Volkstrauertag: Mahnung und Hoffnung

Am Ehrenmal an der Bahnhofssstraße legten die Stadt Quickborn, die CDU Quickborn, der Schützenverein und der Sozialverband Quickborn Ellerau Kränze nieder
Am Ehrenmal an der Bahnhofssstraße legten die Stadt Quickborn, die CDU Quickborn, der Schützenverein und der Sozialverband Quickborn Ellerau Kränze nieder

12.11.2025 ! Der Termin ist praktisch gewählt: Nach dem Gottesdienst in der Marienkirche fanden sich  - neben dem einen oder anderen Politiker  - zahlreiche Besucher im Anschluss bei der Gedenkstunde anlässlich des Volkstrauertages im Gemeindehaus gegenüber ein, so dass rund 30 Gäste den Ausführungen der Redner folgten. Bürgermeister Thomas Beckmann machte auf die Verantwortung aufmerksam, der wir uns alle stellen müssen, und eine Schülergruppe des Elsensee -Gymnasiums  machte sich Gedanken über den Frieden.  Ein Trio der Musikschule sorgte für den musikalischen Rahmen. Im Anschluss folgten Kranzniederlegungen an drei Orten.

 

Bürgermeister Beckmann: Frieden beginnt bei uns selbst

Bürgermeister Beckmann nannte in seiner Begrüßung den Volkstrauertag einen Tag des Gedenkens, der Besinnung und der Mahnung, an dem man sich an die unzähligen Opfer der Kriege erinnere und die Soldaten, Zivilisten und ihre Familien ehre, die auf schmerzliche Weise von Gewalt und Zerstörung betroffen waren. Der Tag sei aber auch ein Moment, in dem wir uns der Verantwortung zu stellen haben, den Frieden zu bewahren und für eine gerechte Weltordnung einzutreten. Auch 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs sei die Welt von Spannungen und Kriegen geprägt: Ukraine-Konflikt, Drohnen-Angriffe, die Situation im Nahen Osten.

 

Inmitten all dieser beängstigenden Geschehnisse dürften wir jedoch die Hoffnung nicht verlieren. Wir seien aufgerufen, dem Hass und der Zerstörung die Stärke unserer Werte entgegenzusetzen. Der Weg zum Frieden  erfordere Mut zur Veränderung, Mut zur Verständigung, aber auch den Mut für das einzutreten, was richtig ist. Wir als Bürgerinnen und Bürger der Stadt Quickborn hätten die Verantwortung, uns nicht nur in Erinnerung zu üben, sondern auch aktiv für den Frieden zu handeln. Frieden beginne immer bei uns selbst, in unserem Miteinander, in unserem Respekt vor dem Leben des anderen. Wir müssten uns weiterhin für eine Kultur der Toleranz und des Dialogs stark machen.

 

Schüler des Elsensee-Gymnasiums: Bewusstsein für den Wert des Friedens erhalten

Einer guten Tradition folgend hatten Schüler des Elsensee-Gymnasiums die eigentliche Ansprache vorbereitet. In diesem Jahr hatten unter der Leitung ihrers Lehres Jakob Weber im Geschichtsunterricht  Moritz Clemens Gillner, Tom Süllau, Constantin Muranka, Mira Valerius, Milla Foetsch, Marie Schuder, Tjark Bubolz, Timo Hansen, Sina Wieckhorst, Lea-Marie Boos, Majen Scholz und Pauline Bark den Text ausgearbeitet.

 

„Frieden ist nicht Gottes Geschenk an seine Geschöpfe; Frieden ist unser Geschenk aneinander." Mit diesen Worten des Holocaust-Überlebenden Elie Wiesel begannen sie ihre Rede. Sie erinnerten daran, dass zu den Opfern der Nazis nicht nur Juden gehörten, sondern auch politische Gegner, Homosexuelle, Roma und Sinti und Menschen mit Behinderung, die auch heute noch international diskriminiert und teilweise verfolgt würden.

 

Heute hätten wir in Deutschland das Privileg in einer Zeit zu leben, in der wir Frieden für etwas Selbstverständliches halten und im Alltag keine Angst haben müssen. Doch Frieden sei kein Dauerzustand, sondern brauche Aufmerksamkeit und Respekt. Krieg existiere auch heute noch in Europa, im Nahen Osten, im Sudan und in vielen Teilen der Welt. Gerade deshalb müssten wir wachsam bleiben, denn kein Krieg beginne von heute auf morgen. Ihr Aufruf:

„- Möge uns das Bewusstsein für den Wert des Friedens nie verloren gehen.

- Mögen wir verstehen, dass Freiheit kein Geschenk ist, sondern eine Verpflichtung.

- Und mögen wir jeden Tag aufs Neue dafür einstehen, mit Haltung, mit Mitgefühl, mit Menschlichkeit."

 

Zum Abschluss verlas Bürgermeister Beckmann die Totenehrung. Anschließend verlegten die Stadt und einige Organisationen Kränze am Ehrenmal an der Bahnhofstraße , auf dem Nordfriedhof und am Ehrenmal in Quickborn-Renzel nieder.

                                                                                 

Bürgermeister Beckmann begrüßte die Gäste und erinnerte daran, auch auf persönlicher Ebene Verantwortung zu übernehmen
Bürgermeister Beckmann begrüßte die Gäste und erinnerte daran, auch auf persönlicher Ebene Verantwortung zu übernehmen
Timo Hansen, Lea-Marie Boos und Sina Wieckhorst trugen den Text ihrer Schüler-Arbeitsgruppe vor
Timo Hansen, Lea-Marie Boos und Sina Wieckhorst trugen den Text ihrer Schüler-Arbeitsgruppe vor

Lorenz Jensen (Trompete und Arrangements), Andreas Hamburg (Violoncello) und Anna Milewska (Klavier) sorgten mit vier Werken für den musikalischen Rahmen. Dabei kam auch ein Stück zur Aufführung, das Jensen, der Leiter der Musikschule, extra für die Veranstaltung geschrieben hatte: „Meditation: Friede - Befreiung - Mai 1945" für Violoncello und Klavier.

Für die Stadt Quickborn legten der Stellv. Bürgervorsteher Henning Meyn und Bürgermeister Beckmann den Kranz nieder. Es folgten die CDU Quickborn, der Schützenverein und der Sozialverband
Für die Stadt Quickborn legten der Stellv. Bürgervorsteher Henning Meyn und Bürgermeister Beckmann den Kranz nieder. Es folgten die CDU Quickborn, der Schützenverein und der Sozialverband
Bei allen drei Kranzniederlegungen sorgte der Posaunenchor der Ev. Kirche unter Leitung von Michael Schmult für den musikalischen Rahmen
Bei allen drei Kranzniederlegungen sorgte der Posaunenchor der Ev. Kirche unter Leitung von Michael Schmult für den musikalischen Rahmen
Auf dem Nordfriedhof legten Meyn und Beckmann für die Stadt ein Gesteck nieder
Auf dem Nordfriedhof legten Meyn und Beckmann für die Stadt ein Gesteck nieder

Die Ansprache bei der Kranzniederlegung am Ehrenmal in Quickborn-Renzel hielt  der Stellv. Bürgervorsteher Henning Meyn. Er erinnerte an die segensreiche Tätigkeit des „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.", der über die Gräber der Kriege hinweg für Versöhnung, Friedenarbeit und Völkerverbindung einsteht. Wir müssten keine Verantwortung für die Fehler, die unsere Eltern und Großeltern gemacht haben, aber es unsere Aufgabe mitzuhelfen, dass unsere Kinder und Enkel die verhängnisvollen fehelen nicht wiederholen. Auch wenn es im Moment nicht danach aussehe, glaube er fest daran, dass eines Tages überall die Erkenntnis einkehren müsse, dass friedliches Zusammenleben der Sehnsucht der Menschen entspricht und Gewalt, Krieg und Zerstörung. Er zitierte Goethe: „In allen Dingen ist besser hoffen als verzeifeln."

Am Ehrenmal in Quickborn-Renzel legten die Stadt Quickborn, die CDU Quickborn und der Sozialverband Quickborn-Ellerau einen Kranz nieder.
Am Ehrenmal in Quickborn-Renzel legten die Stadt Quickborn, die CDU Quickborn und der Sozialverband Quickborn-Ellerau einen Kranz nieder.

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Kommentare: 1
  • #1

    Lea Marie Boos (Donnerstag, 11 Dezember 2025 09:50)

    Dieser Timo ist total die hottie Patottie... LOL

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