Stadt verlegt Steine an der St. Marien-Kirche

Bürgervorsteherin Annabell Krämer und Bürgermeister Thomas Beckmann verlegten den Stein, den die Stadt zum Kirchweihfest gespendet hatte
Bürgervorsteherin Annabell Krämer und Bürgermeister Thomas Beckmann verlegten den Stein, den die Stadt zum Kirchweihfest gespendet hatte

3.9.2025 | Am Sonntag, dem 7. September, feierte die katholischen Kirche St. Marien in Erinnerung an die Gründung ihrer Stiftung im Jahre 2004, das Stiftungsfest - wenn auch in kleinerem Umfang als sonst. Höhepunkt war die Verlegung eines „Lebenden Steines" durch die Bürgervorsteherin Annabell Krämer und Bürgermeister Thomas Beckmann.

 

Die am 8. September 2004 in Leben gerufene Stiftung St. Marien Quickborn verfolgt das Ziel, die katholische Gemeinde in der Wahrnehmung ihrer pastoralen und sozial-caritativen Aufgaben zu fördern. Ein Anliegen, das heute sicher mehr denn je im Mittelpunkt kirchlicher Arbeit steht.

 

Das Fest begann mit einem festlichen Gottesdienst um 9:15 Uhr. Noch im Glanz des Jubiläumsfest anlässlich der Weihe der Kirche im Jahr 2000 im Mai, stand auch wieder, angelehnt an den Leitspruch der Gemeinde „Ihr seid die lebenden Steine Gottes“,  die Verlegung der „Lebenden Steine“ im Mittelpunkt des Geschehens. Diese gespendeten Steine, versehen mit Gravuren für Familienmitglieder, Freunde und Verwandte, werden in jedem Jahr im Rahmen des Stiftungsfestes auf dem Kirchplatz verlegt. Prominente Steinverleger waren in diesem Bürgervorsteherin Annabell Krämer und Bürgermeister Thomas Beckman, die einen Stein „25 Jahre Kirchweihe Quickborn" verlegten. Bei schönem Wetter klang das Treffen  bei Kaffee, Kuchen und Kaltgetränken aus.

Das Ehepaar Wiese verlegt seit vielen Jahren die Lebenden Steine und seine Familie ist auch mit vielen Steinen auf dem Platz vertreten.
Das Ehepaar Wiese verlegt seit vielen Jahren die Lebenden Steine und seine Familie ist auch mit vielen Steinen auf dem Platz vertreten.

Jürgen Kuper, Vorstand des Stiftungsrates,(l.) begrüßte die Gäste. Er betonte, dass die katholische Kirche ein integraler Teil der Stadt Quickborn sei, die Mitglieder freuten sich aber auch über die Unterstützung, die die Gemeinschaft jederzeit duch die Stadt erfahre. Er dankte dem Ehepaar Wiese, das in den letzten Jahren über 900 Steine verlegt hat. Er erhielt ein Verzeichnis alller Steine. Besorgt zeigte er sich, dass sich in Zukunft keine Brennerei mehr finden lasse, die die Steine mit den Namen versehen könne. Aber nächstes Jahr sei die Zeremonie noch gesichert.

 

Bürgervorsteherin Annabell Krämer machte in ihrem Grußwort deutlich, dass die Aktion der Lebenden Steine nicht nur an liebe Menschen erinnere, die mit solchen Steinen verewigt werden, sie erinnere auch daran, dass die Kirche nicht nur aus Mauern und Steinen bestehe, sondern auch aus lebendigen, engagierten Menschen, die sie mit ihrem Glauben und ihrem Handeln füllen. Jeder von uns sei wie ein „lebendiger Stein", der zusammen mit anderen ein starke und lebendige Gemeinschaft bilde und ein Segen für andere sein könne. Eine Kirche sei mehr als Mauerwerk und Mörtel - sie sei Heimat und Hoffnung für viele Menschen. Hier fänden Menschen Halt und Trost, werden Werte des Glaubens und der Solidarität gelebt und es entstünden zahlreiche Begegnungen, die die Stadt und unsere Gesellschaft bereicherten. Die Gemeinde St. Marien wirke mit ihrem vielfältigen Engagement für und in Quickborn weit über die Gottesdienste hinaus. So sei das Eulen-Café auf dem Eulenfest fester Bestandteil des Stadtfestes. Das Ausländerfest biete Raum für Begegnung und Austausch für die vielen Nationen, die in Quickborn zu finden seien und es zu einer weltoffenen Stadt machten. Das St. Martinsfest am 11. Novembermit dem Laternenumzug und dem Posaunenchor der evangelischen Kirche sei ein schönes Zeichen gelebter Ökumene. Die katholische Kindertagesstätte St. Marien zeige im Gemeindehaus, wie Kirche auch junge Familien unterstütze und ein Teil ein Teil des täglichen Lebens sein könne. Außerdem biete die Kirche Raum für Konzerte geistlicher Musik. Besonders erwähnte sie auch die Caritas-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter, die sowohl in amtlicher als auch in ehrenamtlicher Funktion unverzichtbar in der Betreuung von Flüchtlingen und älteren Menschen seien. Zum Abschluss ihrer Rede verwies sie auf ein Bild „Die Kirche ist ein Leuchtturm in der Stadt, der den Menschen Orientierung und Hoffnung gibt." Dieses Bild gefalle ihr sehr. Ein Leuchtturm sende sein Licht in die Weite und kümmere sich nicht darum, wer davon Nutzen habe. Die Kirche habe eine ähnliche Funktion - für alle, die danach suchen oder gefunden werden wollen, sei sie eine spirituelle oder soziale Anlaufstelle.

 

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