Grenzenloser Fortschritt

GUDELIUS: Augenblick mal!

 

Hier schreibt der Quickborner Autor Peter Gudelius einmal in der Woche zu Themen der Stadt, des Landes und der Welt. Was sich kritisch liest, mal mehr, mal weniger zugespitzt, will als Anregung verstanden sein und zum Nachdenken verführen. Herausgeber und Redaktion weisen darauf hin, dass die Beiträge die Ansicht des Kolumnisten wiedergeben.

Weitere Beiträge des Autors finden Sie in seinem Blog „Sprach-los".

 

Mit dem Hamburger Super-Röntgenlaser XFEL, von einigen Forschern „Molekül-

Kino“ genannt, eröffnen sich der Menschheit ungeahnte Möglichkeiten. Von einer besonders spannenden war noch gar nicht die Rede. Die Rekonstruktion der Wirklichkeit macht die Manipulation der Zeit möglich. Dabei geht es nicht etwa um die Verbesserung von Prognosen, es geht darum, die Zukunft in die Gegenwart zu übertragen, anders gesagt: Was an sich erst morgen stattfinden sollte, erleben wir schon heute. Die Wissenschaft holt uns die Zukunft zurück in die Gegenwart.

 

So kurz nach dem Start des XFEL gibt es noch nicht viele Beispiele für diese „Rekonstruktion der Wirklichkeit“, aber die Ergebnisse machen Mut, wie folgende Informationen zeigen.

 

o Trump-Administration setzt Hurricans als Waffe gegen Smog und Umweltver-schmutzung ein. Für die Zukunft vorausgesagt, heute Wirklichkeit.

 

o Trump-Administration setzt Atom-U-Boote als Tauchsieder im Atlantik ein, um die für Hurricans nötige Mindesttemperatur von 26,5 Grad Celsius dauerhaft sicherzustellen.

 

o Bei den Sandstürmen in der Sahara werden vermehrt Sandkörner festgestellt, die kirschkerngroß sind. Bisher nicht vorstellbar, jetzt Realität.

 

o Abschaffung der Atomwaffen weltweit abgelehnt. Begründung: Die maroden Kernkraftwerke schaffen die Katastrophe allein. Leuchtet ein, siehe Tschernobyl und Fukushima.

 

o Auswanderprojekt Mars. Höchste Zeit, es auf heute vorzuverlegen. Die Reise braucht ihre Zeit.

 

Dies und noch mehr – alles ist dank XFEL heute und nicht erst morgen. Nehmen wir das ernst.

 


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