Pe Werner:„Ich fühle mich reich beschenkt .."

22.10.2023 | Während Künstler ihre größten Hits meist erst gegen Ende eines Konzerts spielen, machte es Pe Werner bei ihrem Auftritt am Freitag im Artur-Grenz-Saal komplett anders: Sie eröffnete ihr Konzert mit ihrem Erfolgssong „Kribbeln im Bauch" und hatte damit von Anfang das Publikum auf ihrer Seite, das sie mit warmen Beifall willkommen hieß. Unter dem Motto „Best of von A nach Pe" unterhielt sie das Publikum gemeinsam mit ihrem Pianisten Peter Grabinger bestens mit über 20 Songs überwiegend aus eigener Feder und charmant eingestreuten Erlebnissen aus ihrem Leben.

 

Jörg Martens, Vorsitzender des Kultur-Vereins, freute sich in seiner Begrüßung über den gut besuchten Saal. Das Konzept des Vereins, dem Quickborner Publikum zunehmend auch populäre Veranstaltungen anzubieten, scheint sich zunehmend auszuzahlen.

 

Zu den ersten Stücken holte sich Werner eine weitere Verstärkung auf die Bühne: Aus der Mitte des Saales, wo ungewöhnlicherweise die Technik aufgebaut war, eilte ihr Tonmeister Pit Lenz zu ihr, um gemeinsam mit ihr „Deine Stimme" zu singen. Mit einem Mundharmonika-Solo sorgte er darüber hinaus richtig für Stimmung, bevor er an seinen Technik-Platz zurückkehrte.

 

Sie erzählte, wie sie als junges Mädchen mit einem VW-Bus zu ihrem ersten Urlaub allein nach Südfrankreich aufbrach und leitete damit über zu ihrem Song „Freibeuter-Sehnsucht", in dem sie alle auffordert, „der Freibeuter-Sehnsucht die Sporen zu geben..." Alle ihre Lieder zeichnen sich durch poetische Texte aus, die vom Quickborner Publikum offenkundig spürbar geschätzt wurden, denn Werner rief den Besuchern zu:„Ich fühle mich reich beschenkt ..." Das galt sicher auch umgekehrt, denn immer wieder spendierten die Besucher viel Beifall.

 

Das geschah auch, als Werner ausnahmsweise einen Fremdtitel vortrug: „Nehm Se nen Alten" von Otto Reuter nahm sie zum Anlass, augenzwinkernd ihren „alten" Pianisten Peter Grabinger vorzustellen, der immerhin schon 66 Jahre alt ist (was man ihm aber nicht ansieht ...) . Das Alter spielte dann auch weiter eine Rolle: „Wenn man zu Weihnachten eine Saftpresse geschenkt bekommt, dann weiß man, was die Stunde geschlagen hat ..." und „Vom Windeltisch zum Treppenlift ..."

 

Eher beiläufig erwähnte Werner, dass sie auch für zahlreiche andere Künstler Songs geschrieben hat, so z.B.für Mary Roos, Katja Ebstein, Milva, Stefan Gwildis und Mireille Mathieu. Mit „Ein Mann muss tun, was er tun muss" trug sie ein Lied vor, das sie für Barbara Schöneberger geschrieben hat und das - welch Wunder - auch einen humoristischen Text hat.

 

Geschickt verstand es Werner, eine Beziehung zum Quickborner Publikum herzustellen, z.B. indem sie in Texte die Eulenstadt einband oder ankündigte, sich morgen früh die Brötchen bei einem Quickborner Bäcker zu holen.

 

Etwas Besonderes gelang ihr dann zum Schluss ihres Konzertes: Alle Besucher sangen gemeinsam „Hejo spann den Wagen an ...", und das auch noch als Kanon!! Nach dem besinnlichen „Der Mond ist aufgegangen .." dürften alle nach einem höchst unterhaltsamen Konzert einer sympathischen Künstlerin beglückt in die mondbeschienene Nacht gegangen sein.

 

Über einen gut besuchten Saal konnte sich der Kultur-Vereins-Vorsitzende Jörg Martens bei seiner Begrüßung freuen
Über einen gut besuchten Saal konnte sich der Kultur-Vereins-Vorsitzende Jörg Martens bei seiner Begrüßung freuen
Ein höchst unterhaltsames Programm bot Pe Werner gemeinsam mit ihrem Pianisten Peter Gradinger
Ein höchst unterhaltsames Programm bot Pe Werner gemeinsam mit ihrem Pianisten Peter Gradinger

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