Kulturverein präsentiert Hommage zum 200. Geburtstag von Klaus Groth

26.4.2019 PI | Vor 200 Jahren wurde der wohl größte und bekannteste Dichter der niederdeutschen Sprache Klaus Groth am 24. April 1819 in Heide geboren. In den Reigen der großen Jubiläumsveranstaltungen zu Ehren dieses großen Sohnes Schleswig Holstein will sich der Kultur-Verein mit einem besonderen Programm am Samstag, den 18. Mai 2019, um 16:00 Uhr im Artur-Grenz Saal, Am Freibad 7 einbringen.

Aus dem umfangreichen Werk des Dichters, das von ihm in seinem auf der Insel Fehmarn entstandenen Buch „Quickborn“ zusammengefasst wurde, bringen unterschiedliche Interpreten ausgewählte Stücke zu Gehör und Gesicht. Der Buchtitel „Quickborn“ hat nichts mit unserer Stadt zu tun, sondern, wie er selbst schreibt: „Quickborn nannten unsere Alten Orte an perennierenden Quellen (Jungbrunnen)“. Da das große Werk auch Komponisten von Johannes Brahms bis in die heutige Zeit begeisterte, wurde die Sammlung „Quickborn-Lieder“ geschaffen. Auch daraus sind für das Programm schöne Stücke ausgewählt worden.

All das erfordert auch eine erlesene, illustre Zusammensetzung der Interpreten.

Bettina Schneider und Robert Gnadl, Künstler Duo (2:1) aus Hamburg werden den Dichter mit Rezitationen aus Briefwechseln mit seiner Frau dem Publikum näher bringen. Die junge renommierte Sopranistin Swantje Tams Freier, die erst kürzlich im Rahmen der Kammermusik mit den „Los Temperamentos“ in Quickborn glänzte, wird, am Klavier begleitet von Nadine Remmert, eine Auswahl von Liedern auf Gedichte von Klaus Groth zu Gehör bringen. Der junge begabte Schauspieler Christian Richard Bauer vom Ohnsorg-Theater in Hamburg hat für Quickborn niederdeutsche Gedichte und Geschichten aus dem „Quickborn“ zusammengestellt.

Und fehlen darf natürlich nicht die Ballade von „Lütt Matten den Has‘“. Damit kommen Kinder auf die Bühne des Artur-Grenz Saal. Liebevoll einstudiert und arrangiert von der Schulleiterin Nicole Theemann werden Jungen und Mädchen der 4. Klassen der Goethe-Schule dieses bekannteste Stück als Chor, Gedicht, szenisch, als, jawohl, Gerichtsverhandlung und natürlich in plattdeutsch aufführen. Die niederdeutsche Bearbeitung der Texte dazu besorgte Magret
Stripling von den Tüddelbüddels in Renzel. Es wird mit Begeisterung geprobt.

Kulturvereins-Vorsitzender Johannes Schneider:„Das alles soll zu einem frohen und den großen Dichter würdigenden Nachmittag werden und natürlich auch dazu beitragen die wunderbare Kultur der niederdeutschen Sprache wieder stärker in das Bewusstsein der Menschen zu bringen."

Bei der Beschaffung des Materials und Entwicklung des Programms konnte sich der Kultur-Verein auf die großzügige Hilfe der Klaus Groth Gesellschaft, das Länderzentrum für niederdeutsche Sprache und die Carl-Töpfer Stiftung verlassen.

Der Eintritt beträgt € 20,00. Karten können an der Abendkasse oder im Vorverkauf in der Buchhandlung Theophil, Am Freibad 4 a, Telefon 04106 66464, und beim Quickborner Tageblatt, Dorotheenstraße 2, Telefon 04106 60420, erworben werden.



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