Bundesverdienstkreuz am Bande für Elke Schreiber

Zur Überreichung der Auszeichnung durch Ministerpräsident Daniel Günther an Elke Schreiber hatte sich auch Quickborns Bürgermeister Thomas Beckmann eingefunden (Foto:Kreis Pinneberg)
Zur Überreichung der Auszeichnung durch Ministerpräsident Daniel Günther an Elke Schreiber hatte sich auch Quickborns Bürgermeister Thomas Beckmann eingefunden (Foto:Kreis Pinneberg)

25.1.2024 | Die Stellvertretende Kreispräsidentin und Quickborner AWO-Vorsitzende Elke Schreiber ist mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Ministerpräsident Daniel Günther überreichte ihr die Auszeichnung des Bundespräsidenten am vergangenen Dienstag in Kiel. Als Gratulanten waren vor Ort dabei: Kreispräsident Helmuth Ahrens, Landtagsabgeordneter Thomas Hölck und Quickborns Bürgermeister Thomas Beckmann.

 

Die Quickbornerin Elke Schreiber ist auf verschiedensten Ebenen ehrenamtlich aktiv. So engagiert sie sich seit zwei Jahrzehnten in der Arbeiterwohlfahrt (AWO) auf Orts- und Kreisebene. Seit 2010 leitet sie den Ortsverein Quickborn und ist stellvertretende Vorsitzende des AWO-Kreisverbandes Pinneberg. Daneben ist Elke Schreiber seit vielen Jahren im Kuratorium der „Stiftung für Senioren und ältere hilfsbedürftige Personen" und in unterschiedlichen Funktionen in der Kommunalpolitik tätig. Mitglied des Kreistages ist sie seit 2008, mittlerweile also seit 16 Jahren. Sie befindet sich bereits in ihrer zweiten Amtszeit als Stellvertretende Kreispräsidentin.

 

Bei ihrer Arbeit hat Elke Schreiber insbesondere ältere Menschen im Blick. So hat sie unter anderem die ehemalige Altentagesstätte zu einem Ort der Begegnung umgewandelt, um Seniorinnen und Senioren eine Gelegenheit zum Austausch, der Geselligkeit sowie sportliche Angebote zu ermöglichen. Außerdem wirkt sie mit Ausflugs- und Besichtigungsangeboten gegen die Alterseinsamkeit.

 

 

Die Laudatio

EIke Schreiber pflegt seit Ausbruch der Corona-Pandemie mit hoher lntensität insbe- sondere die Kontakte zu alleinlebenden Menschen. Sie stellt sich dieser Herausforde- rung mit ihrer ganzen Kraft und hohem Zeitaufwand, damit diese nicht vereinsamen und geschützt weiter am Leben teilhaben können. Elke Schreiber erfragt Sorgen und Nöte über Telefon sowie soziale Medien, um bei Bedarf helfend zu unterstützen. Dane- ben entwickelte sie einen Plan, um Altere und Bedürftige in dieser Situation mit AII- tagsmasken zu versorgen. Sie kümmerte sich um die Materialbeschaffung, die Koordi- nation der Herstellung sowie die Verteilung der Masken, die sie teilweise auch selbst übernahm.

 

Elke Schreiber fand ihre ehrenamtliche Heimat nach ihrem Eintritt in den Ruhestand im sozialen Bereich. Sie ist in der Arbeitenvohlfahrt (AWO) auf Orts- und Kreisebene seit zwei Jahrzehnten im Einsatz und leitet den Ortsverein Quickborn mit höchstem Enga- gement. Dieses Ehrenamt ist ihr eine Herzensangelegenheit, der sie bis heute in vielen Facetten mit Enthusiasmus nachgeht. Durch den Ausbruch der Corona-Pandemie sah sie sich gezwungen, die Vereinsaktivitäten zunächst einzuschränken. Aber auch diese Herausforderung meistert sie sehr souverän mit ihrer langjährigen sozialen Erfahrung.

Der Ortsverein Quickborn hat sich seit 2010 unter ihrer Führung zu einem anerkannten Bestandteil des gemeindlichen Lebens entwickelt. Die Angebote reichen von Hilfen für bedürftige Familien über Unterstützungen von einzelnen Kindern sowie Jugendlichen bis zu Hilfestellungen für ältere Menschen. Es ist Elke Schreiber ein Anliegen, dass sich ältere Menschen nicht einsam fühlen. Um dem entgegenzuwirken, hat sie einen leben- digen AWO-Treff initiiert und gemeinsam mit ihrem Team die ehemalige Altentagesstät- te zu einem Ort der Begegnung umgewandelt. Damit ermöglicht sie Seniorinnen und Senioren eine Gelegenheit des Austausches, der Geselligkeit sowie sportliche Angebo- te, um sie für einige Zeit aus dem häuslichen Umfeld zu lösen. Mit großer Leidenschaft kämpft Elke Schreiber für diesen Ort der geselligen Teilhabe. Außerdem wirkt sie mit

 

Ausflugs- und Besichtigungsangeboten gegen die Alterseinsamkeit. Aktuell entwickelte sie gemeinsam mit dem Gesundheitsamt ein Hygienekonzept, um den Betrieb der örtli- chen Begegnungsstätte in der Pandemie wiederaufzunehmen.

 

Seit 10 Jahren ist Elke Schreiber zusätzlich auf Kreisebene aktiv und übernimmt die Aufgaben der stellvertretenden Vorsitzenden des Kreisverbandes Pinneberg e.V. Die Förderung des Ehrenamtes, die Unterstützung des AWO-Jugendwerkes und Aktionen gegen Rassismus sowie gegen Fremdenfeindlichkeit sind Beispiele ihrer aktuellen Wir- kungsfelder.

 

Seit vielen Jahren engagiert sich Elke Schreiber zudem im Kuratorium der,,Stiftung für Senioren und ältere hilfsbedürftige Personen". Diese Stiftung verfolgt mildtätige Zwecke mit dem Ziel der Förderung der Altenhilfe. 2018 hat Elke Schreiber die Aufgaben der Beiratsvorsitzenden übernommen und ermöglicht durch Mittelbeschaffungen Besuchs- dienste, ambulante Hospizarbeit, Einzelfallhilfen sowie die Ausbildung von Betreuerin- nen und Betreuern.

 

lhr langjähriges kommunalpolitisches Engagement als Ratsfrau in Quickborn sowie als stellvertretende Bürgervorsteherin, Mitglied des Kreistages und stellverlretende Landrä- tin wurde neben ihrer Ausschuss- und Projektarbeit 2016 mit der Freiherr vom Stein Gedenkmedaille durch den lnnenminister gewürdigt. Heute ist sie 1. Stellvertretende Kreispräsidentin des Kreises Pinneberg.

 

Elke Schreiber ist außerdem ehrenamtliches Mitglied der Bundes-SPD-Kontroll- kommission. Dieses 9-köpfige Gremium kontrolliert den Vorstand sowie die Finanzen der Bundes-SPD und bearbeitet Beschwerden gegenüber Parteimitgliedern.

 

Dankesrede von Elke Schreiber

In ihrer Dankesrede hielt Elke Schreiber ein Plädoyer für das Ehrenamt.

 

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident, liebe Freundinnen und Freunde, sehr geehrte Damen und Herren,

 

als besondere Würdigung der Verdienste um das Gemeinwohl zeichnet der Bundespräsident sowohl politische, wirtschaftlich-soziale und geistige Leistungen

als auch Verdienste im sozialen, karitativen und mitmenschlichen Bereich aus.

 

Wie sie gerade erlebt haben, erhielten Harald Denkmann, Klaus Jens, Burkhard Pieske, Hartmut Pietsch und Elke Schreiber das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland. Wir 5 bedanken uns bei den Personen und oder Organisationen, die uns für diese hohe Auszeichnung vorgeschlagen haben und Ihnen Herr Ministerpräsident

für die Empfehlungen an den Bundespräsidenten sehr herzlich.

 

Uns ist bewusst, dass viele Personen diese Auszeichnung verdienen. Wir nehmen diese Auszeichnung daher auch stellvertretend für diese engagierten Bürgerinnen und Bürger

entgegen. Viele Menschen setzen sich ehrenamtlich auf die vielfältigste Weise für das ein, was ihnen wichtig ist.

 

Unsere Gesellschaft wird zur Zeit von vielen Krisen wie der Corona-Pandemie, den Auswirkungen des Klimawandels oder den Folgen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine und dem Krieg im Gaza-Streifen herausgefordert. Die Menschen sind verunsichert, sind unzufrieden und haben Angst vor der Zukunft.

 

Daher ist das Engagement der vielen Ehrenamtlichen gerade in diesen Krisenzeiten ein besonderer Schatz unserer Gesellschaft. Unser Bundespräsident hat im Jahre 2022 am Tag des Ehrenamtes u. a. gesagt: "Ihr Engagement ist nicht nur bedeutend für die Einzelnen,  denen Sie helfen, die ihnen unmittelbar danken. Sondern Ihr Einsatz schafft etwas für unsere ganze Gesellschaft: Sie sind alle miteinander Vorbilder, Sie sind Ermutiger, Sie fördern das Miteinander und den Gemeinsinn in unserem Land. In anderen Worten: Sie sind diejenigen, die unser Land stark

machen!"

 

43 % der Schleswig-Holsteiner*innen engagieren sich ehrenamtlich. Das sind fast über eine Million Menschen. Leider sind diese Zahlen in vielen Bereichen, wie z. B. in den

Sportvereinen, nach der Corona-Pandemie merklich zurückgegangen. Dabei hat doch ehrenamtliche Arbeit viele Vorteile.

 

Hier sind einige davon:

o Ehrenamtliche Arbeit gibt die Möglichkeit, soziale Verantwortung zu übernehmen und Dinge zu bewegen, die einem auch persönlich wichtig sind.

o Man kann Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen unterstützen und ihnen helfen, ihre Ziele zu erreichen.

o Durch das Engagement werden der Zusammenhalt unserer Gesellschaft und die demokratische Werte gestärkt.

o Ehrenamtliche Arbeit kann helfen, neue Fähigkeiten zu erlernen und Ihre bestehenden Fähigkeiten zu verbessern.

o Man kann neue Freunde finden und die eigenen sozialen Fähigkeiten verbessern.

o Ehrenamtliche Arbeit kann ein Gefühl der Erfüllung geben und helfen, Stress abzubauen.

o Das Ehrenamt wird immer wieder als das Rückgrat unserer Gesellschaft bezeichnet.

 

Tatsächlich hat ehrenamtliche Arbeit eine große gesellschaftliche Bedeutung, denn: Wer ein Ehrenamt ausübt, übernimmt soziale Verantwortung und hat die Chance, Dinge zu bewegen und nachhaltig zu verändern.

 

Sie sehen, es gibt viele Gründe, warum Menschen ein Ehrenamt ausüben wollen, manche davon sind sogar ganz praktischer Natur. Eine ehrenamtliche Tätigkeit ist

eine Win-Win-Situation: Einerseits bietet sie Erfüllung für die helfende Hand, andererseits wird für andere ein Nutzen aus dieser Hilfe geschaffen.

 

Daher ein Appell von uns an dieser Stelle: Ermuntern sie Ehemalige, ihre ehrenamtliche

Tätigkeit wieder aufzunehmen oder andere eine neue Aufgabe im Ehrenamt zu beginnen.

I

n diesem Sinne, meine Damen und Herren wünschen Ihnen Harald Denckmann, Klaus Jens, Burkhard Pieske, Hartmut Pietsch und Elke Schreiben ein gutes und

und vor allem auch ein friedvolles neues Jahr.

 

In diesem Sinne lassen sie mich mit einem Zitat von Willy Brandt enden:

„Der Frieden ist nicht alles, aber alles ist ohne den Frieden nichts!“

 

 

 


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