Wendepunkt informierte Schüler zum Thema Sexting und Cybergrooming

Sozialpädagoge Hendrix Bölle und Sophia Vogt führten das Projekt durch, Wendepunkt-Mitarbeiterin Michaela Berbner begleitete es (v.l.)
Sozialpädagoge Hendrix Bölle und Sophia Vogt führten das Projekt durch, Wendepunkt-Mitarbeiterin Michaela Berbner begleitete es (v.l.)

14.11.2018 | Eine positive Bilanz zieht der Wendepunkt e.V.  für seine Gemeinschaftsaktion mit der Stadtjugendpflege und der Comenius-Schule zum Thema "Sexting" und "Cybergrooming".

 

Insgesamt wurden durch das Projekt ca. 100 Schüler und Schülerinnen der 8. Klassen erreicht. Jeweils ein Wendepunkt-Mitarbeiterin und eine -Mitarbeiterin informierten an insgesamt fünf Tagen jeweils vier Stunden jeweils eine Klasse. Am 12. November fanden zusätzlich eine Fortbildung für pädagogische Fachkräfte und ein Elternaband statt, zu dem sich 15 Eltern eingefunden hatten.


Was bedeuten Sexting und Cybergrooming?
Sexting ist das (meist digitale) Verbreiten von Nacktbildern unter Jugendlichen. Meistens passiert das in Beziehungen. Häufig gibt es auch keine Probleme. Was aber, wenn doch? Dieses Thema  wurde in den Stunden bearbeitet. Ziel war, auch ein Bewusstsein dafür schaffen, damit man sich vorher schon über die Risiken im Klaren ist.


Cybergrooming ist die gezielte Anbahnung sexuell motivierter Kontakte im Internet durch Erwachsene zu Minderjährigen. Computer, Smartphone und das Internet sind digitale Selbstverständlichkeiten im Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen. 91% der 12 bis 13-Jährigen besitzen ein Smartphone, über 52% einen eigenen PC und 76% nutzen täglich das Internet, um sich zu informieren, zu spielen oder zu chatten (JIM-Studie 2016). Auch Spiele, an denen im Netz mehrere Spieler beteiligt sind, wird von Erwachsenen zur Kontaktaufnahme zu Jugendlichen genutzt.

Das Projekt
In den Projekten wurden diese Themen mit den SchülerInnen bearbeitet, um ein Bewusstsein für mögliche Grenzüberschreitungen zu schaffen und so vorbeugend Schutz zu bieten. Darüber hinaus haben die SchülerInnen gemeinsam mit den MitarbeiterInnen des Wendepunkt e.V. sinnvolle Verhaltensweisen erarbeitet, um sich auch in einer akuten Situation angemessen verhalten zu können. Auf dem Plan stand auch Entwicklung einer Haltung zum Selbst- und Fremdschutz mit dem Ziel, die Jugendlichen über Gefahren aufzuklären, ihnen ihr Verhalten und die möglicherweise daraus folgenden Konsequenzen bewusst zu machen und förderliches Verhalten im Notfall zu ermöglichen. Ebenso wurde auch die Rechtslage besprochen. Die Eltern der teilnehmenden SchülerInnen waren auch zum Elternabend eingeladen.

Fortbildung
Zwölf pädagogische Fachkräfte nahmen an der kostenlosen Fortbildung teil.
Hier ging es um die Schaffung eines Bewusstseins für die beiden Themen und die Erarbeitung präventiver Handlungsmöglichkeiten – sowie Verhaltens- und Interventionsmöglichkeiten für den Akutfall. Es ging auch um die Frage, was den Reiz zur Intimkommunikation für die Jugendlichen ausmacht, um Scham- und Schuldfragen und die Verantwortung der Schulen und anderer pädagogischer Fachkräfte.

Elternabend
Der Elternabend hat sich wie alle anderen Säulen der Projektwoche hauptsächlich mit den o.g. Themen beschäftigt. Natürlich hier auch in Hinblick auf die Fragestellung, was Eltern präventiv, aber auch in akuten Situationen tun können, um ihre Kinder möglichst hilfreich zu unterstützen. Die Eltern sind wichtige Ansprechpartner für ihre Kinder – sie benötigen bei diesen Themen Hintergrundinformationen, Sensibilität und auch Verständnis. Es wurden Wege aufgezeigt, wie Eltern konstruktiv und förderlich ihre Rolle als Erziehungsberechtigte in Bezug zu den Themen ausfüllen können. Dabei wurden natürlich auch die Fragen der Eltern zum Thema beantwortet.
Eingeladen waren nicht nur die Eltern der Schüler, die an den Projekten teilgenommen haben, sondern aller SchülerInnen der 7ten und 8ten Klassenstufen von Quickborner Schulen.

 

Finanzierung

Der Wendepunkt e.V. hat das Projekt in Kooperation mit der Stadtjugendpflege Quickborn und der Comenius-Schule durchgeführt. Die Schule hat sich mit einem  Eigenanteil an der Finanzierung beteiligt, alle weiteren Kosten wurden durch die Stadt Quickborn und das Kinderhilfswerk Quickborn getragen.


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