Volkstrauertag - Mahnung für die Lebenden

Als Mahnung für die Lebenden gestalteten Vertreter der Stadt und Schülerinnen und Schüler des Elsensee-Gymnasiums den diesjährigen Volkstrauertag am 13. November.

 

Das Programm begann mit einer Gedenkstunde im Gemeindesaal der Ev.--Luth. Kirchengemeinde. Rund 50 Gäste, darunter einige Vertreter der Parteien und Verbände, hatten sich eingefunden.

 

Das Programm wurde durch die Sonate f-Moll für Fagott und Klavier, erster Satz „Tristesse" von Georg Philipp Telemann eröffnet. Bürgermeister Thomas Köppl begrüßte die Gäste. Es folgt das „Vorspiel und Fugea-Moll" für vierhändiges Klavier von Max Drischer.

 

Die Ansprache hielten Schülerinnen und Schüler des Oberstufenkurses „Geschichte“ (Q1b) des Elsensee-Gymnasiums Quickborn in Begleitung des Fachlehrers Harald Kocks, Toni Güth, dem Koordinator des Bergen-Belsen-Projekts, und Schulleiter Michael Bülck. Bewegend schilderten sie ihre Eindrücke beim Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Bergen-Belsen und nahegelegener Soldatenfriedhöfe.

 

Nach dem Stück „Im Volkston. Ernst, eindringlich" für vierhändiges Klavier von Max Drischner hielt Bürgermeister Köppl die Totenehrung, bevor die Feierstunde mit der Sonate f-Moll für Fagott und Klavier, zweiter Satz „Allegro" von Georg Philipp Telemann abschloss, wie alle anderen Musikstücke dargeboten von Anna Milewska (Klavier) und Lorenz Jensen (Fagott/Klavier) von der Musikschule Quickborn.

 

Im Anschluss an die Gedenkstunde legten Bürgervorsteher Henning Meyn ud Bürgermeister Thomas Köppl für die Stadt, Fraktionsvorsitzender Klaus H. Hensel für die CDU und der Vorsitzende des Sozialverbandes  Quickborn-Ellerau Kränze am Ehrenmal für die Gefallenen beider Weltkriege auf dem Kirchhof nieder. Es folgten weitere Kranzniederlegungen an den Gedenkstätten auf dem Nordfriedhof. Hier befinden sich ein Denkmal zur Erinnerung an die über 200 Opfer, die 1917 bei der Explosion einer Munitionsfabrik in Quickborn ums Leben kamen, ein Mahnmal zur Erinnerung an die während der nationalsozialistischen Herrschaft ums Leben gekommenen Zwangsarbeiter sowie 15 Grabplatten zur Erinnerung an russische Kriegagefangene, die in Quickborn ihr Leben verloren.

 

Zum Abschluss traf sich eine kleine Gruppe am Ehrenmal in Quickborn-Renzel, um der Gefallenen dieses Ortsteils zu gedenken. Die Ansprache in Renzel hielt Bürgervorsteher Henning Meyn. Alle Kranzniederlegungen wurden vom Posaunenchor Quickborn begleitet.


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