Standing Ovations für Klaus H. Hensel

Mit Kupferstichen der Marienkirche und des Himmelmoores bedankten sich Bürgermeister Thomas Köppl und Bürgervorsteher Henning Meyn im Namen der Stadt Quickborn bei Klaus-H. Hensel  und seiner Frau Liselotte für das langjährige Engagement
Mit Kupferstichen der Marienkirche und des Himmelmoores bedankten sich Bürgermeister Thomas Köppl und Bürgervorsteher Henning Meyn im Namen der Stadt Quickborn bei Klaus-H. Hensel und seiner Frau Liselotte für das langjährige Engagement

27.2.2020 PI | Standing Ovations für einen Politiker? Wovon in der Bundespolitik zur Zeit wohl mancher träumt, in Quickborn ist es möglich: Mit großem Beifall verabschiedeten die Mitglieder der Ratsversammlung und zahlreiche Gäste Klaus-H. Hensel (CDU), der dem Rat 46 Jahre ununterbrochen angehörte und  37 Jahre als Stadtrat Stellverteter von drei Bürgermeistern war.

 

Zu der Zeremonie waren u.a. Quickborns ehemaliger Bürgermeister Günther Thonfeld und Bilsens ehemaliger Bürgermeister Rainer-Ute Harms angereist, der stellvertretende Wehrführer Daniel Dähn vertrat die Feuerwehr.

Bürgervorsteher Henning Meyn erklärte, Hensel hinterlasse in Quickborn eine einmalige Erfolgsbilanz und genieße überall große Anerkennung. Er erinnerte daran, wie sich Quickborn in den 50 Jahren der kommunalpoiltischen Tätigkeit Hensels verändert habe: So habe es kein Rathaus, keine Innenstadt und kein Gymnasium gegeben, das Gewerbegebiet Halenberg und viele Neubaugebiete seien entwickelt worden. Alle diese Projekte habe Hensel begleitet, teilweise auch angestoßem. In den letzten Jahren habe er sich mit Ideen, Fantasie und auch mit Beziehungen sehr um die Zukunft des Himmelmoores verdient gemacht.

 

Bekannt sei Hensel für das akribische Studium der Verwaltungsvorlagen, seine gute Vernetzung mit Vereinen und Verbänden, seine Pünktlichkeit und seine Fähigkeit, in schwierigen Situationen die notwendige Kompromissformel zu finden und diese dann auch durchzusetzen. „Sein Wort zählt, auf ihn ist Verlass!" Als Kommunalpolitiker und als Stadtrat habe er mit drei Bürgermeistern zusammengearbeitet und es spreche für ihn, dass er mit allen gut zurecht gekommen sei. Er habe das Wohl der Stadt und ihrer Bewohner immer besonders hoch gehalten. „Herzlichen Dank für 50 Jahre Kommunalpolitik!"

 

Einen Dank sprach Meyn auch an Hensels Frau Liselotte aus, die viel Verständnis für die Aktivitäten ihre Mannes aufgebracht habe. „Wir wünschen Euch eine glückliche Zukunft! Lasst mal wieder von Euch hören!"

Bürgerneister Thomas Köppl erinnerte an die langjährige Zusammenarbeit, ab 1996 zunächst auf Parteibasis, ab 1998 in der Fraktion, ab 2000 Hensel als Erster Stadtrat und Köppl als Bürgervorsteher, seit 2004 mit Köppl als Bürgermeister. Es habe keine einzige Minute gegeben, in der er an der Loyalität Hensels gezweifelt habe, rund 100 Termine pro Jahr habe ihm Hensel abgenommen. Auch schwierige Situationen habe er mit Ruhe und Souveränität bewältigt. „Kompetenz, Überblick, Ruhe und Verstand - alles Attribute, die Dich bei Deiner Tätigkeit als Erster Stadtrat beschreiben!"

 

Wie kein anderer kenne Hensel die Stadt Quickborn und wie kaum ein anderer die Stadtverwaltung. Seine vielfältigen Kontakte habe er stets zum Wohle der Stadt eingesetzt. „Du warst immer ein guter Partner im Austausch, treuer Berater und kritischer Begleiter!" Er kündigte an, dass er sicher auch noch ab und an telefonisch um Rat bitten werde - unter Beachtung des Datenschutzes selbstverständlich!

 

Köppl dankte auch im Namen der Vewaltungs-Mitarbeiter, viele Fachbereichs-leiterInnen waren zur Zeremonie in die Ratsversammlung gekommen. Auch Köppl dankte Hensels Frau, die ihm die Freiheit und Freizeit gelassen habe. Er kündigte als Präsent einen „Quickborn-Gutschein" an, der ja nur in Quickborn einlösbar sei. „Darum musst Du ja mindestens einmal nach Quickborn kommen." Außerdem warte in seinem Büro oder im Rathaus immer eine Tasse Kaffee ...

Für die CDU erinnerte Bernd Weiher daran, dass Hensel es als Fraktionschef fast immer geschafft habe, den nicht ganz einfachen „Haufen" zusammenzuhalten. Häufig sei es ihm dabei gelungen in fast aussichtslosen Diskussionen noch zu einem Konsens zu finden. Er sei auch ein guter Taktiker: Oftmals hatte er das Geschick, alle Wortmeldungen abwartend, mit seinem Schlusswort die Fraktion noch einmal komplett umzustimmen. Mit Diskretion und Loyalität habe er die schwierige Aufgabe gemeistert, als Fraktionschef und Stadtrat zu agieren.

Im Namen der CDU überreichten Bernd Weiher und die neue Fraktionsvorsitzende Annegret Tegen  großformatige Fotos des Himmelmoores.

Die SPD-Fraktionsvorsitzende Astrid Huemke meinte, die Zusammenarbeit sei nicht immer einfach gewesen, aber man sei immer zu Ergebnissen gekommen. Lobend hob sie die akribischen Vorbereitungen z.B. nach Kommunalwahlen hervor, die allen Fraktionen zugute gekommen seien. Sie wünschte dem Ehepaar Hensel Glück und Gesundheit und überreichte als Dankeschön der Fraktion das Buch des ehemaligen CDU(!)-Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder.

Die FDP-Fraktionsvorsitzende Annabell Krämer erinnerte sich daran, dass sie auch von Hensel positiv aufgenommen worden sei, als sie 1998 in die Kommunalpolitik gekommen sei. Man habe sich zwar auch in den Haaren gelegen, aber es habe immer einen fairen Umgang gegeben. „Wir werden Ihre Art vermissen!" Als Präsent überreichte sie ein Buch von FDP-Vize Wolfgang Kubicke - mit persönlicher Widmung.

GRÜNEN-Fraktionsvorsitzender Dirk Salewsky verabschiedete Hensel mit einem „respektvollen Danke" für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und überreichte ebenfalls ein Präsent.

In seinen Schlussworten bedankte sich Hensel für die vielen anerkennenden Worte. Aber er gestand auch, dass ihm sein Engagement immer Freude gemacht habe und weil es einem auch etwas gebe, wenn man anderen Menschen helfen könne. Insofern sei seine ehrenamtliche Arbeit auch ein wenig eigennützig gewesen.

Der Pinneberger CDU-Kreisvorsitzende Christian von Boetticher verabschiedete den Parteifreund
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Neben vielen anderen Stadt-Mitarbeitern dankten Stadtjugendpflegerin Birgit Hesse, Burkhard Arndt (Bildung(, Nicole Münster (Kultur und Freizeit) sowie die Fachbereichsleiter Volker Dentzin und Carsten Möller für die gute Zusammenarbeit
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Sie arbeiteten viele Jahre zusammen: Hensel und Cathrin Stank, Mitarbeiterin im Büro des Bürgermeisters
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Als Repräsentant der Diakonie und der Ehrenamts-Arbeit überbrachte Christian Rohde die besten Wünsche für den neuen Lebensabschnitt
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