NDR berichtet über Quickborner Filmemacher

Der Quickborner Filmemacher Louis Bennies steht im Mittelpunkt eines NDR-Beitrages (Screenshot NDR-Website)
Der Quickborner Filmemacher Louis Bennies steht im Mittelpunkt eines NDR-Beitrages (Screenshot NDR-Website)

22.11.2020 |  Am Sonnabend hat das Schleswig-Holstein-Magazin  des NDR über den Quickborner Filmemacher Louis Bennies und sein aktuelles Projekt berichtet. Im folgenden geben wir den Text-Beitrag wieder, der auf der Website des NDR dazu zu finden ist. Der Original-Filmbeitrag ist hier anzuschauen.

 

Quickborner Filmstudent macht sich für Autismus stark

von Jelto Ringena

Wer die Wohnung von Louis Bennies in Quickborn (Kreis Pinneberg) betritt, merkt sofort: Hier wohnt ein Filmfreak. Poster von "Der Pate" an der Wand, Star Wars Druide C3PO als Actionfigur im Regal und DVDs soweit das Auge reicht. Besondere Editionen hat Bennies sogar in Schutzfolie eingepackt. Der Film ist definitiv die Leidenschaft des 21-Jährigen. Neben Klassikern oder besonderen Director's-Cut-Editionen hat er auch viele Filme zum Thema "Autismus" in seiner Sammlung - aus einem guten Grund: Der Filmstudent ist selbst Autist mit Asperger-Syndrom - und interessiert sich besonders dafür, wie die Entwicklungsstörung im Film dargestellt wird.

 

Kiste mit Klischees

Louis Bennies mit der Kamera am Filmset. © Louis Bennies

Filmemacher Louis Bennies will vor allem mit Klischees über Autisten aufräumen.

Meistens ist Bennies aber nicht zufrieden damit, wie Menschen mit Autismus im Film auftreten. "Filme haben einen gewissen Drang zur Dramatik", sagt der angehende Filmproduzent. "Im Film wird vieles sehr überspitzt, da ist eigentlich egal, worum es geht." Ob Liebe, Action, Horror - alles sei in gewissen Situationen überspitzt dargestellt, meint Bennies. "Und das trifft eben auch auf Autismus zu: Da greift man gerne in eine Kiste mit Klischees."

 

"Autismus ist nicht unbedingt eine Behinderung"

Für Bennies selbst ist das bei manchen Filmen verwirrend oder sogar verletzend, auch bei dem wohl bekanntesten Film über Autismus: "Rain Man". Eine Szene aus Barry Levinsons Hollywood-Streifen ist Bennies als besonders befremdlich in Erinnerung geblieben - als die beiden Hauptfiguren am Flughafen stehen und verreisen wollen. "Wie er da seinen Koffer so sehr eng umklammert, und dann wippt der Hauptdarsteller die ganze Zeit auf und ab und starrt nur in eine Richtung", beschreibt Bennies die Szene. In seinen Augen werde der autistische Protagonist dargestellt, als sei er bedeutend beeinträchtigt - ganz zur Irritation des jungen Filmemachers: "Aber Autismus ist halt nicht unbedingt eine Behinderung, sondern mehr eine Einschränkung."

 

Eigener Kurzfilm - mit Autismus als Thema

Louis Bennies mit der Kamera am Filmset im Hintergrund hält eine Person ein Licht fest. © Louis Bennies

Autismus und Liebe sind die Leitmotive des Kurzfilms "Signale", den Filmemacher Louis Bennies aus Quickborn gedreht hat.

 

So ausgeprägt wie in "Rain Man" sei Autismus nicht immer, sagt Bennies. In seinem eigenen Film möchte er das zeigen: Der Quickborner studiert Digital Film Produktion und dreht zurzeit einen Kurzfilm mit dem Titel "Signale". Es geht um einen jungen Autisten, der sich in der Schule in ein Mädchen verliebt - und um die Schwierigkeiten, die es mitbringt, als Autist verliebt zu sein. "Ich will den Menschen zeigen, dass wir Autisten dieselben Bedürfnisse haben wie alle anderen auch", sagt Bennies. "Ich glaube nämlich nicht, dass es allgemein akzeptiert ist, dass Autisten auch eine Beziehung wollen."

 

Schauspieler kommen über Facebook

Über Facebook hat Bennies dafür Schauspieler gesucht. So ist der Hauptdarsteller Björn Möller zum Projekt gekommen. Er hatte vorher in seinem Leben noch gar keine Berührungspunkte mit Autismus, sagt er. "Ich musste mir erst mal massenweise Dokus reinziehen, um mich in die Rolle einzufinden", erzählt der Schauspieler, kurz bevor er gemeinsam mit dem jungen Regisseur eine Szene nachvertont. "Und dann hat Louis mir natürlich auch immer noch Tipps gegeben und erzählt, wie sich Autisten in der Gesellschaft verhalten." Dabei seien die Dreharbeiten nicht immer einfach gewesen.

"Dadurch, dass Louis spezielles Interesse Film ist, hat er eine große Geduld aufgewendet", sagt Möller. "Wir haben unglaublich viele Einstellungen gedreht, das hat manchmal echt Nerven gekostet." Der Aufwand sei aber notwendig gewesen, damit es perfekt wird, meint der Schauspieler. "Und im Nachhinein bin ich da superfroh drüber."

 

Nachvertonung gemeinsam mit dem Filmteam

Wenn es ums Filmemachen geht, ist Louis Bennies voll in seinem Element. Und auch bei der Nachvertonung geht es mit viel Liebe um die Details. Nachdem mit dem gesamten Team alles nochmal genau durchgesprochen ist, geht es nach draußen. Und während die Schauspieler die Texte noch einmal durchsprechen, hört der Regisseur mit Kopfhörern und Tonangel bewaffnet schon mal die Kulisse ab. "Hier geht es nicht", urteilt Bennies, "zu viele Vögel zwitschern im Hintergrund, da bekomme ich nachher Probleme im Schnitt." Das bedeutet: Alle ins Auto und los zu einer Wiese im Wald - und dort schließlich können die Tonaufnahmen dann ohne Probleme ablaufen.

 

"Signale" soll auf die Kinoleinwand

Viel fehlt laut Bennies nicht mehr, bis "Signale" fertig ist: Die Musik müsse noch hinterlegt werden, die Farben angepasst und ein paar Szenen nachvertont. Dann, sagt der Filmemacher, sei der eigene Kurzfilm endlich bereit für die große Leinwand. Sobald es geht, will der Quickborner seinen Film bei Filmfestivals einreichen. Damit wartet er aber noch so lange, bis die Kinos wieder öffnen. Ein Online-Filmfest sei einfach nicht das Gleiche wie live bei einem der Festivals zu sein: Für seine Premiere möchte Bennies das ganze Drumherum erleben - und natürlich auch die Reaktionen der Zuschauer mitkriegen.

 

Mitte kommenden Jahres soll "Signale" das erste Mal zu sehen sein, hofft der Quickborner. Und dann wird es ja vielleicht auch eine DVD geben, die - in eine Schutzhülle eingeschlagen - einen besonderen Platz in Bennies Regal findet.

 

Zum 1. November 1993 haben die Eltern von Eike Kuhrcke das Pflegeheim in Breitenberg übernommen, sie hatten es aus einer Insolvenz heraus gekauft. „Schon am ersten Tag musste ich wegen fehlender Mitarbeiter mit helfen“, sagt Eike Kuhrcke, der damals ein Gymnasium in Itzehoe besuchte. Dienste nach der Schule und am Wochenende waren für ihn Alltag. Nach dem Abitur studierte er Wirtschaftsinformatik und wurde fast parallel, mit 19 Jahren, zum Geschäftsführer bestellt. 2003 übernahm er das Pflegeheim „Haus im Bramautal“ in Wrist. Zusammen bieten die Pflegebetriebe 66 Plätze, 35 davon in Breitenberg. Bei Übernahme gab es dort sogar 50 Plätze, da damals noch Doppelzimmer vorherrschten. In den Jahren wurde das Haus immer weiter modernisiert, es wurde aus- und angebaut.

– Quelle: https://www.shz.de/21464597 ©2020

Zum 1. November 1993 haben die Eltern von Eike Kuhrcke das Pflegeheim in Breitenberg übernommen, sie hatten es aus einer Insolvenz heraus gekauft. „Schon am ersten Tag musste ich wegen fehlender Mitarbeiter mit helfen“, sagt Eike Kuhrcke, der damals ein Gymnasium in Itzehoe besuchte. Dienste nach der Schule und am Wochenende waren für ihn Alltag. Nach dem Abitur studierte er Wirtschaftsinformatik und wurde fast parallel, mit 19 Jahren, zum Geschäftsführer bestellt. 2003 übernahm er das Pflegeheim „Haus im Bramautal“ in Wrist. Zusammen bieten die Pflegebetriebe 66 Plätze, 35 davon in Breitenberg. Bei Übernahme gab es dort sogar 50 Plätze, da damals noch Doppelzimmer vorherrschten. In den Jahren wurde das Haus immer weiter modernisiert, es wurde aus- und angebaut.

– Quelle: https://www.shz.de/21464597 ©202

Kommentar schreiben

Kommentare: 0