
15.10.2025 | Vor zehn Jahren hat der Künstler Edwin Zaft zum ersten Mal Werke aus seinem Schaffen im Büro des Bürgermeisters ausgestellt, damals noch beim damaligen Amtsinhaber Thomas
Köppl. Seitdem wurde die Ausstellung immer wieder aktualisiert, jetzt wurden die neuesten Bilder vorgestellt.
Zaft ist den Quickbornern vor allem als engagierter 2. Vorsitzender des Kunstvereins und als Kurator der zahlreichen Ausstellungen in den Räumen des Vereins in der Kieler Straße 149 bekannt. Doch der diplomierte Grafik-Designer ist vor allem schon seit vielen Jahren als freischaffender Künstler aktiv.
Insgesamt sind zwölf Werke von Zaft im Rathaus zu sehen:
o Drei „stille Werke”: Naturimpressionen aus Quickborn und Schleswig-Holstein.
o Ein Werk mit dem Titel „Geister”: Entstanden nach einer historischen Fotografie einer Trauerfeier; die Idee kam Zaft, als er bei einem Friedhofsbesuch einen vermutlich trauernden Menschen durch
ein Gebüsch erblickte.
o Acht Bilder aus der Reihe „à la Blossfeldt”: Inspiriert von Karl Blossfeldt, einem deutschen Bildhauer und Fotografen (1865 - 1932), der Anfang des 20. Jahrhunderts mit seinen Fotografien u.a. von exotischen und heimischen Pflanzen große Bekanntheit erlangte. Zaft nahm diese Impulse auf und zeichnete in einem aufwändigen Verfahren Blätter usw. iim Stil Blossfeldts.
Als Gastgeschenk überreichte Edwin Zaft Bürgermeister Beckmann eine farbige Version des Bildes „Große Welle“ von Katsushika Hokusai, von dem eine Kopie bereits im Büro des Bürgemeisters hängt. Zaft hat auf seinem Tablet (ohne KI!) eine farbige Fassung des Motivs angefertigt, in der er die traditionellen Fischerboote durch Flüchtlingsboote ersetzt hat. Eine Arbeit, die zum Nachdenken über Bilder, ihre Bedeutungen und ihre Aktualität anregt.
Für Bürgermeister Beckmann ist Kultur kein Beiwerk, sondern Grundnahrungsmittel. „Kunst nährt den Geist“, so Beckmann. Er erinnerte daran, dass Kultur für das Leben in Quickborn eine große Rolle spiele. „Noch heute werde ich auf die drei Kröten von Tobias Zaft (übrgens der Sohn von Edwin Zaft) angesprochen, die unter dem Motto „Work-Life-Challenge" im Sommer 2024 auf dem Rathausmarkt ausgestellt waren. Das zeigt mir, dass Kunst im öffentlichen Raum wirkt und zu spannenden Gesprächen anregt, die man sonst vielleicht nicht geführt hätte.“ Auf den Fensterbrettern in seinem Büro hat er sogar Mini-Repliken der Kröten stehen. Kunst in Quickborn solle, so betont er, zum Innehalten anregen, Impulse setzen – und zugleich zeigen, wieviel Potenzial in der Eulenstadt steckt. Er ruft alle Quickbornerinnen und Quickborner dazu auf, die Angebote des Kunstvereins und Veranstaltungen rund um Kunst im öffentlichen Raum wahrzunehmen.
Gelobt hat er in diesem Zusammenhang die vielfältigen, von Zaft organisierten Ausstellungen im Kunstverein. Er bedauerte jedoch, dass diese etwas außerhalb des Zentrums stattfänden. Zaft selbst ist mit dem Standort durchaus zufrieden.*Beim Kunstverein handelt es sich um eine mit ehrenamtlichen Engagement 'erarbeitete' Lokalität mit Charme und Aura!" Beckmann würde es begrüßen, wenn Ausstellungen (auch) in der Stadtmitte stattfinden könnten und wenn es auch nicht direkt ausgesprochen wurde, so dachte er sicherlich an das Projekt „TO HUUS" in der Nähe des Forum, in der auch die Stadtbücherei ihren neuen Platz finden wird. Und auch wenn Besucher des Bürgermeisters Gelegenheit haben, die Werke zu betrachten, so ist noch eine weitere Idee aufgetaucht: Vielleicht wird es beim nächsten Wechsel der Bilder ein öffentliche Vernissage geben .....



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