Großfeuer vernichtet Tennishalle und Vereinsheim

Nur noch Schrott blieb von der Tennishalle übrig.
Nur noch Schrott blieb von der Tennishalle übrig.

In der Nacht zu Dienstag, 4. Oktober, ist in Quickborn die Tennishalle des TuS Holstein Quickborn mit der dazugehörenden Vereinsgastronomie abgebrannt.
Personen kamen nicht zu Schaden. Die Polizei schätzt die Höhe des Sachschadens auf etwa eine Millionen Euro. Die Brandursache ist noch unklar. Hinweise zu dem Feuer nehmen die Ermittler der Kriminalpolizei Pinneberg unter 0 41 01-20 20 entgegen.

 

Gegen 1.30 Uhr erreichten die Leitstelle West mehrere Anrufe, die einen Feuerschein meldeten. Überwiegend setzten Autofahrer von der A7 einen Notruf ab, aber auch Anwohner des Harksheider Wegs meldeten das Feuer. Weil das Brandobjekt relativ abgelegen ist, konnten die Anrufer den genauen Brandort nicht genau lokalisieren. Um 1.30 erfolgte die Alarmierung der Freiwiligen Feuerwehr Quickborn, die bereits fünf Minuten später mit ersten Kräften ausrückte, aber zunächst in die Straße „Kugelfang" zu dem vermuteten Brandobjekt Vereinsheim des Schützenvereins einfuhr. Nachdem man von dort das tatsächliche Feuer entdeckt hatte, wurden die nachfolgenden Kräfte direkt zum Gelände der Tennissparte des TuS Holstein dirigiert.

 

Die 2.000 qm große Tennishalle im rückwärtigen Bereich des Harksheider Wegs stand beim Eintreffen bereits in hellen Flammen. Die Halle bestand aus einer Holzkonstruktion, die mit Metall verstärkt und mit Blech verkleidet war. Unmittelbar anschließend befand sich das 300 qm große Vereinsheim. Die Giebelseite der Halle war beim Eintreffen der Wehr fast vollständig verbrannt, die Metallplatten hielten aufgrund der Hitzeentwicklung nicht an dem Holzgerüst des Gebäudes und fielen zu Boden. Kurz nach dem ersten Löschangriff stürzte die Halle zuerst an der dem Freizeitsee zugewandten Seite und shcließlich an der Frontseite eingestürzt. Aufgrund der Hitzeeinstrahlung fingen auch einzelne Bäume in ca. 15 Meter Abstand zum Gebäude Feuer.

 

Wehrführer Wido Schön ließ sofort einen weiteren Löschzug der FF Norderstedt hinzuziehen. Das Feuer hatte sich zu diesem Zeitpunkt aber bereits auf das gesamte Gebäude ausgedehnt. Ein Innenangriff war nicht mehr möglich und auch nicht nötig, da keine Personen gefährdet waren. Die Wasserversorgung wurde auf der Ostseite über Hydranten, auf der Westseite von einem See sichergestellt. Die eigentliche Halle stürzte nach etwa einer Dreiviertelstunde in sich zusammen. Die Blechplatten der Wand- und Dachkonstruktion begruben das Brandgut unter sich, so dass das Löschwasser nur noch wenig Wirkung hatte.  Die Flammen griffen auf die Umkleideräume und das Vereinsheim über, die ebenfalls vollständig zerstört wurden.

 

Im weiteren Einsatzverlauf wurden das Technische Hilfswerk, Ortsverband Barmstedt, mit einer Fachgruppe Schwere Bergung und Radlader, sowie Bagger eines Privatunternehmens hinzugezogen. Mit diesem schweren Gerät wurden die Bleche beiseite geräumt.

 

Gegen 3 Uhr wurde im Bereich der Tennishalle ein Gasaustritt festgestellt.  Gemeinsam mit den Stadtwerken Quickborn wurde die Austrittsstelle freigelegt, anschließend klemmte der Energieversorger die Leitung ab.

 

Die Kräfte aus Norderstedt wurden gegen 5.30 Uhr herausgelöst und durch ehrenamtliche Helfer der FF Hasloh ersetzt. Um die Einsatzstelle auszuleuchten kamen zwei Netzersatzanlagen mit starken Scheinwerfern der Technischen Einsatzleitung zum Einsatz. Der Schlauchwagen des Kreisfeuerwehrverbandes Pinneberg brachte Materialnachschub (Atemluftflaschen und Schläuche) an die Einsatzstelle. Kreiswehrführer Frank Homrich und sein Stellvertreter Stefan Mohr unterstützten die Einsatzleitung.  Insgesamt waren rund 100 Einsatzkräfte vor Ort. Auch Quickborns Bürgermeister Thomas Köppl machte sich ein Bild.

 

Gegen 10.30 Uhr konnte Einsatzleiter Wido Schön die Meldung „Feuer aus“ geben. Die Trümmer der zusammengestürzten Halle waren mit schwerem Räumungsgerät so weit auseinander gezogen worden, dass die ehrenamtlichen Helfer aus drei freiwilligen Feuerwehren alle darunter liegenden Brandnester ablöschen konnten. Abschließend wurde auch Löschschaum eingesetzt.

 

Die Kriminalpolizei Pinneberg hat die Ermittlungen zu der Brandursache aufgenommen.

 

Auch das Vereinsheim ist vollständig abgebrannt
Auch das Vereinsheim ist vollständig abgebrannt
Das Gelände ist großräumig abgesperrt. Die Polizei hat die Ermittlungen übernommen.
Das Gelände ist großräumig abgesperrt. Die Polizei hat die Ermittlungen übernommen.
Ein Blick auf die zerstörte Halle (Foto: Feuerwehr Quickborn)
Ein Blick auf die zerstörte Halle (Foto: Feuerwehr Quickborn)
So sah es beim Eintreffen der Feuerwehr aus. (Foto: Feuerwehr Quickborn)
So sah es beim Eintreffen der Feuerwehr aus. (Foto: Feuerwehr Quickborn)
Foto:Bunk/Kreisfeuerwehrverband
Foto:Bunk/Kreisfeuerwehrverband

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