Spannende Zeitreise in die Geschichte der Kieler Straße

Marlis Carius (M.) nutzte die Gelegenheit, Irene Lühdorff  eigene Fotos aus der Geschichte Quickborns zu zeigen, Senioren-Chef Thomas Dänecke freute sich über die positive Resonanz.
Marlis Carius (M.) nutzte die Gelegenheit, Irene Lühdorff eigene Fotos aus der Geschichte Quickborns zu zeigen, Senioren-Chef Thomas Dänecke freute sich über die positive Resonanz.

21.4.2018 | Über rund 50 Gäste konnte sich der Vorsitzende Thomas Dänecke der Senioren-Union freuen, als Irene Lühdorff mit vielen Lichtbildern über die Geschichte der Kieler Straße berichtete.

 

Zu dem Vortrag hatte die Senioren-Union dieses Mal in die Feuerwache eingeladen. Zu Beginn stellte Dänecke seine Referentin vor: Irene Lühdorff war lange Zeit Leiterin der Volkshochschule Quickborn und leitet heute die Geschichtswerkstatt der VHS. Niemand kennt also die Geschichte der Stadt besser als die vielseitig engagierte ehemalige Lehrerin.

 

Mit vielen Lichtbildern ließ sie die Geschichte der Straße lebendig werden, die noch heute eine große Bedeutung für die Stadt hat. Die „Chaussee Altona-Kiel“, wie sie zunächst hieß, ist die erste Kunststraße in Schleswig-Holstein, d.h. eine Straße, deren Verlauf auf dem Reißbrett festgelegt wurde, und zwar auf Geheiß des Herzogs von Schleswig-Holstein, der in Personalunion als Frederik VI. König von Dänemark war.

 

Altona war damals nach Kopenhagen die größte Stadt im dänischen Herrschaftsbereich, und der König wünschte eine schnellere Verbindung zwischen Altona und Kiel. Und tatsächlich: Nachdem die Straße 1832 in Betrieb genommen worden war, verkürzte sich die Fahrzeit von rd. 16 auf rd. 9 Stunden. Noch heute sind Zeugen dieser Zeit zu entdecken, z.B. das Straßenwärter-Häuschen und der Meilenstein nördlich von Quickborn.

 

Die Straße beeinflusste auch das Stadtbild Quickborn. So entstanden an der Straße Gasthöfe mit Pferde-Wechselstationen, die noch nach dem 2. Weltkrieg zu sehen waren. Zeitweise lagen auch die Gleise der AKN direkt an der Straße. Mit der Bahn kamen viele Ausflügler aus Hamburg nach Quickborn. Einige Gebäude aus der alten Zeit stehen noch heute, wenn auch teilweise verändert. Mit Wehmut dürfte die eine oder andere Besucherin oder der eine oder andere Besucher die Bilder von Häusern betrachtet haben, an die sie sich selbst noch erinnern, die aber inzwischen abgerissen worden sind.

 

Auf jeden Fall eine höchst spannende Zeitreise durch die Geschichte Quickborns, der die ZuschauerInnen gebannt folgten.

 

 

 

 

 


Kommentar schreiben

Kommentare: 0