Am 11. Mai: Chor- und Orchesterkonzert zum 110. Geburtstag von Artur Grenz

1.5.2019 PI | Er lebte und wirkte in Quickborn: Der am 17. April 1909 in Bremen geborene Komponist, Dirigent und Musiker Artur Grenz wäre in diesem Jahr 110 Jahre alt geworden. Dieses besondere Jubiläum würdigen verschiedene Quickborner Kulturinstitutionen mit einem Chor- und Orchesterkonzert am Sonnabend, den 11. Mai 2019 um 19:00 Uhr im Artur-Grenz-Saal, Am Freibad 7.

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m Mittelpunkt des Abends stehen selbstverständlich eigene Kompositionen, aber auch Arrangements von Artur Grenz, wie beispielsweise von der Ouvertüre zu „Orpheus in der Unterwelt“ von Jaques Offenbach, dessen 200. Geburtstag in diesem Jahr begangen wird. Daneben kommen Werke seines Lehrers Paul Hindemith sowie von P.I. Tschaikowsky zu Gehör.

Ziel des Konzertes ist es, die Werke des Quickborner Komponisten - der ja auch Namensgeber des Quickborner Konzertsaales ist - zu würdigen und bekannter zu machen. Da der Musikschule ein großer Teil des Nachlasses von Artur Grenz überlassen wurde, können neben seinen schon veröffentlichten auch unbekannte und unveröffentlichte Werke aufgeführt werden - so zum Beispiel die verschollen geglaubte Kantate zur Stadtwerdung Quickborns (1974), die mit vollem Aufführungsmaterial erhalten ist und auf deren Wiederaufführung sich die Besucher besonders freuen können.

Ausführende dieses sicher sehr ansprechenden Konzertes sind die Pianisten Eberhard Hasenfratz und Tamami Kawase, die Kantorei der Kirchengemeinde Quickborn-Hasloh unter der Leitung von Michael Schmult und das „Projektorchester Artur Grenz“ unter Leitung von Lorenz Jensen, das sich aus Preisträgern von „Jugend musiziert“, Lehrkräften der Musikschule sowie Musikern der Region Hamburg zusammensetzt.

Der Eintritt beträgt € 15 (erm. € 10).  Karten gibt es an der Abendkasse und ab dem 2. Mai im Vorverkauf in der Buchhandlung Theophil.

Das Konzert ist eine gemeinsame Veranstaltung der Musikschule der Stadt Quickborn, der Freunde der Kammermusik Quickborn e. V., der ev.-Luth Kirchengemeinde Quickborn-Hasloh, des Kultur-Vereins Quickborn e. V. und wird unterstützt durch die Stadt Quickborn.
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Artur Grenz

Artur Grenz, am 17. April 1909 in der Hansestadt Bremen geboren, ging nach ersten musikalischen Studien in seiner Heimatstadt nach Berlin und studierte dort an der Musikhochschule Komposition, Dirigieren und Bratsche.

 

Nach seinem Studium spielte Grenz als Bratschist in mehreren erstrangigen Orchestern (Städtisches Opernhaus Berlin, Kammerorchester Berlin u.a.). Auf zahlreichen In- und Auslandsreisen des Berliner Kammerorchesters wurden Kompositionen von Grenz aufgeführt.

 

Sein größter Erfolg in der Vorkriegszeit war die Uraufführung seines Balletts „Der Zauberlehrling" 1939 an der Volksoper Berlin unter der Leitung des Komponisten. Daneben komponierte er auch Kammermusik für Streichinstrumente (darunter das Streichquartett op.8 und das Streichtrio op. 9,2 - das sogenannte „Hitzacker-Trio,  ein Auftragswerk der Sommerlichen Musiktage Hitzacker) und zahlreiche Orchesterwerke,  darunter ein Violonkonzert.

 

Nach dem zweiten Weltkrieg gründete Grenz zusammen mit seiner Ehefrau, der Pianistin Emmy Grenz, eine Musikschule in Bad Kissingen und erwarb sich dadurch auch als Pädagoge einen Namen.

 

Später wirkte Grenz zunächst als Mitglied des Rundfunkorchesters des NDR Hamburg und dann vor allem als Musikpädagoge am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Quickborn. Während dieser Zeit entstanden viele Schulmusiken, die er mit Quickborner Schülern zur Aufführung brachte. Von ihm stammt auch die Fanfare zur Erlangung der Stadtrechte Quickborns im Februar 1974.

 

Artur Grenz hat das Quickborner Musikleben durch die engagierte Leitung von Instrumental- und Singkreisen geprägt und er gehörte auch zu den Initiatoren der Musikschule. Deren Gründung erlebte er allerdings nicht mehr, da er kurz zuvor, am 14. September 1988, im Alter von 79 Jahren starb.

 

Nach Artur Grenz ist der Theatersaal in der Comenius-Schule benannt.

 

 

 


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