
4.11.2025 | Nachdem Uwe Scharpenberg in den Ruhestand gegangen ist, haben zum 1. Oktober 2025 Bärbel Bohlmann (55) als Leiterin und Tina Richter (46) als ihre Stellvertreterin die Führung des Fachbereiches Tiefbauten in der Quickborner Verwaltung übernommen. Beide sind im Rathaus keine Unbekannten.
Die gebürtige Ostfriesin und studierte Bauingenieuerin Bohlmann ist bereits seit 25 Jahren in der Quickborner Verwaltung tätig, die letzten 10 Jahre als Stellvertreterin Scharpenbergs. Sie freue sich in ihrer neuen Position, noch mehr gestalten zu können, so Bohlmann im Pressegespräch. Bürgermeister Beckmann brachte seine Freude zum Ausdruck, dass sich Bohlmann um die Position beworben habe. Er schätze vor allem ihr lösungsorientiertes Arbeiten.
Richter ist bereits seit 2011 in der Quickborner Verwaltung tätig. Gebürtig in Nordrhein-Westfalen hat sie in Cottbus ihr Studium zur Bauingenieurin absolviert und auch in Berlin gelebt. Beckmann: „Sehr erfreulich, dass Frau Richter Quickborn den Vorzug gegenüber der Weltstadt Berlin gegeben hat." Sie war bislang als Sachbearbeiterin in dem Fachbereich tätig. Eine Ausschreibung für ihre Nachfolgerin läuft gerade.
Der Fachbereich Tiefbauten zählt insgesamt 42 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter 23 im Bauhof, und ist verantwortlich für einen Etat von 15 Millionen Euro.
Beckmann freut sich, dass mit den beiden eine hausinterne und vor allem langfristige Lösung realisiert werden konnte. Und er wies darauf hin, dass damit in der Quickborner Verwaltung die Geschlechter-Parität erreicht sei. Von den sieben Fachbereichen werden jetzt drei von Frauen geführt: Claudia Takla-Zehrfeld (FB 1 für Zentrale Steuerung und Dienste, nachhaltige Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung), Anett Winter (Fachbreich Finanzen) und jetzt eben Bärbel Bohlmann (Fachbereich Tiefbauten).
Große Projekte in Arbeit und in Vorbereitung
Bürgermeister. Beckmann wies darauf hin, dass der Fachbereich Tiefbauten nicht nur für Projekte unter der Erde verantwortlich sei, sondern z.B. auch bei Wohnprojekten wegen der Anbindung der „Medien" (Gas, Wasser, Telekommunikation) involviert sei. Selbst für den Baumbestand in Quickborn ist der Fachbereich zuständig.
Der Investitionsstau für Kanäle in den nächsten Jahren betrage 52 Millionen Euro, für den Straßenbau rund 150 Millionen Euro. Ein besonderes Anliegen der neuen Fachbereichsleiterin ist das gesamtheitliche Denken: „ Es macht keinen Sinn, eine Straße zu sanieren, wenn wir zwei Jahre später alles wieder aufbuddeln müssen, weil die Kanäle darunter defekt sind!"
Ein wichtiges Thema ist der Schutz Quickborn bei Starkregen wie er im Juli 2024 zu verzeichnen war und derAusbau zur „Schwammstadt".
Aktuelle Projekte sind:
- Im Laufe diese Jahres ist es zu 25 Rohrbrüchen gekommen, doppelt so viel wie in den vergangenen Jahres. Eine der Baustellen liegt vor dem Markant-Parkplatz.
- Für 2027 ist der Bau eines Staubeckens im Bereich der Kieler Straße (B4) zum Schutz vor Starkregen vorgesehen.
- Im Zusammenhang mit dem „To Huus"- Projekt in der Bahnhofstraße soll In der Dorotheenstraße und am Dorotheenring das gesamte Kanalnetz inkl. Gas, Wasser und Strom erneuert werden. Hierfür ist eine Bürgerveranstaltung im Januar 2026 vorgesehen.
- Für die geplante neue Trassenführung der Ulzburger Landstraße sollen im Haushalt 2027 erste Maßnahmen berücksichtigt werden.
- Für den P+R-Platz am Bahnhof Quickborn-Süd ist ein eingeschossiger Bau, in dem teils Doppelstockparker und teils Anlehnbügel verbaut werden, angedacht. Es wird sowohl einen abschließbaren als auch einen offen zugänglichen Bwerich geben.
Für die Zukunft kann sich Bohlmann in ihrem Fachbereich auch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) vorstellen. So könnte KI bei der Auswertung von Messungen, der Kontrolle von Kanälen über Sensoren und die automatische Vorbereitung von Anträgen hilfreich sein, ja sogar eine übermässige Bevölkerung von Kanälen durch Ratten könnte überwacht werden. Bohlmann selbst studiert aktuell für ein Jahr nebenberuflich KI, hat allerdings bei ihren bisherigen Nutzungen eines bekannten Programms keine positiven Erfahrungen gemacht: „Da gab es viele fehlerhafte Ergebnisse!"

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Anwohner (Donnerstag, 06 November 2025 10:30)
"To Huus" - noch nicht rechtsverbindlich beschlossen erzeugt der Klotz schon Kosten. Wir haben eine Bücherei, deren Renovierung erst im Februar gefeiert wurde. Billig war das Ganze auch nicht. Jetzt schmeißen wir nochmal Geld raus, als hätten wir zu viel davon. War da nicht noch eine marode Schule? Ach ja,....kein Geld. Na denn. Vergessen wir nicht den kleinen Stichweg für Fußgänger und Radfahrer vom Dorotheenring zur Bahnhofstraße. Bitte nicht versehentlich überbauen.