21.10.2025 | Elke Schreiber ist in Quickborn vor allem als AWO-Vorsitzende bekannt, aber ein Blick auf ihren Lebenslauf zeigt, dass sie schon in vielfältiger Weise in Quickborn aktiv war
und auch jetzt noch viele überörtliche Funktionen ausübt. Ein besonderes Datum war für uns Anlass zu einem Gespräch.
Frau Schreiber, wir kommen ja heute aus einem besonderen Anlass zusammen. Verraten Sie uns doch mal, welchen Anlass es gibt.
Der Anlass ist aus Ihrer Sicht, dass ich am 23.10. 80 Jahre alt werde. Aus meiner Sicht ist das aber kein Grund zum Feiern. Aber viele Menschen meinen, das müsste man feiern. Und deshalb wird dieser Tag dann auch von vielen besonders begangen. Ich selbst feiere nicht groß, sondern ich treffe mich mit meinen AWO-Freundinnen am 23.10. abends im Beluga-Kino, weil dort der Film „50 Jahre Roland Kaiser" aufgeführt wird. Da ich Roland Kaiser persönlich kenne und auch ein Fan von ihm bin, schauen wir uns den Film gemeinsam an. Das war mein Wunsch an meine AWO-Mädels.
Der SPD-Kreisverband Pinneberg wird dann am 2.11. 2025 zu einem Empfang in der Kreisgeschäftsstelle der SPD in Pinneberg einladen.
Dann erst einmal viel Spaß beim Filmabend. Wenn ich ehrlich bin, wäre ich nie auf die Idee gekommen, dass Sie diesen Geburtstag feiern können. Ich kenne Sie ja vor allem als aktive AWO-Vorsitzende. Vielleicht erzählen Sie uns erst einmal, was die AWO eigentlich macht, was die Organisation in Quickborn und im Land so leistet ...
Also man muss da unterscheiden: Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) gibt es einmal als ehrenamtliche Organisation und einmal als hauptamtliche Organisation mit Kindergärten, Pflegeeinrichtungen usw., in denen natürlich hauptamtliche Kräfte tätig sind. Das Ehrenamtliche ist das, was wir hier in Quickborn ganz erfolgreich machen. Wir kümmern uns um Seniorinnen und Senioren, die vielleicht zuhause ein bisschen einsam sind. Wir bieten ihnen hier einiges, damt sie ein paar schöne Stunden verleben können. Für die Zukunft arbeiten wir schon daran, dass wir auch jüngere Leute ansprechen, denn auch dort gibt es Einsame. Also das Motto ist „Gemeinsam statt einsam!" Und deswegen mache ich das hier.
Und wie sind Sie zu dieser Aufgabe gekommen?
Ich bin kurz vor dem Jahr 2010 gebeten worden, den. Vorsitz zu übernehmen, weil die AWO damals eine Nachfolgerin für Frau Abendroth suchte, die ja hier in Quickborn auch sehr bekannt ist. Damals war ich ja noch berufstätig und zusammen mit Politik und AWO, wäre das zuviel geworden. Da habe ich gesagt, sobald ich in Pension gehe, kann ich darüber noch einmal nachdenken in der Hoffnung, dass sie es bis dahin vergessen haben würden. Aber sie haben es nicht vergessen und so wurde ich nach meiner Tätigkeit als Abteilungsleiterin im Sozialamt des Bezirksamtes Eimsbüttel 2010 AWO-Vorsitzende in Quickborn. Und AWO-Mitglied wird man als SPD-Mitglied quasi automatisch, zumindest sind viele SPD-Mitglieder auch AWO-Mitglieder.
Sie waren also schon vorher in der SPD?
In der SPD bin ich schon 52 Jahre Mitglied. Das hat also mit der AWO zunächst einmal nichts zu tun. Anlass war ursprünglich mein Großvater, der mir schon als kleines Kind etwas über die Sozialdemokraten erzählt hat. obwohl ich damals überhaupt nicht begriffen habe, wie wichtig das ist. Anlass war dann später das Misstrauensvotum gegen Willy Brandt, da gab es ja die große Eintrittswelle und da bin ich dann auch in die SPD eingetreten. Aber ein bisschen familiär gewachsen ist es auch. Ich glaube, es geht vielen in meinem Alter so, dass die Familie ein großes Vorbild ist.
Und Sie waren dann ja auch in Quickborn in der SPD aktiv ...
Ja, seitdem ich in Quickborn wohne. Ich stamme aus Niedersachen aus Wilhelmshaven und wir sind dann 1980 zunächst nach Hamburg gezogen, wo ich vier Jahre gewohnt habe. Dort war ich dann zeitweise nicht mehr aktiv. 1990, als wir hier gebaut haben, bin ich dann nach Quickborn gekommen. Und da war der Anlass, dass ich wieder in die Politik eingestiegen bin: Wie es in der SPD üblich ist, wird man zu besonderen Jahreszahlen geehrt. Das waren bei mir dann 25 Jahre. Und als ich dann nach Hause kam, hatte ich das erste Amt in Quickborn: Da wurde ich im Ortsverein Schriftführerin, später Kassenwartin und irgendwann war ich dann für zehn Jahre Ortsvereinsvorsitzende der SPD.
Jetzt sind Sie aber nur noch überörtlich für die SPD tätig ....


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Ansicht (Dienstag, 21 Oktober 2025 20:06)
Respekt, viel erreicht, jedoch vieles nicht erreicht.
Man sollte wissen wann die Zeit abgelaufen ist. Die neue Zeit benötigt keine pragmatischen Ansätze von vorgestern.