
7.5.2026 | Zahlreiche Anwohner und Ortspolitiker hatten sich am Mittwoch eingefunden, um die offizielle Eröffnung des neugestalteten Börnplatzes zu verfolgen. Das Areal an der Einmündung
der Schulstraße in den Harksheider Weg ist gewissermaßen der Ursprung der Stadt Quickborn. Dank einer Förderung des Bundes konnte der Platz in den letzen Jahren aufgewertet werden.
Bürgermeister Thomas Beckmann erinnerte daran, dass der Platz schon zu den Zeiten, als hier das Vieh der Anwohner getränkt wurde, ein Ort der Begegnung gewesen sei. Hier seien die Anfänge der Stadt erlebbar. Als Teil des städtischen Projektes „Bewegte Stadt" habe Quickborn Mittel aus dem Bundesförderprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte" akquirieren können, so dass die Fläche mit einem Aufwand von 120.000 Euro umgestaltet werden konnte.
Er dankte der Ortspolitik für die Beschlussfassungen, der Verwaltung für die Umsetzung, den Anwohnern für ihre Ideen und kritischen Hinweisen, dem Anwohner Thomas Dänecke für intensive Beschäftigung mit Details, dem Quickborner Bauunternehmen für die Ausführung und nicht zuletzt Irene Lühdorff, Leiterin der Geschichtswerkstatt, die mit viel Wissen und Leidenschaft die historische Einordnung ermöglicht habe.
In seiner Schlussbemerkung griff er kritische Stimmen auf, die angesichts des unmittelbar vorbeiführenden stark verkehrslastigen Harkheider Weges in Frage stellen, ob die Ruhebänke wirklich genutzt würden. Verkehr bedeute ja nicht nur Lärm, sondern auch Bewegung, die man gern verfolge, zeigte er sich optimistisch.
Die Geschichte des Börn-Platzes
Anschließend ließ Irene Lühdorff die Geschichte Quickborns Revue passieren. Schon vor 4.000 Jahren sei das Quickborner Gebiet bewohnt gewesen, was die Hügelgräber bewiesen, von denen eines noch erhalten sei. Quickborn sei im übrigen nicht gegründet worden, sondern habe sich nach und nach aus einer kleinen Ansiedlung entwickelt. Am heutigen Börnplatz habe es eine Wasserstelle (hieß damals Börn) gegeben, an der das Vieh von den umliegenden Weiden getränkt werden konnte, das damals „Quick" für „lebendig" hieß. In einer vom Quickborner Geschichtsforscher Jürgen Hünke entdeckten Urkunde wird Quickborn 1373 das erste Mal erwähnt, so dass die Stadt vor 3 Jahren ihr 700jähriges Bestehen feierte. Vor mehr als 100 Jahren drohte die Wasserstelle zu versanden, sollte aber als Feuerlöschteich erhalten bleiben. Dies wurde aber von den Verantwortlichen abgelehnz und so wurde die Stelle 1911 zugeschüttet. 2018 hatte die Geschichtswerkstatt die Aufstellung einer Informationstafel zur historischen Bedeutung des Platzes aufstellen lassen. „Alle Mitglieder der Geschichtswerkstatt freuen sich über die Umgestaltung und wir wünschen uns sehr, dass die Quickbornerinnen und Quickborner den Platz in Besitz nehmen!"







Kommentar schreiben
Helena (Freitag, 05 Juni 2026 10:21)
Politikern zu applaudieren, weil sie mit öffentlichen Geldern ein neues Krankenhaus, eine Autobahn oder ein Wasserwerk gebaut haben, ist dasselbe als wenn man einem Geldautomaten applaudiert, weil er einem das Geld auszahlt!