Erster Spatenstich für Mehrfamilienhaus in Quickborn-Heide

Hannes Pohl, Geschäftsführer der Pohl-Gruppe und Gesellschafter der Gebr. Pohl eGbR (l.) und sein Bruder Richard Pohl, Gesellschafter der Gebr. Pohl eGbR, starteten mit Bürgermeister Beckmann symbolisch die Bauarbeiten
Hannes Pohl, Geschäftsführer der Pohl-Gruppe und Gesellschafter der Gebr. Pohl eGbR (l.) und sein Bruder Richard Pohl, Gesellschafter der Gebr. Pohl eGbR, starteten mit Bürgermeister Beckmann symbolisch die Bauarbeiten

17.1.2026 | Mit dem ersten Spatenstich am Bertha-von-Suttner-Ring 2 begannen am Donnerstag die Bauarbeiten für ein neues Wohnungsbauprojekt der Pohl-Gruppe in Quickborn-Heide. In ruhiger Lage entsteht das erste und einzige Mehrfamilienhaus dieses Wohngebiets. Geplant ist ein Mietwohngebäude mit drei Vollgeschossen und einem Staffelgeschoss, das insgesamt zehn Wohnungen umfasst. Sieben Wohnungen werden öffentlich gefördert, drei Wohnungen frei finanziert. Die Größen der 2- bis 3-Zimmer-Wohnungen liegen zwischen 47 und 73 Quadratmetern bei einer Gesamtwohnfläche von rund 745 Quadratmetern. Zusätzlich werden zehn Stellplätze hergestellt. Das neue Gebäude erfüllt zudem hohe Qualitäts- und Nachhaltigkeitsstandards, darunter eine energieeffiziente Bauweise, nachhaltige Heiztechnik, Dachbegrünung sowie barrierearme Wohnungen mit Aufzug.

 

Bauherr und Projektentwickler ist die Gebrüder Pohl eGbR, die Umsetzung übernimmt mit der Plus-Pohl GmbH ein Unternehmen der Pohl-Gruppe. Die Fertigstellung des Bauvorhabens ist für Ende 2026 geplant. Öffentliche Partner des Projekts sind neben der Stadt Quickborn die Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen e. V. sowie die Investitionsbank Schleswig-Holstein.

 

„Die Gebrüder Pohl eGbR mit Hauptsitz im schleswig-holsteinischen Hohenwestedt und Niederlassung in Bönningstedt steht für nachhaltige Bauprojekte und eine partnerschaftliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe“, erklärt Geschäftsführer Hannes Pohl die Ausrichtung und Motivation des Unternehmens, das er zusammen mit seinen Brüdern Richard und Paul führt. „Wir kommen nicht, um zu bauen und wieder zu verschwinden, sondern um zu bleiben – im besten Fall für immer. Quickborn ist eine investorenfreundliche Stadt, die ihre eigenen Interessen klar formuliert und gleichzeitig konstruktiv vertritt. Diese Offenheit und Verlässlichkeit haben maßgeblich dazu beigetragen, dass wir dieses Projekt jetzt umsetzen können.“

 

Angeboten werden Wohnungen für den 1. und den 2. Förderweg. Über den 1. Förderweg beispielsweise liegt der Quadratmeterpreis bei 6,50 bis 6,80 Euro.  So kommen berechtigte Mieter auf eine Miete von  unter 320 Euro für die kleinste Wohneinheit. Die Ausstattung entspricht derjenigen der frei finanzierten Wohnungen. Aber auch für diese werden die Preise maßvoll sein, verspricht Geschäftsführer Hannes Pohl.

 

„Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum ist in Quickborn seit Jahren deutlich höher als das Angebot“, betont Bürgermeister Thomas Beckmann. „Mit diesem Projekt revitalisieren wir eine bislang ungenutzte Fläche und schaffen gemeinsam mit einem zuverlässigen, hochprofessionellen und in der Region verwurzelten Partner genau die Art von Wohnraum, die wir brauchen. Quickborn soll maßvoll wachsen – durchdacht, sozial ausgewogen, städtebaulich verträglich und mit Blick auf alle Generationen.“

 

Auf dem Gelände der ehemaligen Munitionsfabrik

Das aktuelle Bauprojekt liegt auf dem Gelände der ehemaligen Munitionsfabrik, die im Februar 1917 explodierte. Dabei sollen rund 400 Menschen ihr Leben verloren haben. Über Jahrzehnte blieb es eine brachliegende Industriefläche, die nach dem Krieg als Schrott- und Müllplatz diente und von Autowerkstätten genutzt wurde. Erst 2011 erfolgte der Abriss der Gebäuderuine.

 

2019 kündigte die Stadt unter dem damaligen Bürgermeister Thomas Köppl die Ausarbeitung des Bauleitplanverfahrens Nr. 56 für den Bereich an der Theodor-Storm-Straße an, das insgesamt 50 Wohneinheiten in Ein- und Mehrfamilienhäusern vorsah.

Bereits 2013 hatten die Investoren Enno Gebensleben und Eckhard Stapelfeld  das Gelände von dem Vorbesitzer erworben. Um die erhebliche Bodenbelastung zu beseitigen, musste zunächst erheblich Erde abgetragen und entfernt werden.

 

Von den letztlich geplanten 42 Wohneinheiten sind inzwischen zahlreiche Einfamilienhäuser realisiert worden. Im Mittelpunkt des Baugebietes entsteht jetzt das Mehrfamilienhauses auf einem Gelände, das die Pohl-Gruppe von den Investoren erworben hat.

 

Bürgermeister: Öffentlich geförderter Wohnraum als Beitrag zur Daseinsvorsorge

Bürgermeister Thomas Beckmann:„Öffentlich geförderter Wohnraum leistet einen wichtigen Beitrag zur kommunalen Daseinsvorsorge. Er ermöglicht bezahlbares Wohnen, stärkt soziale Stabilität, fördert die Durchmischung der Quartiere und entlastet Haushalte nachhaltig."

 

Auch die büroleitende Fachbereichsleiterin der Stadt Quickborn, Claudia Takla Zehrfeld, dankt der Pohl-Gruppe sowie der Quickborner Politik ausdrücklich für die konstruktive und verlässliche Zusammenarbeit. Claudia Takla Zehrfeld: „Dieses Bauvorhaben stand weniger im öffentlichen Fokus als andere Großprojekte, ist für die Entwicklung unserer Stadt jedoch von großer Bedeutung. Gerade bei solchen Projekten finden viele intensive Gespräche und Abstimmungen im Hintergrund statt. Die enge und gute Zusammenarbeit aller Beteiligten hat maßgeblich dazu beigetragen, dass ein überzeugendes Ergebnis erzielt werden konnte. Das Vorhaben ist ein wichtiger Baustein für eine ausgewogene und nachhaltige Weiterentwicklung Quickborns.“

 

Stadtplaner Lasse Friedrich stellte 2019 die Pläne für das Baugebiet auf dem Gelände der ehemaligen Munitionsfabrik vor: Hier schwarz umrandet
Stadtplaner Lasse Friedrich stellte 2019 die Pläne für das Baugebiet auf dem Gelände der ehemaligen Munitionsfabrik vor: Hier schwarz umrandet
Ein Banner eines Maklers am Baugebiet macht deutlich, dass die Verwertung des Geländes voran geht. Im Zentrum (hier noch als Einzelparzellen dargestellt) entsteht das Pohl-Mehrfamilienhaus.
Ein Banner eines Maklers am Baugebiet macht deutlich, dass die Verwertung des Geländes voran geht. Im Zentrum (hier noch als Einzelparzellen dargestellt) entsteht das Pohl-Mehrfamilienhaus.
So wird das Mehrfamilenhaus aussehen, dessen Bau jetzt begonnen wurde.
So wird das Mehrfamilenhaus aussehen, dessen Bau jetzt begonnen wurde.

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Kommentare: 1
  • #1

    Moritz (Samstag, 17 Januar 2026 10:37)

    Na, wenn da mal nicht wieder Merkels Gäste bevorzugt werden!