Arbeitsgruppe will „Klimaschutzmanagement"

Noch vor Corona hatten sich Vertreter aller Parteien zu einer Klima-Arbeitsgruppe zusammengefunden
Noch vor Corona hatten sich Vertreter aller Parteien zu einer Klima-Arbeitsgruppe zusammengefunden

16.2.2021 | Nachdem eine Arbeitsgruppe aus allen Quickborner Fraktionen im letzten Jahr den Konsens zum Klima- Umwelt- und Naturschutz erarbeitet hat, der im September 2020 in der Ratsversammlung einstimmig beschlossen wurde, stellt sie jetzt den nächsten Meilenstein-Beschluss für Quickborns Umwelt vor. Im aktuellen Haushalt 2021/22 sollen pro Jahr insgesamt 80.000 Euro bereitgestellt werden, je zur Hälfte für eine neue Personal-Stelle „Klimaschutzmanagement“ sowie für konkrete Maßnahmen zum Klimaschutz.

 

Entsprechend Quickborns Größe und Einwohner:innenzahl soll dafür eine Teilzeitstelle (0,5 VK) eingerichtet werden, die zunächst auf zwei Jahre befristet ist.

Die Vorteile eines professionellen Klimaschutzmanagements liegen auf der Hand. Neben der Identifizierung möglicher Handlungsfelder wird die Hauptaufgabe die Beschaffung öffentlicher Fördermittel zur Finanzierung von Klimaschutz-Maßnahmen sein. Für viele Fördermaßnahmen ist ein solches Klimaschutzmanagement die Voraussetzung. Somit rentiert sich diese Stelle doppelt: Für Quickborns Umwelt und die Finanzen.

Doch auch wenn langfristig aktiver Klima-, Umwelt- und Naturschutz die Folgekosten aus entstandenen Klima-, Umwelt- und Naturschäden reduzieren oder im besten Fall gänzlich vermeiden kann, sind Anschubfinanzierungen erforderlich. Bei rechtzeitiger Beantragung noch in 2021 reduzieren sich allerdings die von Quickborn zu tragenden jährlichen Kosten auf insgesamt 20.000 Euro, da bis zu 75 % aus dem CO2-Klimafonds des Bundes übernommen werden. Spätere Anträge werden mit deutlich geringeren Quoten gefördert. So konnte die Arbeitsgruppe trotz der äußerst herausfordernden Haushaltssituation und wegbrechender Steuereinnahmen mit ihren Vorschlägen ein Zeichen für Klima-, Umwelt- und Naturschutz setzen und die Mehrheit ihrer Fraktionsmitglieder überzeugen. Sie bringt nun den entsprechenden Antrag in die Gremien ein.

Weiterhin schlägt die Arbeitsgruppe vor, auch Quickborns Nachbargemeinden aus der Verwaltungsgemeinschaft auf ihr Interesse an einer Beteiligung anzusprechen. Aufgrund ihrer geringeren Größe und Einwohner:innenzahl können diese voraussichtlich kein eigenes Klimaschutzmanagement einrichten, haben aber in ihrem eigenen Gemeindegebiet bestimmt ebenso Bedarfe für Verbesserungen.

Am 18.02.2021 ab 19.00 Uhr wird der Antrag im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt vorgestellt, Interessierte können an der öffentlichen „Hybrid-Sitzung“ teilnehmen oder sie per Video-Streaming verfolgen. Informationen hierzu stehen auf der Homepage der Stadt Quickborn.


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