Bauarbeiten am Schulzentrum Süd gehen voran

Erster Stadtrat Klaus H. Hensel und Fachbereichsleiter Helge Maurer informierten über den Baufortschritt (v.l.) - hier vor der zukünftigen Bühne
Erster Stadtrat Klaus H. Hensel und Fachbereichsleiter Helge Maurer informierten über den Baufortschritt (v.l.) - hier vor der zukünftigen Bühne

24.7.2018 | Was macht eine clevere Stadtverwaltung in der ereignislosen Sommerzeit? Sie lädt auch ohne konkreten Anlass die Presse ein, um positive Nachrichten zu verbreiten. So geschehen jetzt, als sie bei einer Begehung über den Fortgang der Arbeiten am Schulzentrum Süd informierte.

 

Das Schulzentrum Süd der Stadt Quickborn ist Anfang der 80er Jahre als ein Gebäudeensemble aus Realschule Heidkamp, Elsensee-Gymnasium und 3-fach Sporthalle errichtet worden. Jetzt ist die Integration der Goetheschule geplant, die an ihrem bisherigen Standort aufgegeben wird. Sie soll ihren Platz rechts vom Haupteingang finden. Begonnen hat bereits die Grundinstandsetzung einiger Gebäudeteile. Außerdem entsteht ein neuer Verbindungsbau zwischen der alten Realschule, deren Schulform entfallen ist und die in die Comenius-Schule integriert wurde, und dem Komplex des Elsensee-Gymnasiums.

 

Der Rundgang unter Führung von Fachbereichsleiter Helge Maurer  ließ bereits die Dimensionen des zweigeschossigen Neubaus erkennen, der eine Bühne mit dahinterliegendem Musikraum, einen Mehrzweckraum mit bis zu 300 Sitzplätzen, eine Erweiterungsfläche für die Mensa und einen Raum für die Brötchenausgabe beherbergt. Der Neubau kostet rund 3,5 Millionen Euro.

 

Beeindruckend waren auch die umfangreichen Sanierungsarbeiten an den vorhandenen Gebäuden. So werden alte Holzfenster durch haltbarere Metallfenster ersetzt. Für die zwölf Belüftungsanlagen und andere technische Einrichtungen mussten die abgesenkten Dachflächen zwischen den Gebäudekörpern aufgegeben werden, wodurch die Oberlichte entfielen. Auf Betreiben der Politik sind als Ausgleich jetzt in den Klassenräumen Dachfenster vorgesehen. Darüber hinaus entstehen großzügige Räume für den naturwissenschaftlichen Bereich, um geänderten Unterrichsformen wie z.B. Schülerversuche gerecht zu werden.

Alle Bereiche - Räume und Flurbereiche - werden voll umfänglich saniert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Dies betrifft dann auch die Beleuchtung in den Altbauten. Sie wird komplett auf LED umgerüstet. Diese Teilmaßnahme wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert. Es konnten Fördermittel in Höhe von rund 81.000  Euro eingeworben werden. Dies entspricht 40 % der Aufwendungen für die Beleuchtung in den beiden ersten Sanierungsabschnitten.

 

Bauvolumen von 19,5 Millionen Euro
Zeitlich ist das Bauvorhaben in 4 Bauabschnitte aufgeteilt, für die nach derzeitiger Planung folgende Ausführungszeiten vorgesehen sind:

Der 1. Bauabschnitt mit Sanierung von Teilflächen im ehemaligen Realschulgebäude und den Neubau des Zwischenbaus soll bis zu den Osterferien 2019 fertiggestellt sein, der 2. Bauabschnitt mit der Sanierung des südlichern Teilbereiches des Elsensee-Gymnasiums soll bereits Anfang 2019 abgeschlossen sein.

Im 3. Bauabschnitt folgt ab Frühjahr 2019 bis Frühjahr 2020 die Sanierung des nördlichen Teilbereichs des Elsensee-Gymnasiums, dem dann vom Frühjahr 2020 bis Sommer 2021 der 4. Bauabschnitt mit der Sanierung des Realschul-Gebäude folgt.

Die Gesamtkosten betragen rd. 19,5 Millionen Euro. Erster Stadtrat Klaus H. Hensel räumte denn auch ein, das die Schulbauten, die sich in den letzten Jahren auf rund 60 Millionen Euro belaufen, eine starke Belastung für den städtischen Haushalt darstellen. „Zur Zeit finanzieren wir die Schulbauten durch die Abschreibungen und Kredite, für die wir im Augenblick natürlich wenig Zinsen zahlen. Wenn die Zinsen wieder ansteigen, wird es schwierig!" Leider habe man von Fördermaßnahmen  kaum profitieren können und auch für die jetzt vom Bund angekündigten Gelder sei er nicht sehr optimistisch.

 

Neben notwendigen Sanierungen sei ein Grund für den Ausbau der Schulen (und auch der Kitas) das Bevölkerungswachstum. Dieses habe man durch die eigene Bauleitplanung aber nicht in der Hand, weil auf vielen freien Fläche neue Häuser gebaut würden, ohne dass die Stadt dieses beeinflussen könne.

 

Fachbereichsleiter Maurer:„Wir können auf jeden Fall sagen, dass unsere Schullandschaft zu den besten in der Region gehört!" Und das will man gerne glauben, wenn man aus dem Fernsehen Berichte über die katastrophalen Zustände an Schulen kennt.

Hier entstehen die naturwissenschaftlichen Räume, die durch Leichtbauwände abgetrennt werden
Hier entstehen die naturwissenschaftlichen Räume, die durch Leichtbauwände abgetrennt werden
Das Loch in der Verkleidung ist ein Hinweis: Als Ausgleich für die bisherigen Oberlichter erhalten die Klassenräume Dachfenster
Das Loch in der Verkleidung ist ein Hinweis: Als Ausgleich für die bisherigen Oberlichter erhalten die Klassenräume Dachfenster

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