Ausstellung informiert über Femizid der Ezidinnen

Gisela Peschel vom Frauenring und Quickborns Gleichstellungsbeauftragte Hannah Gleisner stellen die Ausstellung vor (v.l.)
Gisela Peschel vom Frauenring und Quickborns Gleichstellungsbeauftragte Hannah Gleisner stellen die Ausstellung vor (v.l.)

18.9.2019 | Zu einer Ausstellung in der Stadtbücherei unter dem Titel "ÜBER LEBEN" über den Femizid der Ezidinnen 2014 laden die Gleichstellungsbeauftragte, der deutsche Frauenring und der Arbeitskreis Interkulturelle Frauenarbeit ein.

 

„Für einen Vortrag rund um das Thema und die Entstehung der Ausstellung konnten wir die Referentin Melav Bari aus Hamburg gewinnen“, sagt Gisela Peschel vom Deutschen Frauenring e.V.. Von ihr kam auch der Anstoß, diese Ausstellung nach Quickborn zu holen.


Die Ausstellung ist im Rahmen der Kooperation des Deutschen Frauenrings e.V. mit der „Platform for Struggle for Women Held in Captivity“ entstanden und wurde vom UN Women Nationales Komitee Deutschland e.V., Bonn, finanziell unterstützt.
„Auch in Quickborn leben ezidische Familien“, weiß Andja Zdravac-Voinovic von der Caritas Migrationsberatung Quickborn zu berichten.


„In dieser Ausstellung werden Frauen vorgestellt, die den Mut aufbrachten, nach ihrer Flucht aus der Gefangenschaft des IS, über die Gewalt, die sie erleben mussten, zu berichten“, sagt Svetlana Fregin vom Diakonischen Werk Hamburg-West/Südholstein.


Hannah Gleisner, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Quickborn, ergänzt: „Die Frauen erzählen ihre Geschichten von großem Leid und von großer Stärke. Sie erzählen ÜBER LEBEN, denn ihre Kraft wächst aus der Hoffnung, dass durch Aufarbeitung, Gerechtigkeit und Frieden für alle Ezidinnen entstehen kann.“
Ziel sei es, die Schicksale der Frauen und ihren Mut der Öffentlichkeit vorzustellen.
„So wollen wir unseren Beitrag leisten, damit sich derartige Verfolgung und Folter nicht wieder-holt. Unser Team der Stadtbücherei ist daher gern wieder Kooperationspartner“, sagt Klaus Fechner, Leiter der Stadtbücherei Quickborn über dieses Projekt.

 

Die Ausstellung wird am 24. September um 19.00 Uhr in der Stadtbücherei, Bahnhofstraße 100 eröffnet und ist dann während der Öffnungszeiten bis zum 14. Oktober zu sehen.




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