Pfadfinder entdeckten fremde Kulturen

Andacht in einer stimmungvollen Atmosphäre.
Andacht in einer stimmungvollen Atmosphäre.

Bereits zum 15. Mal machten sich die Quickborner Pfadfinder, DPSG Stamm Digna Ochoa, an Pfingsten auf, um im Rahmen des Pfingstlagers vier Tage voller Abenteuer zu erleben. Dieses Jahr ging die Fahrt auf das Gut Steimke, einem Pfadfinderdomizil an der niedersächsischen Grenze zu Hessen.


Unter dem Motto „Neue Welt“ traten rund 35 Pfadfinderinnen und Pfadfinder jeder Altersklasse eine Reise an, um in einer fiktiven, noch unentdeckten Umgebung ihr Lager aufschlugen. Ziel war es, in Spielen mit verteilten Rollen den Zutritt zu fremden Kulturen zu finden, Sitten und Gebräuche zu erfahren, zu respektieren. Menschen, deren Kultur auf den ersten Blick noch fremd, bei zweiter Betrachtung jedoch nicht so unterschiedlich zu unserer erschien.


Auch der Gottesdienst im Lager befasste sich mit dem Thema. Hier am Beispiel der Besiedlung Amerikas, wo es schon vor Jahrhunderten Probleme zu lösen galt. Das gegenseitige Verstehen wurde im Pfingstlager am Sonntag in einem bunten Theaterabend gefeiert.  Was als Skepsis und Vorsicht gegenüber dem Fremden begann, endete mit der Erkenntnis, dass unterschiedliche Kulturen viel voneinander lernen können.  Mit dieser Hintergrundgeschichte sollte besonders den jüngeren Teilnehmern des Lagers vermittelt werden, wie enorm wichtig die Toleranz und Offenheit gegenüber anderen Kulturen ist, da die Themen Integration, Kultur und Religion besonders in der heutigen Zeit einen hohen Stellenwert haben.


Das Jubiläumslager war allerdings auch zugleich das kälteste Lager in der Geschichte des Stamms. Bei nur 4 Grad wurde die Nacht auf Samstag in den Kothen und Jurten verbracht, bis am darauffolgenden Mittag ein plötzlich aufkommender Sturm die Hälfte aller Lagerzelte in die Knie zwang. Fortuna sei Dank fanden alle in der großen Scheune des Gut Steimkes Unterschlupf, sodass die restlichen zwei Tage auch bei Schietwetter und winterlichen Temperaturen genossen werden konnten.  
Erschöpft und müde konnten dann bei der Ankunft in Quickborn am Montag die wartenden Familienmitglieder begrüßt werden. „Es war eine wunderbare Zeit", so die übereinstimmende Meinung der Teilnehmer.


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