Stadt hat das Torfwerk gekauft

Das Torfwerk befindet sich jetzt im Eigentum der Stadt Quickborn.
Das Torfwerk befindet sich jetzt im Eigentum der Stadt Quickborn.

Tröger träumte - und heraus kam eine kleine Sensation: Die Stadt Quickborn hat das alte Torfwerk am Himmelmoor erworben!

 

Im Zusammenhang mit der Diskussion über den Erwerb einer Brücke im Himmelmoor geriet Wolfgang Tröger (SPD) in der jüngsten Ratsversammlung ins Schwärmen: Es wäre doch schön, wenn in dem alten Torfwerk eines Tages Konzerte oder andere kulturelle Veranstaltungen stattfinden könnten und das Gelände nicht zu einer Industriebrache verkomme. So kam heraus, was bis dahin von der Stadt - weil in nichtöffentlichen Sitzungen behandelt - nur nebulös als "Erwerb einiger Flächen im Himmelmoor" bekanntgegeben worden war: Die Stadt hat nicht nur die Brücke im Himmelmoor erworben, sondern hat das komplette Torfwerk gekauft!

 

Dies haben Insider gegenüber Quickborn1 inzwischen bestätigt. Der Kaufpreis soll unter einer Million Euro liegen. Die Nutzung verbleibt vorerst bei der Inhaberfamilie Horneburg. Bis zum Jahre 2020 bestehen noch die Abbaurechte für Torf im Himmelmoor, allerdings gibt es auch Hinweise, dass die Produktion vielleicht schon im nächsten Jahr eingestellt werden könnte.

 

Mit dem Kauf hat sich die Stadt in Übereinstimmung mit der Politik ein Gelände in unmittelbarer Nähe zum Naturparadies Himmelmoor gesichert. Die Nutzungsmöglichkeiten für andere Erwerber wären zwar nicht sehr groß gewesen, z.B. hätte dort niemand eine Fabrik errichten können und auch die Ausweisung als Wohngebiet wäre nicht in Frage gekommen, was auch den relativ geringen Kaufpreis erklärt.

 

Was aber tatsächlich mit dem Gelände und auch dem Gebäude geschehen soll, steht offensichtlich noch in den Sternen. Ob Trögers Träume Wirklichkeit werden können, wird er als Vorsitzender des Finanzausschusses mitbestimmen können, denn um das marode Gebäude für eine kulturelle Nutzung herrichten zu können, bedarf es sicherlich erheblicher Mittel.

 

Dass aus einem alten Fabrikgebäude ein Veranstaltungszentrum mit besonderem Charme werden kann, hat Norderstedt mit der Sanierung des stillgelegten Kalksandsteinwerks am heutigen Stadtpark und der jetzigen Nutzung als „Kulturwerk" bewiesen. Und dass Quickborn neben dem Artur-Grenz-Saal einen Veranstaltungraum mit anderer Atmosphäre gut gebrauchen könnte, ist sicherlich auch keine Frage. Aber das ist natürlich (auch) eine Frage des Geldes. Vielleicht entsteht dort aber auch nur eine kleine Gaststätte für die vielen Besucher des Himmelmoores? Ideen sind gefragt!


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