1. Spatenstich für Erweiterung der Waldschule

Astrid Huemke, Corinna Blödorn, Marco Weckbrodt, Thomas Köppl, Helge Maurer, Eike Kuhrcke und Bernd Weiher griffen für die Zeremonie zum Spaten (v.l.)
Astrid Huemke, Corinna Blödorn, Marco Weckbrodt, Thomas Köppl, Helge Maurer, Eike Kuhrcke und Bernd Weiher griffen für die Zeremonie zum Spaten (v.l.)

30.6.2020 | Zahlreiche Beteiligte hatten sich gestern an der Waldschule eingefunden, um mit einer symbolischen Geste den Start für den 1. Bauabschnitt der Erweiterung der Grundschule zu begehen. Mt Investitionen von 5 Millionen Euro entstehen 4 Klassenräume, eine Mensa und ein Musikraum.

 

In einer kurzen Ansprache erinnerte Bürgermeister Thomas Köppl an die Vorgeschichte: Nachdem die Stadt vom Land eine Förderzusage über 800.000 Euro erhalten hatte, musste es schnell gehen, um die Summe nicht verfallen zu lassen. Köppl zeigte sich erfreut, dass bei den Ausschreibungen auch  Unternehmen aus der Region zum Zuge kommen konnten. So waren denn auch neben verantwortlichen Ortspolitikern viele der Baubeteiligten vertreten.

 

Die Politik vertraten der Erste Stadtrat Bernd Weiher, Astrid Huemke (SPD) als Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Kultur und Freizeit sowie Ratsherr Eike Kuhrcke. Aus der Verwaltung waren Helge Maurer und Birgit Gärtner (Fachbereichsleiter und Projektleiterin „Liegenschaften"), Burckhardt Arndt und Kirsten Petersen (Fachbereichsleiter und  Mitarbeiterin „Schulangelegenheiten") dabei. Die Schule vertraten Leiterin Corinna Blödorn und ihre Stellvertreterin Franziska Hellriegel sowie Marco Weckbrodt, der 1. Schulelternbeiratsvorsitzende. Von den ausführenden Firmen nahmen an der Zeremonie teil: Daniel Kinz und Vanessa Jung (Gössler, Kinz, Kerber, Schippmann; Entwurfsarchitekten Leistungsphase 1 -4), Knut Koppitz (Entwurfsarchitekt Leistungsphase 5 -8), Marlies und Dr. Lutz Meyer (Tragwerksplaner Dr. Wessels & Partner GbR, Quickborn), Enrico Thomann (Thomann Straßen- und Tiefbau, Ellerau) und Nuri Arifi (Nuro-Bau, Rohbau, Quickborn).

 

Wie Fachbereichsleiter Helge Maurer erläuterte, geht Quickborn bei der Schulerweiterung mit der sogenannten Clusterbauweise neue Wege: Die vier Klassenräume werden nicht durch lange Gänge erreicht, sondern sind durch eine gemeinsame Mitte verbunden, die als offene Lernlandschaft gestaltet werden soll. Maurer: „Dafür gibt es in Schleswig-Holstein noch gar keine allgemeinen Bauvorschriften, aber wir haben uns an Hamburger Regeln orientiert und konnten so den Brandschutzvorschriften gerecht werden und auch die Sachverständigen und Prüfer überzeugen."

 

Die neuen Räume sollen auch für kulturelle Veranstaltung zur Verfügung stehen und so die Funktion der Waldschule als Zenrtum in Quickborn-Heide ausbauen.

Rektorinn Corinna Blödorn freut sich über die neuen Räume. Nach den Sommerferien startet die Grundschule dreizügig mit 250 SchülerInnen.
Rektorinn Corinna Blödorn freut sich über die neuen Räume. Nach den Sommerferien startet die Grundschule dreizügig mit 250 SchülerInnen.
So soll der Neubau aussehen. Das denkmalgeschützte Hauptgebäude aus den 50er Jahren bleibt erhalten, hier sollen in Zukunft die Schulleitung, die Verwaltung und die Lehrerzimmer konzentriert werden
So soll der Neubau aussehen. Das denkmalgeschützte Hauptgebäude aus den 50er Jahren bleibt erhalten, hier sollen in Zukunft die Schulleitung, die Verwaltung und die Lehrerzimmer konzentriert werden

In Dunkelgrau ist der 1. Bauabschnitt zu sehen. Entgegen den ersten, öffentlich vorgestellten Planungen, bei denen der Bau an der hinteren Linie des Altbaus ansetzte, wurde er klammheimlich nach vorne verschoben. Wegen des Baukörpers sind auch noch Rechtsstreitigkeiten mit Anwohnern anhängig.

 

Im 2. Bauabschnitt sollen eine Bibliothek, ein Raum der Stille und 8 Klassenräume entstehen. Zum 3. Bauabschnitt gehören eine Sporthalle, eine Betreuungsschule und ein Kunstbereich. Der Zeitplan für die Realisierung ist aber noch offen.


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Kommentare: 1
  • #1

    Lisbeth Larsen (Sonntag, 05 Juli 2020 20:16)

    Bei dem hier mit als "Rechtstreitigkeiten mit Anwohnern" betitelten Vorgang handelt es sich um nichts geringeres als eine
    --NORMENKONTROLLKLAGE-- vor dem OLG Schleswig.
    Sollte die Stadt den Streit vor dem OLG verlieren (und diese Möglichkeit ist juristisch nicht von der Hand zu weisen)
    entstehen Schadensersatzansprüche im hohen 6-stelligen Bereich, und das bei ohnehin klammer Kassenlage der Stadt.
    Wenn ein "gut Ding" keine Weile haben darf, muss es möglicherweise erst sehr teuer werden, damit ein Lernprozess in der Verwaltung einsetzt.
    Lisbeth Larsen
    BfQ (Bürger für Quickborn)