Foto-genes Quickborn beim TuS Holstein

Jürgen Sohn, 1. Vorsitzender des TuS Holstein, freut sich über die neue Ausstellung mit Arbeiten des Quickborner Künstlers Hans-Werner Seyboth (r.)
Jürgen Sohn, 1. Vorsitzender des TuS Holstein, freut sich über die neue Ausstellung mit Arbeiten des Quickborner Künstlers Hans-Werner Seyboth (r.)

Impressionen aus Quickborn zeigt der hier ansässige Zeichner und Fotograf Hans-Werner Seyboth zur Zeit im Fitness-Studio des TuS Holstein am Ziegenweg 1.

 

Da sind eher klassische Fotos der Marienkirche ebenso zu sehen wie Aufnahmen der Krokuswiese an der Einmündung Marktstraße/Pinneberger Straße. Zuweilen überrascht Seyboth mit Details, z.B. wenn er den Blick auf das Bild einer farbenfrohen Häuserzeile am Haus 25 in der Straße Am Freibad lenkt, im Gegenlicht die abwechslungsreichen Dachformen des Forum-Gebäudes herausarbeitet oder auf dem Bauhof die Gully-Deckel mit dem Quickborn-Wappen entdeckt.

 

Doch mit einigen Motiven möchte er auch auf bedenkliche Entwicklungen aufmerksam machen. Sein Foto eines verblühten Maisfeldes macht darauf aufmerksam, dass mit dieser Monokultur Flächen für Biogas verbraucht werden anstelle darauf Lebensmittel zu produzieren. Da kommt dann doch ein wenig die grüne Seele durch. Immerhin zählte Seyboth zu den Gündungsvätern der Grünen in Quickborn.

 

Immer wieder führt ihn der Weg auch ins Himmelmoor. Hier wird sichtbar, dass ihm Fotos auch als Vorlagen für seine Farbstiftzeichnungen dienen, die er in seinem Atelier in Henstedt-Ulzburg ausarbeitet. Mit diesen Zeichnungen beschäftigt er sich schon seit seiner Studienzeit. „Damals gab es ja noch nicht die Möglichkeit, per Computer Entwürfe zu gestalten und zu kolorieren", berichtet der Architekt,"da habe ich es mit Farbstiften eben selbst gemacht." Nach seiner beruflichen Laufbahn, die ihn für zwei Jahre als Stadtplaner auch in die Quickborner Verwaltung führte, widmet sich der 68-jährige heute vorrangig dieser künstlerischen Ausdruckform. So war auch die erste Ausstellung im TuS-Studio eine mit Zeichnungen. Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit in der "Mucki-Bude" litten die Werke aber, so dass er sich entschloss, in der Folge nur noch widerstandsfähigere Fotografien auszustellen. „Wir haben uns sehr gefreut, dass wir Seyboth über viele Jahre ein Forum für diese Seite seines künstlerischen Ausdrucks zur Vergügung stellen konnten und damit auch unseren Mitgliedern bei ihren persönlichen Trainings optische Blickfänge bieten konnten. Schade, dass dies die letzte Ausstellung ist", bedauert Jürgen Sohn, 1. Vorsitzender des TuS Holstein.

 

Dies ist dem Umstand geschuldet, dass das Quickborner Geschäft „Copyland" Ende des Monats seinen Betrieb einstellt. Hier hat Seyboth in all den Jahren seine Fotos plotten lassen. „Im direkten Kontakt mit den Inhabern konnten Nuancen herausgearbeitet und so optimale Ergebnisse erzielt werden. Dies wäre bei einer unpersönlichen Abwicklung über das Internet nicht möglich", begründet Seyboth seinen Entschluss.

 

Wer also einen echten Seyboth zu Hause haben möchte, sollte jetzt noch einmal beim TuS vorbeischauen. Die Fotos sind zu Preisen von rund 60 Euro (ohne Rahmen) bzw. 150 Euro (inkl. Rahmen) zu erwerben. Die Ausstellung ist in den nächsten Monaten während der Öffnungszeiten des TuS-Studios zu besichtigen, also montags bis freitags von 9 bis 12.30 Uhr und 14.30 Uhr bis 21.30 Uhr, sonnabends von 10 bis 14 Uhr sowie sonntags von 10 bis 16 Uhr

Gelegentlich nutzt Seyboth seine Fotos auch als Vorlage  ....
Gelegentlich nutzt Seyboth seine Fotos auch als Vorlage ....
... für seine Farbstiftzeichnungen wie hier bei einem Motiv aus dem Himmelmoor.
... für seine Farbstiftzeichnungen wie hier bei einem Motiv aus dem Himmelmoor.
Prägnante Strukturen: Ein Blick ins Himmelmor vor der Renaturierung
Prägnante Strukturen: Ein Blick ins Himmelmor vor der Renaturierung
Problematischer Maisanbau ....
Problematischer Maisanbau ....
Wer hat dieses Detail im Quickborner Stadtbild schon mal gesehen??
Wer hat dieses Detail im Quickborner Stadtbild schon mal gesehen??

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