Gelungene Premiere: Kieler Straße-Präsentation als Live-Stream

Per Kamera wurde die LIve-Präsentation der Studie „Kieler Straße" direkt ins Internet übertragen.
Per Kamera wurde die LIve-Präsentation der Studie „Kieler Straße" direkt ins Internet übertragen.

15.11.2020 | Angesichts der Corona-bedingten Einschränkungen ging die Stadtverwaltung bei der Präsentation der Kieler-Straße-Studie neue Wege: Die Studie wurde nicht nur unter den aktuellen Hygiene-Bedingungen im Artur-Grenz-Saal vorgestellt, sondern zeitgleich per Livestream im Internet gezeigt. Offensichtlich mit Erfolg, denn einige Anfragen, die per Mail eingingen, konnten noch in der Sitzung beantwortet werden. Die wichtigsten Aussagen der Studie geben wir hier wieder.

 

Zum 1. November 1993 haben die Eltern von Eike Kuhrcke das Pflegeheim in Breitenberg übernommen, sie hatten es aus einer Insolvenz heraus gekauft. „Schon am ersten Tag musste ich wegen fehlender Mitarbeiter mit helfen“, sagt Eike Kuhrcke, der damals ein Gymnasium in Itzehoe besuchte. Dienste nach der Schule und am Wochenende waren für ihn Alltag. Nach dem Abitur studierte er Wirtschaftsinformatik und wurde fast parallel, mit 19 Jahren, zum Geschäftsführer bestellt. 2003 übernahm er das Pflegeheim „Haus im Bramautal“ in Wrist. Zusammen bieten die Pflegebetriebe 66 Plätze, 35 davon in Breitenberg. Bei Übernahme gab es dort sogar 50 Plätze, da damals noch Doppelzimmer vorherrschten. In den Jahren wurde das Haus immer weiter modernisiert, es wurde aus- und angebaut.

– Quelle: https://www.shz.de/21464597 ©2020

Zum 1. November 1993 haben die Eltern von Eike Kuhrcke das Pflegeheim in Breitenberg übernommen, sie hatten es aus einer Insolvenz heraus gekauft. „Schon am ersten Tag musste ich wegen fehlender Mitarbeiter mit helfen“, sagt Eike Kuhrcke, der damals ein Gymnasium in Itzehoe besuchte. Dienste nach der Schule und am Wochenende waren für ihn Alltag. Nach dem Abitur studierte er Wirtschaftsinformatik und wurde fast parallel, mit 19 Jahren, zum Geschäftsführer bestellt. 2003 übernahm er das Pflegeheim „Haus im Bramautal“ in Wrist. Zusammen bieten die Pflegebetriebe 66 Plätze, 35 davon in Breitenberg. Bei Übernahme gab es dort sogar 50 Plätze, da damals noch Doppelzimmer vorherrschten. In den Jahren wurde das Haus immer weiter modernisiert, es wurde aus- und angebaut.

– Quelle: https://www.shz.de/21464597 ©202
Frank Schlegelmilch (BPW Stadtplanung)  ....
Frank Schlegelmilch (BPW Stadtplanung) ....
und Jens Rümenapp (Gertz Gutsche Rübenapp) stellten die Studie vor ....
und Jens Rümenapp (Gertz Gutsche Rübenapp) stellten die Studie vor ....

... und erinnerten eingangs an die Zeiten, da die Kieler Straße eine Prachtstraße war. Und sie legten dar, dass schon seit Jahrzehnten über die Funktion und die Gestaltung der Kieler Straße diskutiert wird. Mitte 2019 wurde die jetzige Studie in Auftrag gegeben. Mit Infoständen an der Straße wurde den Anwohnern Gelegenheit gegeben, ihre Meinung kundzutun, im September 2019 gab es einen Rundgang mit einer Planungswerkstatt, online gingen rund 2.000 Berwertungen ein. Dabei äußerten sich viele, dass sie nur sanfte Veränderungen wünschten. Auch als Unfallschwerpunkt ist nach Angaben der Polizei die Kieler Straße bislang nicht aufgefallen.

 

Doch der Zustand der Kieler Straße wird auch in mancherlei Hinsicht als Problem empfunden, u.a. aufgrund ihrer Funktion als Hauptverkehrsachse, die die Ortsmitte durchschneidet.

 

Für die qualitative Aufwertung der Kieler Straße  gibt es folgende Planungsziele:

 

o Unterschiedliche Straßenabschnitte ausbilden

o Trennungswirkung verringern

o Funktion als zentralen Versorgungsbereich vitalisieren

o Verkehrshrsicherheit für alle erhöhen

o Fuß- und Radverkehr stärken

o Wohnqualitöten in nördlichen und südlichen Abschnitt verbessern

o Baukulturelles Erbe der historischen Chaussee sichtbar machen

o Qualitätvolle Neubauten zur Aufwertung des Stadtbildes nutzen

o Straßenraum klimawandelgerecht gestalten

 

Die entsprechende verkehrliche und städtebauliche Rahmenkonzeption sieht vor:

o Gliederung in 5 Abschnitte

o Historischen Gebäudebestand erhalten und sichtbarer machen

o Gestaltungsvorgaben für Neu- und Umbauten definieren

o Flächenpotenziale zur Erhöhung der Funktionsdichte nutzen

o Besondere Orte entlang der Achse schaffen und inszenieren

o Anlage von Einrichtungsradwegen entlang des gesamten Straßenverlaufes

o Im Wechsel verspringende Parkplätze mit Straßengrün

o Neuorganisation des ruhenden Verkehrs

o zusätzliche sicher Querungsmöglichkeiten (sogennate „Sprunginseln", um vor allem in den Abschnitte Mitte und Süd ein sicheres Queren für den Rad- und Fußverkehr zu ermöglichen).

 

Für den nördlichen Stadt-Eingang schlagen die Planer u.a. eine Verschwenkung der Fahrbahn vor, um die Geschwindigkeit zu drosseln, außerdem einen Geschwindigkeitsanzeiger oder soagr einen Blitzer. Außerdem sollte eine Querung für Radfahrer vorhanden sein, um den außerörtlichen Radweg sicher zu erreichen.

Langfristig sollte der Straßenquerschnitt zu Lasten des Autoverkehrs so verändert werden, dass mehr Platz für Radfahrer und für Parkstreifen geschaffen wird  (siehe untere Zeichnung.)

 

Im Bereich der Kirche können sich die Planer statt des jetzigen Parkplatzes eine Terrasse vorstellen, auf der gegenüberliegenden Seite könnte ein Platz mit Aufenthaltsqualität entstehen. Die Kreuzung Bahnhofstraße könnte eine Ampelanlage erhalten, die mit der Ampel an der Ellerauer Straße koordiniert wird. Und die Gerberstraße eine Fußgängerzone? Vielleicht könnte langfristig auch die Tankstelle verlegt werden, bei der es an den Ein- und Ausfahrten gelegentlich zu Problemen kommt?

 

Sowohl den Planern als auch den Verantwortlichen in Verwaltung und Politik ist klar, dass es sich bei der Umgestaltung der Kieler Straße um eine Generationen-Aufgabe handelt, zumal es sich um eine Bundesstraße handelt, bei der obere Behörden ein gewichtiges Wörtchen mitzureden haben. Felix Thermann, Quickborns oberster Stadtplaner:„Aber es ist gut, wenn wir eine solche Leitlinie haben, damit wir unserer Planungen darauf ausrichten und auch bei anstehenden Entscheidungen berücksichtigen können." So stehen demnächst Sanierungsarbeiten an der Kanalisation an, bei denen die Planungsziele bereits bedacht werden sollten. Außerdem müssen die Voraussetzungen gegeben sein, um Städtebaufördermittel zu erhalten.

 

Als „grobe Studie" bezeichneten die Planer die jetzt vorgestellten Überlegungen, viele Schritte werden in den nächsten Jahren folgen müssen, um die Pläne zu konkretisieren und in rechtlich verbindliche Formen wie z.B. einen B-Plan zu gießen.

 

Ein paar Anrgeungen für „Sofortmaßnahmen" hatten die Planer dann aber doch parat:

o einige Flächen mit Farbe als "legale" Parkpätze kenntlich machen

o Tempo30 an der Seniorenresidenz

o Sprunginseln mit vertretbarem Aufwand einrichten

o LKW-Parkverbot

o „Aufgeräumte" Gehwege ohne Werbeschilder

 

Zum Abschluss konnten einige in der Zwischenzeit per Mail eingegangene Fragen direkt beantwortet werden. So sehen die Planer keine Chance, am südlichen Ortseingang einen Kreisverkehr einzurichten. Und auf die Frage nach verloren gehenden Parkplätzen wies Bürgermeister Köppl darauf hin, dass es Ziel sei, die Attraktivität der Geschäfte zu steigern. Und das Radfahren gewinne an Bedeutung.

 

Auch weiterhin nimmt die Stadt Quickborn Hinweise und Fragen zum Thema Kieler Straße unter der Mail-Adresse stadtplanung@quickborn.de entgegen.

 

Die vollständige Studie ist hier abrufbar.

Mit dieser Übersicht machten die Planer deutlich, dass die Kieler Straße von vielen historischen Gebäuden geprägt ist, deren fachgerechte Sanierung möglich und sinnvoll sei. „Es lohnt sich, diesen Schatz zu heben!" Ausschussvorsitzender Bernd Kleinhapel (CDU) appellierte auch an die Eigeninitiative der Eigentümer, die historische Bausubstanz zu erhalten und teilweise auch zu rekonstruieren.


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