Ausstellung „Ich mache deine Kleidung - die starken Frauen aus Süd Ost Asien"

Stellten die Ausstellung vor: Annika Abellán (Caritas Migrationsdienst Quickborn), Hannah Gleisner (Gleichstellungbeauftragte), Mirja Mullikas (Diakonisches Werk Hamburg-West Südholstein) und Klaus Fechner (Leitung Stadtbücherei) v.l.
Stellten die Ausstellung vor: Annika Abellán (Caritas Migrationsdienst Quickborn), Hannah Gleisner (Gleichstellungbeauftragte), Mirja Mullikas (Diakonisches Werk Hamburg-West Südholstein) und Klaus Fechner (Leitung Stadtbücherei) v.l.

Zum diesjährigen Internationalen Frauentag laden die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Quickborn, die Stadtbücherei und der Arbeitskreis Interkulturelle Frauenarbeit (Deutscher Frauenring, Caritas Migrationsberatung Quickborn und Diakonisches Werk Hamburg West-Südholstein) gemeinsam zur Eröffnung der Ausstellung „Ich mache deine Kleidung – die starken Frauen aus Süd Ost Asien“ am 8. März um 18.00 Uhr in der Stadtbücherei ein.


Die Ausstellung wird vom 8.März bis zum 7. April 2018 in der Stadtbücherei Quickborn, Bahnhofstraße 100, zu sehen sein. Zur Ausstellungseröffnung erwartet die BesucherInnen zudem eine Filmvorführung. „Todschick – die Schattenseiten der Mode“, ein Dokumentarfilm von Inge Altemeier und Reinhard Hornung, beleuchtet die Arbeitssituation in der Textilindustrie. Er deckt die politischen und wirtschaftlichen Strukturen auf, die dazu führen, dass überwiegend Frauen und auch Männer unter prekären und menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen
Tonnen von Textilien herstellen. Diese werden dann oftmals, ganz im Sinne einer „Wegwerfgesellschaft“ nach kürzester Zeit wieder entsorgt. Im Durchschnitt wird ein Kleidungsstück nur etwa vier Mal getragen, bevor es entsorgt wird.


„Der Film schafft es zu bewegen, ohne den erhobenen Zeigefinger nur uns Verbraucherinnen und Verbrauchern vorzuhalten“, sagt Hannah Gleisner, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt. Die Plakatausstellung zeigt Portraits von Frauen, die sich als Textilarbeiterinnen gewerkschaftlich engagieren. Allen Gefahren zum Trotz. Denn, wenn Frau sich organisiert, sich für die Rechte der Arbeiterinnen und Arbeiter einsetzt, riskiert sie nicht nur, ihre Arbeit zu verlieren, sondern zum Teil auch Bedrohungen und Gewalt gegen sie selbst und ihre Familie.


„Ich möchte, dass die ArbeiterInnen ihr Recht bekommen“, sagt Shahnaz Akter (23) aus Dhaka in Bangladesh, eine der portraitierten Frauen. Und Tania Akter (23) auch aus Dhaka, Bangladesh ist es wichtig zu zeigen: „Ich bin hier – mich gibt es!“
Das ist ein Punkt, der für die VeranstalterInnen ebenfalls im Fokus steht: „Menschen machen unsere Kleidung. Auch das T-Shirt für 3,99 € wird von einer Person hergestellt, die ihr Leben bestreiten muss, die gesund bleiben möchte und vielleicht eine Familie hat“, meint Klaus Fechner von der Stadtbücherei. Sviatlana Fregin vom Diakonischen Werk ergänzt: „In Zeiten von Überangebot und Schnäppchen-Wahn geht dieser Gedanke jedoch nur allzu oft unter.“


Als Referentin konnte Teresa Ruckelshauß von der Clean Clothes Campaign (Kampagne für saubere Kleidung) Schleswig-Holstein gewonnen werden.
Sie wird einen Einstieg in das Thema geben und hat Tipps im Gepäck, was wir tun können, um menschenwürdige Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie zu

fördern und nachhaltig und wertschätzend mit unserer Kleidung umzugehen. Frau Ruckelshauß wird nach der Filmvorführung auch für Fragen zur Verfügung stehen.
Worauf können wir achten? Welche Gütesiegel sind wirklich vertrauenswürdig? Was mache ich mit Kleidung, die ich nicht mehr tragen möchte? Wie können wir den politischen Druck und den auf die Wirtschaft erhöhen, damit endlich transparente Auskünfte zu den Lieferanten gegeben werden und Menschenrechte entlang der gesamten Lieferkette eingehalten werden kann.

 

Der Eintritt zu der Ausstellung ist aufgrund besonderer Förderung frei.

 


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