Nachrichten aus der Provinz

GUDELIUS: Augenblick mal!

 

Hier schreibt der Quickborner Autor Peter Gudelius einmal in der Woche zu Themen der Stadt, des Landes und der Welt. Was sich kritisch liest, mal mehr, mal weniger zugespitzt, will als Anregung verstanden sein und zum Nachdenken verführen. Die Äußerungen des Autors stellen nicht die Meinung des Herausgebers/der Redaktion dar.

Weitere Beiträge des Autors finden Sie in seinem Blog „Sprach-los".

 

In der letzten Quickborner Ratsversammlung kam ein Thema zur Sprache, das dem Quickborner Tageblatt vom 2. November einen ausführlichen Zweispalter wert war: „Die Gender-Frage in der Regengebührsatzung“. Auch in dem Beitrag zur Niederschlagswassergebühr hier auf Quickborn1 wird darauf eingegangen.

 

Eine Lachnummer? Nein, alles ganz ernst gemeint.

 

Ein Herr regte sich auf, dass die im Text gewählte männliche Form – so der Satzungstext – gleichermaßen für die weibliche Form gelte. Große Empörung: „Unverschämt!“ Beides, das Männliche wie auch das Weibliche, müsse gesondert erwähnt werden.

 

Dann doch Frieden. In der nächsten Sitzung soll eine Fassung mit männlichen und weiblichen Formulierungen vorliegen.

 

Frage: Muss das alles sein? Geht es nicht auch anders? Ein bisschen Großzügigkeit würde helfen. Aber so?

 

Wir stolpern so lange über unsere „political correctness“, bis wir der Länge nach hinschlagen. Und wer hilft uns dann wieder auf die Beine? Vielleicht der gesunde Menschenverstand? Ist jemand bereit, darauf zu wetten?


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