29.6.2025 | Die Musikschule war extra auf Werbe-Tour durch die Quickborner Grundschulen gezogen, trotzdem war der Artur-Grenz-Saal am vergangenen Sonnabend bei dem musikalischen Abenteuer
„Wickie und die starken Männer" nur knapp zur Hälfte besetzt. Die anwesenden Kinder, Eltern und Großeltern (sowie Bürgermeister Thomas Beckmann und der stellv. Bürgervorsteher Henning Meyn)
erlebten ein beeindruckendes Konzert zur Lesung einer Wickie-Geschichte.
Zum Start allerdings stand allerdings eine andere Figur im Mittelpunkt: Zum 80. Geburtstag von Pippi Langstrumpf intonierte das Orchester das bekannte Leitmotiv und im Anschluss lud Lorenz Jensen, der nicht nur das Orchester, sondern die gesamte Veranstaltung leitete, das Publikum zum Mitsingen ein und so füllte ein fröhliches „3 x 3 macht 4 ..." den Saal.
Dann aber widmeten sich Jensen und das Ensemble dem Titelhelden des Nachmittages. „Wickie und die starken Männer", ein Kinderbuch des schwedischen Schriftstellers Runer Jonsson und des schwedischen Illustrators Ewert Karlsson erschien im Original bereits 1963, 1964 folgte die deutsche Übersetzung. Der Episodenroman behandelt die Abenteuer des kleinen und schmächtigen, etwas ängstlichen, aber schlauen Wikingerjungen Wickie. Die Probleme, in die die erwachsenen Wikinger auf ihren Beutefahren immer wieder geraten, löst er allein mit der Kraft seines Verstandes. Bekannt wurde Wickie auch durch eine Zeichentrickserie des ZDF Angang der 70er-Jahre.
Zum musikalischer Auftakt „Schiff ahoi, Schiff ahoi ..." lud Jensen wieder zum Mitsingen ein. Dann erzählte er die Geschichte von der Fahrt der Wikinger von ihrem Dorf Flake nach Lappland, um auf dem Markt in Tromsö nach dem langen Winter die Vorräte zu erneuern. Auf der Rückreise begegnen ihnen fünf Piratenschiffe. Angesichts der Übermacht wäre ein bewaffneter Widerstand zwecklos gewesen. Da hat Wickie eine Idee: Sie schmieren sich roten Saft ins Gesicht und lassen aus ihren Mündern weißen Schaum hervorquellen, um eine ansteckende Krankheit zu simulieren. Als sich die Piraten den stöhnenden „Kranken" nähern, nehmen sie sofort Reißaus, so dass die Wikinger ungefährdet ihre Heimreise antreten können. Zuhause wird dann ein großes Fest gefeiert, so dass der eine oder andere etwas torkelte. Jensen unterstrich dies, indem er selbst etwas über die Bühne schwankte ...
Die einzelnen Passagen der Lesung wurden jeweils von einem großen Blechbläserensemble und einer Rhythmusgruppe musikalisch untermalt. Jensen hatte dafür die renommierte Formation „mare brass“ nach Quickborn geholt, unterstützt wurden sie von Schülerinnen und Schülern der Musikschule. Mit dabei waren Rolf Lenschat, Stefan Unbehaun-Nebert, Vanessa Prieß, Janina Schmidt (Trompeten), Heiko Kremers (Horn), Andreas Hussong, Hilke Jacobsen, Anna Cordes, Doris Geisel (Posaunen), Jörg Schmidt-Hohensee (Tuba und E-Bass), Eleonora Fischer (E-Gitarre) und Thomas Kollenbach (Schlagzeug). Sie sorgten für einen überwiegend druckvollen, aber auch differenzierten Sound.
Selbstverständlich entließ das begeisterte Publikum Sprecher und Musiker nicht ohne eine Zugabe. Eine nette Überraschung. gab es dann noch am Ausgang: Anna Milewska, ansonsten als Pianistin aktiv, bot gemeinsam mit Christiane Moriconi von der Musikschule Plätzchen im Wickie-Design an ....



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