Neues Einzelhandelskonzept in Vorbereitung / Meinungen der QuickbornerInnen sind gefragt

Maren Rusch, David Kamin, Sabine Bönning und Klaus H. Hensel stellten das geplante Gutachten vor.
Maren Rusch, David Kamin, Sabine Bönning und Klaus H. Hensel stellten das geplante Gutachten vor.

Wie soll und kann es mit dem Einzelhandel in Quickborn weitergehen? Das möchten Stadtverwaltung und Politik auf der Basis eines neuen Einzelhandelskonzepts entscheiden, das jetzt in Auftrag gegeben wurde. Über verschiedene Befragungen sollen auch die Meinungen und Anregungen der QuickbornerInnen in das Konzept einfließen.

 

Bereits im Jahre 2006 hatte die Stadt ein Einzelhandelskonzept erarbeiten lassen. das seitdem der Verwaltung, der Politik und den Einzelhandelsunternehmen als

Orientierungsrahmen für die Entwicklung der Innenstadt als zentralen Versorgungsbereich sowie der Nahversorgungszentren diente. Wie Sabine Bönning, Mitarbeiterin in der Planungsabteilung der Stadt, bei der Vorstellung des neuen Projektes erläuterte, hat das alte Konzept z.B. die rechtliche Grundlage  geschaffen, dass in den Gewerbegebieten keine (neuen) Einzelhandelsgeschäfte angesiedelt wurden. Doch zwischenzeitlich hat sich die örtliche Angebotsstruktur wie auch die der umliegenden Gemeinden stark verändert. Und auch das Kaufverhalten der Kunden hat sich z.B. durch den Online-Handel stark gewandelt.

 

Daher hat die Stadt Quickborn die CIMA Beratung + Management GmbH aus Lübeck, die über umfangreiche Erfahrungen auf diesem Gebiet verfügt, mit der Neufassung des Einzelhandelskonzeptes beauftragt. Den Beschluss über den rund 24.000 Euro teuren Auftrag hat nach Angaben des 1. Stadtrats Klaus-H. Hensel der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt (ASU) gefasst.

 

Wie CIMA-Projektleiter David Kamin erläuterte,  gliedert sich das Gutachten in zwei Phasen: die Analyse und im zweiten Schritt die Ausarbeitung des Konzepts. Das Unternehmen habe bereits mit der Untersuchung und Analyse des Einzelhandelsbestandes in Quickborn begonnen. Vorgesehen sind u.a. ein Qualitätscheck des hiesigen Einzelhandels und Frequenzzählungen an sechs Punkten in der Innenstadt. „Für den Erfolg der Untersuchung ist es darüber hinaus von besonderer Bedeutung, die Einwohner in die Entwicklung des Konzeptes einzubeziehen. Deshalb werden wir am 8. September 2016 (Donnerstag) und am 10. September 2016 (Samstag) eine Bürgerbefragung in der Innenstadt durchführen." Ermittelt werden u.a. Einkaufsgewohnheiten und Einschätzungen des hiesigen Einzelhandelsangebotes (Stärken und Schwächen). Auch Anregungen und Kritik seien willkommen.

 

Quickborns Wirtschaftförderin Maren Rusch: „Parallel dazu wird die Befragung auch Online über die Homepage der Stadt Quickborn durchgeführt. Der Link ist vom 10. August 2016 bis zum 18. September geöffnet und hier zu finden.

 

Ende des Jahres soll ein erster Entwurf vorliegen, der Leitlinien und Grundsätze sowie Angaben zur Sortimentsgestaltung enthält. Der Entwurf soll bei zwei Terminen auch mit Fachpublikum diskutiert werden. Die finale Fassung soll anschließend von der Ratsversammlung beschlossen werden und dsnn für die nächsten sieben Jahren den Rechtsrahmen für die Einzelhandelsentwicklung in Quickborn setzen.

 

Potenzial-Analyse soll die Grundlage bilden

Das neue Konzept ist bereits die zweite Untersuchung zum Thema Einzelhandel innerhalb weniger Monate. Im Sommer letzten Jahres hatte ein anderes Unternehmen der Ratsversammlung eine „Potenzial-Analyse" für den Einzelhandel in Quickborn präsentiert. Darin waren vor allem die freien Flächen dargestellt worden. Nach Angaben von Hensel ist die Untersuchung im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt diskutiert worden, über Ergebnisse ist aber nichts bekanntgeworden.

 

In der damaligen Sitzung der Ratsversammlung wurde von Seiten der Verwaltung auch verkündet, dass man in aussichtsreichen Verhandlungen mit größeren ansiedlungswilligen Einzelhandelsunternehmen stehe. Diese hätten aber zu keinen Ergebnissen geführt, musste Hensel jetzt einräumen.

 


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