Tschüs Klaus Fechner

Sein verschmitztes Lächeln wird in Erinnerung bleiben: Klaus Fechner, hier mit einer während seiner Veranstaltungen entstandenen Zeichnung
Sein verschmitztes Lächeln wird in Erinnerung bleiben: Klaus Fechner, hier mit einer während seiner Veranstaltungen entstandenen Zeichnung

25.12.2019 | Wer im neuen Jahr die Stadtbücherei besucht, wird ein vertrautes Gesicht vermissen: Leiter Klaus Fechner hat die Quickborner Institution zum Jahresende verlassen.

 

Gemeinsam mit Monika Pütz, die weiter im Amt ist, hat der Diplom-Bibliothekar die Stadtbücherei die letzten sieben Jahre geführt. Mit vielfältigen Aktivitäten und einer systematischen Kommunikationsarbeit hat er bei Jung und Alt für das Medium Buch und das Lesen geworben. So lockt das „Bilderbuchkino" regelmäßig die Drei- bis Fünfjährigen vor den großen Bildschirm, auf dem parallel zu dem Vorgelesenen die Bilder aus einem Bilderbuch gezeigt werden. Bei der „Lesestart"-Reihe wird den Jüngsten ebenfalls vorgelesen.

 

Immer wieder organisierte Fechner Gemeinschaftsveranstaltungen mit Quickborner Schulen, bei denen z.B. Kinderbuchautoren und -Illustratorinnen vor einer großen Schar von Schülern und Schülerinnen Einblick in ihre Arbeit gaben. Zu den Erfolgs-Formaten zählt auch der FerienLeseClub, bei dem in den Sommerferien jeweils über 100 Schülerinnen und Schüler der 5., 6. und 7. Klassen aus 10 verschiedenen Schulen in vorgegebenen Büchern schmökern und anschließend ihr Wissen darüber unter Beweis stellen müssen. Erstmals gab es in diesem Jahr zur Belohnung neben attraktiven Preisen auch eine Sondervorführung im Beluga -Kino.

 

Dass Fechner über das klassische Buch hinaus auch für neue Medien aufgeschlossen war, zeigt sich nicht nur darin, dass die Stadtbücherei Quickborn - wie viele andere Büchereien auch  -  schon seit langem DVDs im Verleihangebot hat, Leser können in der Bücherei auch z.B. kostenlos 250 Magazine und Zeitungen online lesen.

 

Soziales Engagement zeigt die Stadtbücherei, indem SchülerInnen beim „Lesetreff" in Kooperation mit der Diakonie kostenlose Lese- und Hausaufgabenhilfe erhalten. Die Stadtbücherei als Treffpunkt, dies findet seinen Ausdruck auch in dem Offenen Handarbeitstreff „Strick & Schnack", der jeden letzten Freitag im Monat stattfindet.

 

Aber auch die visuelle Sprache kam unter Fechner nicht zu kurz: So organisierte er zahlreiche Ausstellungen zu den unterschiedlichsten Themen wie Frauenrechte, Natur, Kunst und anderen.

 

Last not least lud Fechner mit seinem engagierten Team immer wieder zu Lesungen mit regionalen und überregional bekannten Autoren und Autorinnen ein. Dabei wurde auch für die Gäste, die keine ständigen Besucher der Stadtbücherei sind, deutlich, mit welcher Freude Fechner für das Buch und Autoren gearbeitet hat. Sein verschmitztes Lächeln wird vielen in Erinnerung bleiben.

 

Sein Engagement und seine Erfahrungen wird Fechner ab 2020 bei der Stadtbücherei Rendsburg einbringen. Seine Nachfolgerin, die von der Stadtbücherei Glückstadt nach Quickborn wechselt, wird ihren Dienst im Februar antreten.

Wiederholt konnte Fechner in der Reihe der von ihm organisierten Lesungen den Quickborner Autoren Peter Jäger als Vortragenden begrüßen.
Wiederholt konnte Fechner in der Reihe der von ihm organisierten Lesungen den Quickborner Autoren Peter Jäger als Vortragenden begrüßen.

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