Alles nur eine Geldfrage?

GUDELIUS: Augenblick mal!

 

Hier schreibt der Quickborner Autor Peter Gudelius einmal in der Woche zu Themen der Stadt, des Landes und der Welt. Was sich kritisch liest, mal mehr, mal weniger zugespitzt, will als Anregung verstanden sein und zum Nachdenken verführen. Die Äußerungen des Autors stellen nicht die Meinung des Herausgebers/der Redaktion dar.

Weitere Beiträge des Autors finden Sie in seinem Blog „Sprach-los".

 

Quickborn und seine Flüchtlinge. Eine Geschichte, auf die alle stolz sein können: Das Diakonische Werk, die Caritas, das Willkommen-Team Quickborn e. V., Politik, Verwaltung und nicht zuletzt die vielen Ehrenamtlichen – einfach alle.

 

Das soll, das könnte in ein paar Monaten vorbei sein? Wenn Berlin nicht zahlt – 160.000,00 € im Jahr – dann ist Schluss. „Für die CDU wird es ohne Geld aus Berlin keine Verlängerung der Flüchtlingsbetreuung geben.“ So Bernd Weiher von der CDU-Fraktion in der letzten Sitzung des Ausschusses für Kinder, Jugend und Soziales. Klare Kante.

 

Das ist OK. Es ist immer richtig, Farbe zu bekennen. Aber wirklich so brutal? Es geht auch diplomatischer und vor allem mitfühlender. Das ist nicht nur eine Formsache.

 

Zur Sache: Ohne Frage haben alle in der Flüchtlingsbetreuung Engagierten ihr Bestes gegeben – alle. Zumindest die Ehrenamtlichen haben nicht aufs Geld geschaut, jedenfalls nicht auf ihr eigenes. Sie haben geholfen.

 

Bei Institutionen wie Stadtverwaltung und Caritas, Diakonie sieht das etwas anders aus. Da muss man sich nicht nur vor dem Gewissen rechtfertigen. Man muss nicht nur sagen, wofür man das Geld aufwendet. Man muss auch sagen, woher man es nimmt.

 

Das führt zu der Frage, woher die Stadt Quickborn das Geld für die Flüchtlingsbetreuung bisher genommen hat. War es nur das „Fremdgeld“ vom Bund? Hat die Stadt nichts aus ihrem Etat gezahlt? Doch sie hat. Waren es 50.000,00 €?

 

Waren es mehr oder weniger, die aus den Stadtfinanzen kamen? Und wird es dazu kommen, wie von der Verwaltung empfohlen, für das erste Quartal 2017 40.000,00 € in den Etat einzustellen?

 

So sehr das Ganze auch eine Geldfrage ist – die Flüchtlingsbetreuung muss weitergehen.

 


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Kommentare: 1
  • #1

    Warner Castillo (Sonntag, 22 Januar 2017 21:06)


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