Gute Nachrichten dringend gesucht! - Eine ganz persönlich Sicht

27.12.2019 |  Da kommt man Heiligabend in seine Heimatstadt Bad Bramstedt und wie wird man in der Familie empfangen: ”Na, was macht das Trinkwasser in Quickborn? Wir haben es im Radio gehört!" Und auch in regionalen Print-Medien waren die Hinweise auf das Abkochgebot (welch ein schönes Wort - das 11. Gebot: Du sollst Dein Wasser abkochen!) zu lesen.

 

Nun kann es bei so einem aufwändigen Vorgang wie der Trinkwasser-Aufbereitung sicher mal Probleme geben, wer oder was auch immer die Schuld daran trägt. Und auch eine frühzeitige Information ist zum Schutz der Bevölkerung notwendig und sinnvoll.

 

Aber warum zum Teufel finden bevorzugt solche Negativ-Meldungen den großformatigen Weg auf die Seiten der führenden Boulevard-Presse. Gibt es da in der Redaktion einen speziellen Quickborn-Hasser?  Und was kosten eigentlich Fotos mit so echt Besorgten, denen die ganze Keim-Angst ins Gesicht geschrieben ist. Hoffentlich reicht das Honorar, um die Mehrkosten für den Kauf von Mineralwasser  und den erhöhten Stromverbrauch zu bezahlen. All die anderen Geschädigten müssen wahrscheinlich auf einen Ausgleich verzichten. Aber vielleicht  kämpft ja auch die Zeitung mit den vier Buchstaben für einen Schadenersatz. Oder die Stadtwerke rücken freiwillig einen Glühwein-Gutschein für den nächsten Weihnachtsmarkt raus, auf dass sich die Anzahl der Besucher erhöht ...

 

Blöd ist ja wirklich, dass in letzter Zeit nur noch negative Meldungen aus Quickborn den Weg in die überregionalen Medien finden. Man erinnere sich an die missglückte Sanierung der Brücke über die Autobahn, die es sogar ins Fernsehen schaffte. Oder die Dusseligkeit eines prominenten Quickborner, die es bundesweit auf einen ganzseitigen Bericht in einer auflagenstarken Zeitung brachte und je nach  persönlicher Einstellung auf Empörung, Schadenfreude oder Mitleid stieß. 

 

Das letzte Mal, dass eine Nachricht aus Quickborn überregional zu positiven Schlagzeilen führte, war nach Erinnerung des Autors der Kommunalkredit, mit dem die Stadtverwaltung neue Wege ging. Wer andere Beispiele kennt, ist herzlich eingeladen, sie unten unter den Kommentaren zu nennen.

 

Ach, was waren das für Zeiten, als ein Mike Krüger immer mal wieder mit seinem Wohnort Quickborn  in den Medien genannt wurde. Ein sympathischer Kerl ohne Skandale - wo der wohnt, kann es eigentlich nur nett sein. Vielleicht hätte man sich beizeiten ein bisschen mehr um ihn kümmern müssen, ihm - wie Unternehmen manchmal auch - für seine PR-Dienste ein vergünstigtes Grundstück anbieten sollen oder so ...

 

Gute Ideen für positive Nachrichten dringend gesucht!

 

Um ein positives Image der Stadt zu vermitteln, sind also überraschende, positive Ideen dringend gesucht. Dass Quickborn Millionen für anständige Schulgebäude ausgibt, ist zwar positiv, aber überregional nicht berichtenswert. Wenn die Verwaltung einen schuldenfreien Haushalt vorlegen würde, wäre das zwar überraschend, aber irgendwie auch langweilig. Vielleicht sollte man in Zeiten von Negativ-Zinsen die Idee des Kommunalkredites wieder aufleben lassen. Statt in Kürze bei den Banken auch noch Zinsen für das dort deponierte Geld zu zahlen, werden die Quickborner Bürger eingeladen, ohne Kosten ihr Geld für städtische Investitionen zur Verfügung zu stellen. Als Belohnung spenden die Stadtwerke statt den Ratsmitgliedern allen Anlegern Natural-Zinsen in Form eines gemeinsamen Essens. Und wenn es rechtliche Probleme gibt, kann der Stadt gar nichts Besseres passieren: „Quickborner Bürgermeister legt sich mit Lagarde an!" Das wäre doch was!

 

Haben Sie bessere Ideen? Nur her damit!

 


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