Kultur-Verein: Quickborn soll aufblühen!

Die Vorstandsmitglieder des Kultur-Vereins Irene Lühdorff, Ann-Christine Schäcke und Johannes Schneider stellten die erste Wildblumenwiese in Quickborn vor.
Die Vorstandsmitglieder des Kultur-Vereins Irene Lühdorff, Ann-Christine Schäcke und Johannes Schneider stellten die erste Wildblumenwiese in Quickborn vor.

In sechs Wochen wird dort, wo jetzt noch eine triste erdbraune Fläche zu sehen ist, eine farbenfrohe Wildblumenwiese die Passanten erfreuen. Davon ist der Kultur-Verein Quickborn überzeugt, der dieses Projekt initiert hat.

 

Unweit des Forums, an der ehemaligen Ladestraße, sind in den letzten Wochen die Vorbereitungen getroffen worden und letzte Woche wurde die Blumenmischung im Auftrage der Stadt von der Quickborner Firma König ausgesät. Die Fläche bot sich für eine Neuanlage an, weil sie nach Tiefbauarbeiten ohnehin aufgearbeitet werden musste. Sie liegt direkt neben der in Bau befindlichen Boule-Bahn, die ihren Ursprung auch in einer Initiative des Kultur-Vereins hat.

 

Statt langweiligen "Industrierasen" anzulegen, plädierte der Kultur-Verein dafür, dort eine Wildblumenwiese entstehen zu lassen und so Quickborn zum Blühen zu bringen. „Solche blühenden Oasen in der Stadt erfreuen die Bürger und Bürgerinnen und machen sie glücklicher. Wir möchten damit Quickborn schöner und liebenswerter machen", erläutert Johannes Schneider, 1. Vorsitzender des Kultur-Vereins. Projektleiterin Ann-Christine Schäcke hofft, dass diesem Pilotprojekt viele weitere in der Stadt folgen. Schneider: „In unseren Nachbarkommunen Norderstedt, Henstedt-Ulzburg oder Barmstedt sind diese blühenden Flächen Stolz und Freude der dort lebenden Menschen geworden. Das möchten wir auch schaffen!"

 

Irene Lühdorff, 2. Vorsitzende des Vereins, denkt sogar noch weiter:„Eine solche Wildblumenwiese ist eigentlich das ideale Umfeld für Bienen. Wir sind im Gespräch mit Quickborner Imkern, ob sich hier zeitweise Bienenstöcke aufstellen lassen." In Frage kommt eine eingezäunte Fläche, in der Verteilerkästen bereits geschützt untergebracht sind.

 

Große Überzeugungsarbeit

Es war ein langer Weg für den Verein, bis dieses Projekt realisiert werden konnte. Nach der Vorstellung erster Ideen sei man, so Schneider, bei Politik und Verwaltung zunächst auf große Skepsis gestoßen. Hauptbedenken waren der Pflegeaufwand und die Folgekosten sowie die Angst vor Vandalismus. Es habe anstrengender Überzeugungsarbeit bedurft, um doch noch die Zustimmung zu erhalten.

 

„Wir danken den Verantwortlichen für die Bereitstellung der Fläche und die Unterstützung bei der Anlage!" so Schneider. Nach dem Anwachsen halte sich der Pflegeaufwand auch in Grenzen, denn die Fläche müsse nur zwei Mal im Jahr gemäht werden. Selbst ein Bewässern sei in der Regel nicht notwendig. Und was Beschädigungen angeht, so ist der Verein optimistisch:„Schönes lässt man schön sein, Hässliches macht man hässlicher!"


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