Funkamateure: „Unser Nachbar ist die Welt!"

Rolf Strehlau, Vorsitzender des Ortsverbandes Norderstedt, beim Besuch der Funkstation
Rolf Strehlau, Vorsitzender des Ortsverbandes Norderstedt, beim Besuch der Funkstation

3.9.2018 | Über 300 Funkverbindungen in alle Welt protokollierten die Funkamateure beim diesjährigen „Fieldday", zu dem sich die Anhänger dieses Hobbys aus Norderstedt, Quickborn und Umgebung am Wochende auf einem Feld nahe dem Himmelmoor eingefunden hatten.

 

Für die rund 200 Millionen Funkamateure in aller Welt ist das erste September-Wochenende offensichtlich so etwas wie Weihnachten: Rund um den Globus begeben sie sich dann aufs freie Feld, bauen eine Funkstation mitsamt einer rund 40 m langen Antenne auf und versuchen, innerhalb von 24 Stunden möglichst viele Verbindungen zu ihren Kollegen aufzubauen. So auch in Quickborn, wo sich der  Club Norderstedt an der Aktion beteiligte. Vorsitzender Rolf Strehlau: „Von  unseren 105 Mitgliedern stammen rund 30 Mitglieder aus Quickborn." Zu den eifrigsten zählt sicherlich Thomas Dänecke, vor allem bekannt als Vorsitzender der Quickborner Senioren-Union, der sich auch bei der Organisation des diesjährigen Events engagierte. 

 

Und da gab es einiges zu tun: Ein Zelt mitsamt Bierzeltgarnituren wurde aufgebaut, es gab Leckeres von Grill und für Brötchen und Kuchen sorgten die weiblichen Fans. Rund 30 Mitglieder und Gäste hatten sich allein am Sonnabendnachmittag zu einem fröhlichen Treffen eingefunden.

 

Zwei Funkamateure schoben jeweils in dem gemieteten Kastenwagen Dienst, in dem die kleine Funkstation aufgebaut worden war. „Funkamateure!" betont Chef Strehlau,„nicht Amateurfunker!" Mit „Amateurfunker"  werden danach die CB-Funker bezeichnet. Und der ehemalige Lehrer weist darauf hin, dass es für den Amateurfunk seit 1949 ein eigenes Gesetz gibt und sich jeder Teilnehmer einer strengen Prüfung unterziehen muss. Jeder erhält ein „Rufzeichen", das einmalig in der Welt ist. „Zu den Amateurfunkern zählen auch Könige und Politiker", weiß er zu berichten, "und auch zu den Astonauten in der ISS besteht eine Verbindung!" Das Themenspektrum für Gespräche ist allerdings begrenzt: Ein Austausch über Politik und Religion ist laut Gesetz verboten. Aber eine völkerverbindende Wirkung hat der Amateurfunk trotzdem. So treffen sich Funker, die bereits in Verbindung standen, gern auf einer der drei internationalen Messen, in Deutschland in Friedrichshafen.

 


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