiten.“

Jochen Schulz, stellv. Geschäftsführer Nah.SH: „
Mit der zusätzlichen Investition für den Expressbus ergänzen wir unser Mobilitätsangebot und tragen so zu einer stabileren

und effizienteren Verkehrsanbindung bei."


Raimund Brodehl, Geschäftsführer des hvv: „
Der neue Expressbus ist ein wichtiger
Baustein auf unserem Weg der Optimierung des ÖPNV während der Bauphase der
S5. Gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten wir daran, den öffentlichen Verkehr
in der Region kontinuierlich zu verbessern und schnelle, grenzüberschreitende
Verbindungen und Anschlüsse zu schaffen, um den Menschen den Umstieg vom
Auto zu erleichtern.“


Dr. Lorenz Kasch, Geschäftsführer vhh.mobility: „
Die enge und partnerschaftliche
Zusammenarbeit zwischen den Verkehrsunternehmen ermöglicht es uns, innovative
Lösungen wie diesen beschleunigten Bus für den SEV, schnell umzusetzen und
damit den Bedürfnissen der Fahrgäste gerecht zu werden."

 

 Projekt S5

 Die Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein haben gemeinsam das Projekt zur Fortführung der S21 (seit 10.12.2023: S5) beschlossen. Der Streckenabschnitt von Eidelstedt bis nach Kaltenkirchen wird elektrifiziert und mit Stromschienen und Oberleitungen ausgestattet. Damit wird die Strecke von Kaltenkirchen bis zum Hamburger Hauptbahnhof durchgehend befahrbar, der Umstieg für die Fahrgäste in Eidelstedt entfällt. Ein weiteres Ziel ist ein stabilerer Fahrplan für die größer werdende Anzahl der Fahrgäste. Mit dem Projekt S5 gewährleistet die AKN eine sichere und zukunftsorientierte Verkehrsverbindung im Norden der Metropolregion Hamburg.

Stephan Günther, bei der VHH zuständig für Strecken- und Angebotsplanung und damit auch für die neue Linie, ließ es sich nicht nehmen, die Ehrengäste persönlich zu chauffieren
Stephan Günther, bei der VHH zuständig für Strecken- und Angebotsplanung und damit auch für die neue Linie, ließ es sich nicht nehmen, die Ehrengäste persönlich zu chauffieren

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Kommentare: 1
  • #1

    Anna (Mittwoch, 26 Juni 2024 12:46)

    Schön, dass ihr euch so feiern lasst.
    Ich frage mich jedoch, was dieser Bus genau bringen soll:
    1. wurde sich hier wohl verrechnet, die Verbindung mit dem Expressbus zum Hbf dauert nach diesem Beispiel 6 min länger, statt 6 min kürzer. Von Ellerau mag es vllt ca. gleich lang sein, wofür hier jedoch nicht mit Zahlen beworben wird.
    2. unabhängig davon, welche Strecke dann genau gesperrt ist, was hier nicht erwähnt wird, war in der 1. Bauphase das Hauptproblem, die viel längere Fahrzeit von Quickborn nach Ulzburg-Süd. Diese ist auch Teil der Ausweichroute für den zu selten fahrenden Bus 594 nach Norderstedt-Mitte. Deshalb wäre es viel nützlicher eine Schnellverbindung zur Linie A2 zu schaffen.
    3. Eine Linie über die Autobahn ist wenig flexibel. Bei einem Unfall mit Vollsperrung hängt man auf dem langen Abschnitt ohne Autobahnausfahrt sehr lange fest und man kann nicht einfach aussteigen. Desweiteren können hierdurch keine Stehplätze angeboten werden, die Kapazitäten sind also nur sehr begrenzt.

    Fazität: Schade, dass man somit die Chance verpasst hat, eine sinnvollere Linie zu schaffen bzw. stärken. Da hat man leider nicht genug nachgedacht.

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