Radweg am Harksheider Weg wird saniert - A7-Brücke wieder ohne Ampel

Die A7-Brücke im Verlauf der Ulzburger Landstraße soll wieder ohne Ampel passierbar werden
Die A7-Brücke im Verlauf der Ulzburger Landstraße soll wieder ohne Ampel passierbar werden

24.1.2023 | Mit einer Pressemeldung hat die Stadt über die bevorstehende Sanierung des Radweges am Harksheider Weg informiert. In diesem Zusammenhang berichtet Bürgermeister Beckmann auch, dass die Ampelanlage an der A7-Brücke im Verlaufe der Ulzburger Landstraße abgebaut wird. Wir veröffentlichen die Presseinformation im Wortlaut.

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ie Vorbereitungen für eine Baumaßnahme mit erheblichen Auswirkungen auf die Straßenverbindung zwischen Quickborn und der Nachbarstadt Norderstedt laufen auf Hochtouren. Ab 06.02.2023 bis voraussichtlich Ende März muss der Harksheider Weg auf einem rund 800 Meter langen Abschnitt bis zur Stadtgrenze (Waldstraße) voll gesperrt werden. Die Sperrung betrifft den gesamten Kfz-, Fuß- und Radverkehr und somit auch die Busse der Linie 594. Diese Buslinie wird zwischen dem Bahnhof Quickborn und Norderstedt über die Friedrichsgaber Straße umgeleitet. Dadurch verlängert sich die Fahrzeit um einige Minuten und es kommt zu Fahrplanänderungen. Auf dem Abschnitt zwischen dem Bahnhof Quickborn und dem Heidefriedhof wird ersatzweise eine Sonderlinie eingerichtet. Genauere Informationen dazu wird es rechtzeitig an den betroffenen Bushaltestellen und unter www.hvv.de geben.

Grund ist eine überfällige Sanierung des vorhandenen Radweges. Dieser weist erhebliche Schäden auf, die den Nutzerinnen und Nutzern nicht nur den Komfort nehmen, sondern zugleich ein Sicherheitsrisiko darstellen. All zu leicht können die zahlreichen Risse und Verwerfungen zur Ursache von Stürzen werden. Es besteht dringender Handlungsbedarf, auch aus Sicht des Kreises Pinneberg, der die Baumaßnahme mit 200.000 € fördert.

In der Planungsphase hatte Bürgermeister Thomas Beckmann die Fachabteilungen in der Stadtverwaltung angewiesen, Alternativen zu einer Vollsperrung der Straße zu prüfen, um die Beeinträchtigungen für Verkehrsteilnehmer möglichst gering zu halten. Das Ergebnis war für alle Beteiligten enttäuschend: Angesichts der geringen Trassenbreite kommt aus Gründen der Verkehrs- und Arbeitsstellensicherheit und unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Aspekte nur ein Bau unter Vollsperrung in Betracht. Die zunächst erwogene Bauweise „vor Kopf“, mit der eventuell eine Fahrspur mit einem Ampelbetrieb hätte aufrechterhalten werden können, hätte den städtischen Kostenanteil um den Faktor 7 erhöht. In diesem Fall würde die Stadt Quickborn nicht 50.000 €, sondern 350.000 € für die Radwegsanierung aufwenden müssen, da die beträchtlichen Mehrkosten dieser Arbeitsweise nicht förderfähig sind und die Zuwendung des Kreises Pinneberg nicht vergrößern würden. Zudem bestünde bei dieser Vorgehensweise ein unkalkulierbares Risiko der Schädigung von Grünflächen und Bäumen und mithin die Gefahr, dass die Kosten sogar noch erheblich weiter steigen.

Die Beschränkung ist darauf zurückzuführen, dass die erforderliche Kappung der schädigenden Baumwurzeln unbedingt auch mit einem deutlichen Kronenrückschnitt einhergehen muss, der nicht in der Brutzeit ab 01. April stattfinden darf. Da im Falle einer Fertigstellung nach dem 31.03.2023 auch die Förderung der Maßnahme durch den Kreis Pinneberg entfiele, die die Finanzierung erst sicherstellt, besteht für eine Verschiebung leider überhaupt kein Spielraum und das vorgesehene Zeitfenster ist aus Sicht der Stadt alternativlos.

Neben der Vollsperrung hätte die Verwaltung den Verkehrsteilnehmern gern auch eine weitere Zumutung erspart, nämlich die Gleichzeitigkeit dieser Baumaßnahme und der Sperrung der AKN-Gleise, die ab 16.01.2023 einen Schienenersatzverkehr zwischen Ellerau und Burgwedel erfordert. Eine zeitliche Verschiebung der Radwegemaßnahme scheidet jedoch aus, da aufgrund naturschutzrechtlicher Maßgaben die Bauarbeiten nur zwischen dem 1. Oktober und dem 31. März umgesetzt werden dürfen.  

 

Ampelbetrieb auf der A7-Brücke wird ausgesetzt
Eine Umleitungsstrecke wird großräumig ausgeschildert. Allerdings werden sich infolge der Sperrung sicher auch Schleichverkehre entwickeln, die weitere Straßen stärker belasten. Dies dürfte auch für die Ulzburger Landstraße gelten. Damit im Bereich der dortigen Brücke über der Autobahn keine zusätzlichen Behinderungen entstehen, wird die zurzeit geltende Verkehrsregelung (Erprobung eines Ampelbetriebes) bis auf weiteres ausgesetzt. Auf der Brücke werden dann also wieder Fahrzeugbegegnungen möglich sein. Dafür muss wegen der geringen Straßenbreite allerdings wieder eine Breitenbegrenzung eingeführt werden, die Fahrzeuge über 2,0 m (inkl. Außenspiegel) ausschließt. Die Stadt kündigt an, diesbezüglich engmaschig zu kontrollieren und Verstöße zur Anzeige zu bringen. Der Verkehrsversuch wird durch diese Veränderung keineswegs grundsätzlich beendet. Das Verhalten der Verkehrsteilnehmer wird weiter durch Messeinrichtungen ermittelt. Die Auswirkungen der Maßnahme werden erfasst und bei der Auswertung des Verkehrsversuchs berücksichtigt. Dafür setzt die Stadt neben einem herkömmlichen Kfz-Zählgerät auch ein neues, hochmodernes Zählgerät ein, das die Anzahl der Radfahrenden verlässlich dokumentiert.

Obgleich der Radverkehr auf der Brücke derzeit ohnehin nur schwach ausgeprägt ist, legt die Stadt großen Wert darauf, Radfahrende besonders zu schützen. So wird ein Überholverbot eingerichtet, das auch das Überholen von Radfahrenden einbezieht. Dazu wird im Brückenbereich auf der Fahrbahn mit gelber Markierungsfolie eine durchgezogene Mittellinie nach Vorgaben der Straßenverkehrsordnung aufgebracht. Diese Fahrstreifenbegrenzung darf nicht überfahren werden. Außerdem werden Markierungen und Schilder zu besonderer Rücksicht gegenüber Radfahrenden mahnen. Auf die Fahrbahn aufgeklebte, gelbe Fahrradsymbole sowie beidseitig aufgestellte Bannerrahmen mit der Aufforderung zur gegenseitigen Rücksichtnahme, werden an der Brücke besonders ins Auge fallen. Zur besonderen Verdeutlichung der Breitenbegrenzung werden vor und hinter der Brücke sowie im Bereich des Ohlmöhlenweges noch Fahrbahnteiler aufgebaut.

Bürgermeister Thomas Beckmann: „Die Stadt Quickborn investiert zurzeit viel Geld und personelle Ressourcen in Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit und der Attraktivität des Radverkehrs. Dies lässt sich z.B. an den gerade vorgenommenen Veränderungen des Straßenquerschnitts des Ohlmöhlenweges und demnächst an der Ausformung der neuen Radverkehrs-Hauptverbindung zwischen den Stadtteilen Ort und Heide durch die entstehende Gewerbegebietserweiterung (Mária-Telkes-Straße) ablesen. Selbstverständlich werden wir in diesem Sinne auch die Wiederöffnung der Brücke für den Begegnungsverkehr gestalten.“

Für den Abbau der Ampelanlage, das Anbringen von Markierungen und den Aufbau von Verkehrszeichen wird die Ulzburger Landstraße im Bereich der Autobahnbrücke am 02. und 03.02.2023 voll gesperrt.

 

 


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