Rotary Club hilft afrikanischen Studierenden in Deutschland

Rotarier Dr. Stefan Liebing gab den Anstoß für die Nothilfe-Aktion
Rotarier Dr. Stefan Liebing gab den Anstoß für die Nothilfe-Aktion

27.4.2020 | Corona-bedingte Betriebsschließungen haben in den
vergangenen Wochen besonders Studierende hart getroffen. Aushilfsjobs in
Geschäften oder Restaurants wurden gekündigt. Während deutsche Staatsbürger notfalls mit staatlicher Unterstützung rechnen können, stehen ausländische Studierende oft vor dem Nichts. Deshalb haben die Quickborner Rotarier jetzt eine Nothilfe-Aktion speziell für Studierende auf Kamerun gestartet.

 

Aufmerksam auf das Problem wurde der Quickborner Rotarier Stefan Liebing,
zugleich Honorarkonsul von Kamerun in Norddeutschland: „Uns haben zahlreiche
Hilferufe von Kameruner Studierenden erreicht, die nicht mal mehr genügend Geld
haben, um ihre Miete zu bezahlen oder sich Essen zu kaufen.” Rund 5000 Studierende aus Kamerun halten sich derzeit bundesweit auf, einige
hundert Betroffene davon in den norddeutschen Bundesländern, die das
Hamburger Konsulat betreut.


Innerhalb weniger Stunden hat daher der Rotary Club Quickborn ein
Nothilfeprogramm auf die Beine gestellt. In nicht einmal 24 Stunden haben die
Aktiven bereits rund 7000 Euro an Spenden mobilisiert. Schon am Montag sollen
davon erste Überbrückungszahlungen an hilfsbedürftige Kameruner überwiesen
werden. Clubpräsident Peter Heydorn: „Es geht hier wirklich um Tage und uns ist
es wichtig, schnell und unbürokratisch Hilfe zu leisten.“ Ein Ausschuss des Clubs
hatte Bewerbungen von rund 20 jungen Kamerunern am Wochenende gesichtet
und entschieden. Je nach Dauer der Krise könnte die finanzielle Unterstützung auf
bis zu drei Monate verlängert werden, so Projektverantwortlicher Rüdiger Lang.
Daneben bemüht sich der Rotary Club, den Betroffenen durch sein Netzwerk bei
der Suche nach neuen Aushilfsjobs zu helfen.


Der RCQ freut sich über zahlreiche Unterstützer des Projekts: Spendenkonto:
Rotary Club Quickborn; IBAN: DE 13230510300007096183.
Hinweise zu möglichen Jobs sind ebenfalls herzlich willkommen.
Liebing:„Ziel ist es, das Projekt auch auf Studierende aus weiteren afrikanischen Staaten auszuweiten und hier eine schnelle und unbürokratische Hilfe zu gewährleisten."



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