Nach 50 Jahren: Neue Feuerwache in Rekordzeit fertiggestellt

In Anwesenheit von Kreisbranddirektor Stefan Mohr (r.) überreichten Nils Ladewig (Aug. Prien) und Bürgermeister Thomas Beckmann den symbolischen Schlüssel an Wehrführer Wido Schön
In Anwesenheit von Kreisbranddirektor Stefan Mohr (r.) überreichten Nils Ladewig (Aug. Prien) und Bürgermeister Thomas Beckmann den symbolischen Schlüssel an Wehrführer Wido Schön

18.1.2026 | Zahlreiche Ehren-Gäste hatten sich am Sonnabend zur feierlichen Eröffnung der neuen Feuerwache Ost eingefunden. Bürgermeister Thomas Beckmann übergab einen symbolischen Schlüssel an Wehrführer Wido Schön, den künftigen Hausherrn. Die zweite Feuerwache in Quickborn verbessert deutlich die Sicherheit im Ortsteil Quickborn-Heide und verkürzt auch die Einsatzzeiten auf der A7.

 

Schön konnte in der Fahrzeughalle rund 200 Gäste begrüßen, darunter zahlreiche Vertreter der Ortspoltik, für den Bau zuständige Mitarbeiter der Verwaltung und des  Bauunternehmens Aug. Prien, Repräsentanten der „Blaulichtfamilie" wie Polizei und THW, DRK, Johanniter sowie von der DLRG, Nachbarn und nicht zuletzt Kameraden der Feuerwehren aus den umliegenden Kommunen. Sogar Vertreter aus Helgoland waren angereist.

 

Eine lange Geschichte

Seine Ansprache begann Wehrführer Wido Schön mit einem Zitat aus dem Tageblatt vom 2. August 1973: Damals regte der damalige Wehrführer Kurt Hamer in einer Stellungnahme zum Ortsentwicklungsplan den Bau einer 2. Feuerwache in Quickborn-Heide an und verwies darauf, dass es 48 Einsätze in Quickborn-Ort und immerhin 34 Einsätze in der Heide gegeben habe. Der Anmarschweg in die Heide sei zu lang. Doch der damalige Bürgermeister hielt den Wunsch für nicht akut. Über viele Jahre wurde das Projekt nicht weiterverfolgt - weder von der Stadt noch von der Feuerwehr

 

Erst als Schön vor 11 Jahren sein Amt als Wehrführer antrat, habe er das Voranbringen dieser Idee als sein wichtigtes Ziel angesehen. Am 5.7.2016 habe er dem Ausschuss für Kommunale Dienstleistungen (AKD) in einer Präsentation die Notwendigkeit einer 2. Feuerwache erkärt, zumal sich die Einsatzzahlen in der Zwischenzeit - bei etwa gleiche Verteilung zwischen Ort und Heide - deutlich ehöht hatten.

 

2021 sei das jetzige Grundstück an der Ulzburger Landstraße in unmittelbarer Nähe der A7-Anschlussstelle von der Stadt gekauft worden, am 15.3.2022 sei im AKD der Neubau beschlossen worden, am 21.4.2022 habe es aus besonderen Gründen einen 1. Spatenstich gegeben. Doch lange Zeit passierte weiter nichts, so dass die Feuerwehr auf eine Interims-Lösung drängte. Der neue Bürgermeister Thomas Beckmann habe dann die Unterbringung von drei Fahrzeugen in den sogenannten „Handwerkerhöfen" ab März 2024 ermöglicht. Von hier aus seien im Laufe der Jahre 250 Einsätze gefahren worden.

 

Am 7. Mai 2024 sei schleßlich der Vertrag mit dem Generalunternehmer Aug. Prien unterzeichnet worden. Von da ab sei es zügig vorangegangen: Am 22.11.2024 sei der (2.!) Spatenstich erfolgt, am 17. März 2025 sei der Grundstein gelegt worden,

am 11. Juli 2025 konnte das Richtfest gefeiert werden. Die Kameraden in der Zentrale, die den Bau über Kameras verfolgen konnten, hätten zuweilen den Eindruck gehabt, es seien Zeitrafferaufnahmen. Bereits Ende November sei dann klar gewesen, dass der Bau zum Jahresende fertiggestellt werde.

 

Vergangene Woche habe die Feuerwehr die Schlüsselhoheit über das Gebäude erhalten und die Zeit genutzt, um alles Material aus den Handwerkerhöfen zu holen, die IT einzurichten usw.. Am Veranstaltungstag um 13.38 Uhr habe es sogar schon die erste Alarmierung gegeben.

 

Schön dankte allen Beteiligten bei der Stadtverwaltung und dem Bauunternehmen, aber auch in der Ortspolitik für die gute Zusammenarbeit. „Doch nach dem Bau ist vor dem Bau", warnte er. Bis 2040 stünde schließlich der Neubau der Hauptfeuerwache an. „Liebe AKD-Mitglieder, wir freuen uns auch Euch!!"

 

Sicherheit der Bürger zentrales Element für eine lebenswerte Stadt

Bürgermeister Thomas Beckmann erklärte in seiner Ansprache, die Feuerwache sei ein Herzensprojekt von ihm gewesen. Er betonte die Bedeutung der Sicherheit für die Bürger und dankte der Feuerwehr, aber auch allen anderen Organisation in diesem Bereich wie THW, DRK, Johanniter und DLRG für ihren engagierten Einsatz. Auch er dankte seinem Team in der Verwaltung, den Mitarbeitern des Generalunternehmens Aug. Prien. und der Quickborner Politik.

 

Zum Abschluss überbrachte Kreisbrandmeister Stefan Mohr die Glückwünsche der Kreisfeuerwehr. Er griff eine Mahnung des damaligen Quickborner Wehrführer Kurt Hamer auf, die dieser ihm bei der Einrichtung einer 2. Elmshorner Feuerwache mit auf den Weg gegegben hatte.„Auch wenn Ihr jetzt zwei Standorte habt, bleibt EINE Einheit".

 

Feuerwache auf dem neuesten Stand

Die neue Feuerwache bietet derzeit Platz für drei Einsatzfahrzeuge, ausbaubar bis zu fünf Fahrzeugen. Die Umkleideräume sind so gestaltet, dass sie auch bei im Einsatz belasteten Uniformen höchste Sichheit bieten. Drei Wohnungen im Obergeschoss bieten nicht nur bezahlbaren Wohnraum für Kameraden, sondern sichern auch eine schnelle Einsatzfähigkeit. Großer Wert wurde auf den Lärmschutz gelegt: Aufgrund eines Gutachtens wurde die Lage des Gebäudes festgelegt, außerdem wurde ein bepflanzter Zaun an der Grenze zu den benachbarten Reihenhäusern angelegt. Selbstverständlich entspricht der Bau mit Wärmepunpe und Photovoltaik den Anforderungen der Nachhaltigkeit. Insgesamt beträgt das Investitionsvolumen 5,5 Millionen Euro.

 

Nils Ladewig überreichte das Präsent der Fa. Aug. Prien an Wehrführer Wido Schön
Nils Ladewig überreichte das Präsent der Fa. Aug. Prien an Wehrführer Wido Schön
Lars Taubenhein überreichte eine Plakette des Johanniter Ortsverbandes Quickborn
Lars Taubenhein überreichte eine Plakette des Johanniter Ortsverbandes Quickborn
In der künftigen Fahrzeughalle konnten die Gäste nach dem offiziellen Teil bei Getränken, Pizza und Bratwurst Gedanken austauschen
In der künftigen Fahrzeughalle konnten die Gäste nach dem offiziellen Teil bei Getränken, Pizza und Bratwurst Gedanken austauschen
Im Außenbereich hatten die Kameraden ihre Einsatzfahrzeuge aufgefahren
Im Außenbereich hatten die Kameraden ihre Einsatzfahrzeuge aufgefahren
Vollbesetzt war das Gemeindehaus bei dem anschließenden Empfang
Vollbesetzt war das Gemeindehaus bei dem anschließenden Empfang
... und den Aufenthaltsraum
... und den Aufenthaltsraum
In der Nähe des Wappens ist auch die Kapsel zu finden, die zur Grundsteinlegung verbaut wurde
In der Nähe des Wappens ist auch die Kapsel zu finden, die zur Grundsteinlegung verbaut wurde

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Kommentare: 1
  • #1

    Daniel (Donnerstag, 22 Januar 2026 16:58)

    5,5 Millionen Steuergeld - oha

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