Ende der Angstpartie, oder ...?

GUDELIUS: Augenblick mal!

 

Hier schreibt der Quickborner Autor Peter Gudelius einmal in der Woche zu Themen der Stadt, des Landes und der Welt. Was sich kritisch liest, mal mehr, mal weniger zugespitzt, will als Anregung verstanden sein und zum Nachdenken verführen. Herausgeber und Redaktion weisen darauf hin, dass die Beiträge die Ansicht des Kolumnisten wiedergeben.

Weitere Beiträge des Autors finden Sie in seinem Blog „Sprach-los".

 

Wie ist‘s denn nun mit der Angst vorm „Schwarzen Mann“? Vorbei? Oder fängt die Angstpartie jetzt erst richtig an?

Der CDU – genauer der Union – sind tatsächlich eine Million Schäfchen an den Schwarzen Mann verlorengegangen. Und dann auch noch mehr als eine Million grasen jetzt bei der FDP.

Die CSU ist richtig abgestürzt, bibbert jetzt noch mehr vor der Landtagswahl im kommenden Jahr. Ob Herr Drehhofer, pardon, Herr Seehofer, mitgerissen wird, ist zwar nicht ausgemacht, aber nicht ausgeschlossen.

Die SPD hat sich nicht in die nächste GroKo schubsen lassen. Sie hat ihre Angst überwunden, ist zur Mutpartei mutiert und geht in die Opposition.

DIE LINKE bleibt, wo sie war: in der Opposition.

Den GRÜNEN und der FDP bleibt das erspart. Sie müssen sich jetzt vor etwas ganz anderem fürchten: vor Verantwortung.

Die Gespräche mit Frau Merkel können heiter werden; denn Frau Merkel will weitermachen wie bisher – hat sie gesagt, es sei ja auch alles bisher richtig gewesen. Ihre Gesprächspartner wollen nicht alles, aber vieles anders machen.

Und dann der „Schwarze Mann“ selbst, die AfD. Mit 93 Abgeordneten wird sie sich in der Opposition komfortabel einrichten. Die erste Geige wird sie allerdings nicht spielen. Da ist die SPD davor.

Viel Unvernunft vor der Wahl. Viel Unvernunft auch heute noch. Da müssen wir  Wähler tüchtig aufpassen.


 


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