Feuerwehr im Dauereinsatz

In den letzten Tagen  befand sich die Quickborner Feuerwehr im Dauereinsatz.

 

Am Montag wurde sie  um 5.59 Uhr alarmiert, weil in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Friedlandstraße ein Rauchmelder piepte. Über die Drehleiter konnte ein gekipptes Fenster geöffnet werden, es handelte sich zum Glück nur um einen technischen Defekt.

 

Um 9.38 Uhr folgte dann eine Alarmierung mit dem Stichwort „Feuer Groß“, da in der Berckholtzstraße eine Lagerhalle brenne. Bereits auf der Anfahrt ließ der

Einsatzleiter, der stellvertretende Zugführer Thomas Schröder, aus mehreren

Gründen die Alarmstufe erhöhen: Es war eine starke Rauchentwicklung erkennbar

und tagsüber sind die ehrenamtlichen Kräfte der Wehr ohnehin nicht in so großer

Zahl verfügbar wie abends, nachts oder am Wochenende. Nachalarmiert wurden

deshalb die Feuerwehren Hasloh und Bilsen.

 

Vor Ort stellte sich heraus, dass keine Lagerhalle brannte, sondern ein Unterstand

auf einer Fläche von etwa 15 x 10 Metern. Es handelte sich um eine Holzkonstruktion mit einem Eternitdach. Das Feuer wurde von mehreren Trupps unter Atemschutz mit zwei C-Rohren bekämpft und schnell unter Kontrolle gebracht. Während die Hasloher Kräfte im weiteren Verlauf die Löscharbeiten unterstützten, konnten die Bilsener den Einsatz abbrechen.

 

Um die letzten Brandnester zu erreichen, wurde ein Radlader vom Bauhof Quickborn angefordert, der den Brandschutt auseinander riss. Insgesamt waren aus Quickborn 26 und aus Hasloh 14 Kameradinnen und Kameraden im Einsatz. Gegen 11.45 Uhr war der Einsatz beendet und die Kräfte konnten in die Feuerwache einrücken. Zur Brandursache hat die Kriminalpolizei ihre Ermittlungen aufgenommen.

 

Am Nachmittag um 14.10 Uhr piepten erneut die Meldeempfänger, diesmal

mit dem Stichwort „Notfall–Tür verschlossen“. Die Einsatzkräfte verschafften sich am Einsatzort im Lerchenweg über ein Fenster Zugang in das Einfamilienhaus. Dort

stellte sich heraus, dass sich entgegen der Meldung keine Person im Haus befand.

 

Bereits am Sonntagmittag war die Freiwillige Feuerwehr Quickborn zu einem

LKW-Brand gerufen worden. Laut Anruf bei der Leitstelle sollte nur das

Führerhaus des LKW brennen. Doch bereits auf der Anfahrt ließ der Einsatzleiter, der stellvertretende Zugführer Steve-Norman Lorenz, wegen der starken Rauchentwicklung die Alarmstufe auf Vollalarm für die Quickborner Wehr erhöhen.

 

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand das Führerhaus des polnischen LKW

im Vollbrand und die Flammen hatten auch bereits auf den Auflieger übergegriffen.

Löschversuche der Fahrer aus ebenfalls dort parkenden LKW mit Feuerlöschern

blieben zuvor erfolglos.

 

Das Feuer wurde durch die Einsatzkräfte schnell unter Kontrolle gebracht und

konnte aus zwei C-Rohren weitgehend gelöscht werden. In der Ladung, die aus alter Silo- und Rundballenfolie bestand, wurden aber noch Brandnester vermutet.

Deshalb ließ der Einsatzleiter den Bagger einer Quickborner Baufirma anfordern, um die Ladung teilweise zu entladen und diese abzulöschen. Des Weiteren waren die Dieseltanks des LKW durch die Flammen beschädigt. Um die große Menge des noch in den Tanks befindlichen Dieselkraftstoffes aus diesen zu pumpen, wurde der Löschzug Gefahrgut (LZG) des Kreises Pinneberg alarmiert. Die Einsatzkräfte des LZG kümmerten sich auch um die Aufnahme und Entsorgung des kontaminierten Löschwassers.

 

Der LKW-Fahrer befand sich zum Zeitpunkt des Brandausbruches in der Raststätte.

Er zog sich nach seiner Rückkehr zum Fahrzeug eine leichte Handverletzung zu, die vor Ort behandelt wurde. Zur Brandursache liegen der Feuerwehr keine Erkenntnisse vor.


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