Im Kunstverein: Lesung mit Joachim Frank „Mädchen mit rotem Auge"

Foto: Website Joachim Frank
Foto: Website Joachim Frank

9.8.2025 | Wo sonst der Kunstverein die Besucher mit Ausstellungen begeistert, steht dieses Mal etwas anderes auf dem Programm: Am 12.10.2025 ab 16.00 Uhr liest der Autor Joachim Frank aus seinem Roman „Mädchen mit rotem Auge".

 

Es geht um die Schnittstelle von Kunst und Gesellschaft: Der Künstler schafft, das Publikum betrachtet, bewertet und kauft – oder eben nicht. Jeder Künstler steht im Interessenskonflikt zwischen der Verwirklichung eigener künstlerischer Vorstellungen

und marktgerechter Produktion, um Erfolg zu haben. In der Zusammenarbeit von Carmen und Serge, zwei der Protagonisten, stellt sich außerdem die Frage nach der Originalität von Kunstwerken, denn die bestimmt weitgehend deren Marktwert. Die Gesellschaft – hier die Wohlhabenden in Hamburg – kauft, was gefällt, was en vogue oder was teuer ist. Auf die Preise nehmen viele Einfluss, neben unabhängigen Kritikern auch Galeristen und Händler, die eigene Interessen verfolgen. Kunst wird in diesem Roman zur Achse, um die sich das gesellschaftliche Leben eines überschaubaren Kreises an Alster und Elbe dreht.

 

Ein weiterer Aspekt des Romans befasst sich mit der Frage, nach welchen Kriterien beurteilt wird, was unter Originalität und Authentizität, was unter Wahrheit und Echtheit zu verstehen ist. Wo fängt die Manipulation an, wann handelt es sich um Fälschung, also um Irreführung und Betrug? Und gibt es ein „Dazwischen“? In Zeiten von KI und Fake-News ein höchst relevantes Thema, das in diesem Roman im Bereich der bildenden Kunst gespiegelt wird.

 

Zum Autor

Joachim Frank ist 1952 in Hamburg geboren, lebt in Prisdorf bei Pinneberg und in Schweden. Nach dem Studium von Germanistik, Sport und Pädagogik war er über drei Jahrzehnte als Lehrer in Hamburg tätig. Auf vielen Reisen entstanden erste Kurzgeschichten über die kleinen und großen Begebenheiten an den Wegesrändern des Lebens. Veröffentlichungen: „Fixsterne“ (Roman, 2006), vier Bände mit Kurzgeschichten; „Variationen des Glücks“ (2010), „Momente wie diese“ (2015), „Weihnachtsgeheimnisse“ (2016) und „Farben in wechselndem Licht“ (2020) sowie Reiseerzählungen über Botswana (2008), Ägypten (2010), Ecuador (2012) und die Kapverden (2013, alle im Wiesenburg Verlag, Schweinfurt). Außerdem das erzählende Sachbuch „Wie ich lernte, einen Hund zu lieben“ (Fred & Otto - der Hundeverlag, Berlin, 2019). 2016 gewann er den Kurzgeschichtenpreis der Hamburger Autorenvereinigung, 2017 den „Bahman-Preis“ auf der literatur-altonale, 2019 den Literaturpreis des Erwin-Strittmatter-Vereins und 2023 den Prosa-Preis des Vereins für zeitgenössische Literatur NordBuch e.V.

 

 

 

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