Arbeiter stirbt auf A7-Baustelle

Im Zuge der Ausbauarbeiten der Bundesautobahn 7 ist in der Nacht zum Sonntag ein Bauarbeiter gestorben. Beim Aufstellen eines Mobilkrans kam der Ausleger in Kontakt mit einer Hochspannungsleitung. In einem Begleitfahrzeug kam der Mann ums Leben. Ob es ein Unfall war oder die Folge einer Vorerkrankung ist nach einem Bericht des NDR noch unklar.

 

Bei dem Aufstellen des 40 Tonnen schweren Krans kam es zu einem folgenschweren Vorfall: Der Kranarm kam aus bislang nicht vollständig geklärter Ursache in Kontakt mit einer Hochspannungsleitung. Die Leitung führt eine Stromspannung von 110.000 Volt. Bauarbeiter brachten einen leblosen

Kollegen aus einem Begleitfahrzeug aus dem Gefahrenbereich und leiteten sofort eine Wiederbelebung ein. Die Reanimation wurde durch den Rettungsdienst fortgeführt. Dabei unterstützte die Feuerwehr bis einschließlich zum Transport ins Krankenhaus, wo die Maßnahmen letztlich ohne Erfolg beendet werden mussten. Wie der NDR berichtet, ist allerdings unklar, ob der Mann an einem Stromschlag oder an einem Herzinfarkt gestorben ist. Der Arbeiter habe  keinen Stromkontakt gehabt und auch keine Strommale am Körper aufgewiesen, habe der Sprecher der Regionalleitstelle Elmshorn berichtet. Allerdings habe der Betroffene offenbar unter einer kardiologischen Vorerkrankung gelitten und entsprechende Medikamente bei sich getragen.

 

Am Unfallort wurde die Gefahrenstelle großräumig abgesichert und durch die Feuerwehr der Brandschutz sichergestellt. Im Motorraum des Mobilkrans kam es zu einem Feuer, dies hatten die Bauarbeiter bereits vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte unter Kontrolle gebracht. Weitere Löscharbeiten konnten innerhalb des Gefahrenbereichs nicht durchgeführt werden - schließlich erloscht das Feuervon selbst

 

Es folgte ein größerer organisatorischer Einsatz um die Bergung des Krans einzuleiten und vorzubereiten. Durch den Betreiber der Hochspannungsleitung wurde diese stromlos geschaltet und mit einer Erdung an dem nächstgelegenen Strommast wurde diese Maßnahme gesichert. Parallel dazu wurde eine Servicefirma angefordert, die den Kran bergen sollte. Dies konnte letztlich über die herkömmliche Steuerung des Mobilkrans erfolgen. Die Feuerwehr hat für diese Maßnahmen die Einsatzstelle großflächig ausgeleuchtet. Insgesamt waren 54

Einsatzkräfte aus den Feuerwehren Quickborn und Ellerau unter der Leitung

von Quickborns Wehrführer Wido Schön im Einsatz.

 


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